Max Verstappen erfährt bei Heimspiel in Zandvoort deutliche Pleite mit Red Bull: Helmut Marko findet dies "alamierend"

Max Verstappen musste nach drei Siegen beim Heimspiel in den Niederlanden erstmals eine Niederlage einstecken. Obwohl er sich wie gewünscht am Start in Führung setzen konnte, hatte der Red-Bull-Pilot gegen Lando Norris keine Chance und wurdeum knapp 23 Sekunden abgehängt. "Wir haben das Tempo in keiner Weise mitgehen können", musste Motorsportkonsulent Helmut Marko bei "Sky" zugeben.

Max Verstappen war in Zanvoort enttäuscht

Fotocredit: Getty Images

"Am Anfang war es halbwegs, aber dann hat sich der Reifenverschleiß eingestellt und man hat ja gesehen, wie leicht Lando uns überholt hat", führte der Österreicher aus.
Während Norris mühelos um den Dünenkurs pflügte, konnte Verstappen nicht am WM-Zweiten dranbleiben: "Wir haben alles versucht, aber während des Rennens wurde ziemlich klar, dass wir nicht schnell genug waren", sagte der Niederländer. "Also habe ich einfach versucht, Zweiter zu werden."
Wie bereits an den Vortagen hatte der WM-Spitzenreiter große Probleme mit der Balance: "Es war das ganze Wochenende über gleich", haderte er und meint, dass die Balance zwischen Vorder- und Hinterachse einfach nicht zusammenpasst. "Und das ist im Moment einfach schwierig zu lösen."
"Es scheint einfach so, dass wir nicht nur zu langsam sind, sondern auch noch schlecht in Sachen Reifenabbau. Das ist seltsam, denn normalerweise waren wir in den letzten Jahren da gut", meinte er. "Irgendetwas ist zuletzt mit dem Auto schiefgelaufen, was wir verstehen und natürlich verbessern müssen."

Keine Chance im direkten Duell

Dass er heute keine Chance auf den Sieg haben würde, das merkte Verstappen dabei schnell. Er lag nach dem Start in Führung und versuchte anschließend, sein eigenes Rennen zu fahren. "Ich habe bestmöglich auf die Reifen aufgepasst, aber irgendwann hat sich nichts mehr gedreht und nichts mehr reagiert", beschrieb er seine Probleme.
Dadurch kam Norris immer näher, bis er in Runde 17 einen Angriff probierte. "Beim ersten Mal war er nicht nah genug, aber in der nächsten Runde konnte ich nichts mehr machen", schilderte er und musste Norris auf Start/Ziel passieren lassen.
Marko: "Ich glaube im Nachhinein war die technische Konfiguration, die wir bei Max gewählt haben, vielleicht fürs Qualifying gut, aber ganz sicher nicht fürs Rennen", sagte der Österreicher. "Dass wir mehr Flügel beim Max draufgegeben haben, war nicht richtig, weil vom Topspeed waren wir nicht gut und in den Kurven hat es uns nicht geholfen."
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Lando Norris (r.) überholt Max Verstappen in Zandvoort

Fotocredit: Getty Images

Für Verstappen war es nach dem Überholmanöver ein einsames Rennen. Nach vorne ging angesichts der Überlegenheit von McLaren nichts mehr, doch gegen Ende schien Charles Leclerc im Ferrari auf ihn aufholen zu können. Nur 2,5 Sekunden fehlten dem Monegassen im Ziel auf Rang zwei, eine Gefahr sieht Marko jedoch nicht.
"Zum Schluss hat er natürlich den Abstand kontrolliert, nach vorne war keine Chance", sagte er. "Also ich glaube nicht, dass Leclerc eine Chance gehabt hätte."
Platz zwei war am Ende Schadensbegrenzung, sodass er im WM-Kampf "nur" acht Punkte auf Norris verlor, der sich auch noch die schnellste Rennrunde gesichert hatte, von der Red Bull "nur träumen kann", wie Marko betonte.

Marko warnt: "Alarmierend!"

Noch hat Verstappen in der WM 70 Punkte Vorsprung, trotzdem war die Dominanz von Norris für Red Bull erschreckend: "Wir müssen einiges an Aufgaben erledigen, denn dieser Vorsprung mit 70 Punkten, der reicht nicht, wenn noch neun Rennen ausstehen", warnte Marko. "Heute sind wir ganz klar und ganz fair geschlagen worden, in einem Ausmaß, das auch alarmierend ist."
In der Pressekonferenz wird auch Verstappen auf die Aussagen des 81-Jährigen angesprochen, der diesem zustimmt: "Das Wochenende war einfach generell schlecht. Wir müssen das verstehen", sagte er und warnt vor McLaren: "Sie waren schon in den letzten Rennen fantastisch, von daher war das schon ein wenig alarmierend."
Trotzdem mahnt er auch, dass Red Bull nicht in Panik verfallen muss. "Wir versuchen einfach die Situation zu verbessern. Daran arbeiten wir", stellte er klar.
Und er versucht, Ruhe zu bewahren. Denn auch wenn er jetzt schon fünf Rennen in Folge nicht gewonnen hat - die längste Strähne seit 2020 - sei das nicht so tragisch. "Das passiert. Ich hatte auch viele gute Jahre. Manche Leute haben in ihrer Karriere nie ein Rennen gewonnen, so kann man es auch sehen", sagte er.

Dominanz nur streckenspezifisch?

"Wir haben im Moment nicht das schnellste Auto. Wir haben ein paar Probleme, die wir lösen müssen, und wir arbeiten daran. Mehr kann ich nicht sagen", so Verstappen. Der Niederländer weiter: "Es sind noch viele Rennen auf unterschiedlichen Strecken. Dieses Wochenende war einfach nicht unser bestes Wochenende."
Und das scheint auch die große Hoffnung von Red Bull zu sein: Dass die Bedingungen McLaren entgegengekommen sind, während man selbst Probleme hatte. "Ich glaube schon, dass es zum Teil streckenspezifisch war", sagte Marko bei "ServusTV". "Zum Teil war es auch die Temperatur, die relativ niedrige Temperatur."
"Und was interessant war: Piastri hat nach dem Boxenstopp ungefähr das Tempo von Lando gefahren, und wie er dann hinter Leclerc festgehangen ist, ging überhaupt nichts mehr. Das war bei Lando, wie er Max überholt hat, leider nicht der Fall."
Es bleibt daher spannend, wie sich ein möglicher WM-Kampf noch entwickeln würde. Schon in Monza dürfte Verstappen aber hoffen, dass seine Sieglossträhne zu Ende geht.
(motorsport-total.com)
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Duell endet in Kollision: Norris und Verstappen verschenken Sieg

Quelle: SID


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