GP der USA: Ferrari-Duo vor Verstappen - Packendes Qualifying in Austin mit Sainz vor Leclerc

Doppelpole für Ferrari beim Grand Prix der USA 2022 in Austin, Texas: In einem dramatischen Qualifying auf dem Circuit of The Americas fuhr Carlos Sainz in 1:34.356 Minuten Bestzeit. Damit verwies er seinen Teamkollegen Charles Leclerc (+0,065) und Max Verstappen (Red Bull/+0,092) auf die Plätze. Sergio Perez (Red Bull) wurde Vierter, gefolgt vom Mercedes-Duo Lewis Hamilton und George Russell.

Carlos Sainz (Ferrari) - GP of United States of America 2022

Fotocredit: Getty Images

Verstappen lag nach dem ersten Q3-Run nur an vierter Stelle, fuhr dann zwei Aufwärmrunden vor seinem allerletzten Versuch - und lag nach zwei von drei Sektoren noch zwei Zehntelsekunden vor beiden Ferraris in Führung. Auf den letzten Metern fiel er aber noch auf Platz 3 zurück.
Sebastian Vettels Teamkollege Lance Stroll (Aston Martin) war als Siebter mit 1,242 Sekunden Rückstand "Best of the Rest", vor Lando Norris (McLaren), Fernando Alonso (Alpine) und Valtteri Bottas (Alfa Romeo).
Vettel wurde Zwölfter, Mick Schumacher (Haas) 19.

Packender Kampf um Pole Position

Bei der letzten Zwischenzeit lagen beide Ferraris und beide Red Bulls Kopf an Kopf: Verstappen mit 1:03.4, Sainz und Perez mit 1:03.6 und Leclerc mit 1:03.7 Minuten. Im kurvenreicheren letzten Sektor verloren die Red Bulls aber noch die entscheidenden Zehntelsekunden, sodass sie sich mit der zweiten Startreihe begnügen mussten.
Verstappen ärgerte sich am Boxenfunk darüber, dass die Pace in den langsamen Kurven gefehlt habe. Offenbar hatte er mit dem Set-up nach den Freien Trainings noch etwas ausprobiert. Sein Renningenieur sprach ihm aber Mut zu: Es sei richtig gewesen, den Versuch zu wagen.
Sainz befürchtet im Hinblick auf das Rennen: "Die Red Bulls haben im Longrun sehr stark ausgesehen. Max ist Favorit." Verstappen meint: "Mein zweiter Run war gut. Der erste und zweite Sektor haben gut ausgesehen. Am Ende sind mir die Reifen ein bisschen ausgegangen und ich hatte Übersteuern in der vorletzten Kurve. Aber wir wissen, dass wir ein schnelles Rennauto haben."

Wie kam es zum Q1-Aus von Schumacher?

Der Samstag in Austin war kein guter Tag für den 23-jährigen Deutschen. Nachdem Williams-Teamchef Jost Capito zuerst bekannt gegeben hatte, dass voraussichtlich Logan Sargeant 2023 in seinem zweiten Auto sitzen wird, schied Schumacher gleich in Q1 aus - und das auch noch wegen eines Fahrfehlers.
Auf seiner alles entscheidenden Runde verschätzte er sich beim Anbremsen von Kurve 1 und verlor das Heck seines Haas, das am Kurvenausgang wegrutschte. Schumacher konnte zwar weiterfahren, seine Runde musste er aber abbrechen. Das bedeutete Rang 19, 0,162 Sekunden hinter Kevin Magnussen, der als 16. ebenfalls in Q1 ausschied.
Schumacher gab zu, er habe "einfach ein bisschen zu viel gewollt. Vor allem für die Bedingungen, die es halt waren. Es war sehr windig, aber das ist ja das Gleiche für alle. Es geht dann halt schnell, und dann noch mit den Bodenwellen, die dann noch dazukommen. Aber ich denke, dass wir für morgen ein gutes Auto haben."

Vettel verpasst Q3 und verliert Stallduell

Der Aston-Martin-Pilot, nach starken Trainingsleistungen durchaus ein Top-10-Anwärter, nahm die Hürde Q1 weniger souverän als erwartet. In Q2 wurde seine erste Runde gestrichen, die zweite musste also sitzen. Tat sie aber nicht.
Vettel fehlten letztendlich fast vier Zehntelsekunden auf Q3 - und verlor damit sein Stallduell gegen Lance Stroll.

Gridstrafe für vier Fahrer

Stand Ende Qualifying steht eine Rückversetzung in der Startaufstellung für vier Fahrer fest (allesamt wegen Komponententausch).
Leclerc muss um zehn Positionen nach hinten. Perez, Alonso und Guanyu Zhou (Alfa Romeo) um fünf.
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Norris: WM-Titel für McLaren "in den nächsten Jahren" möglich

Quelle: Perform

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