Motorsport-Total.com
Formel 1: Ferrari gesteht Fehler beim Setup - Charles Leclerc und Carlos Sainz mit falschen Einstellungen unterwegs
Von
Publiziert 19/10/2024 um 11:47 GMT+2 Uhr
Mit den Plätzen drei und fünf für Charles Leclerc und Carlos Sainz kann Ferrari nach einem eigentlich starken Freitag zum Großen Preis der USA in Austin nicht zufrieden sein. Zuvor fuhr die Scuderia die Bestzeit im ersten und einzigen Freien Training sowie in den ersten beiden Segmenten des Sprintqualifyings. Im alles entscheidenden SQ3 ging dem SF-24 allerdings die Puste aus.
Ferrari gesteht Fehler beim Setup für das Sprint-Qualifying
Fotocredit: Getty Images
Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur führt dies auf einen Fehler beim Set-up zurück: "Ich glaube, wir sind am Vormittag ganz gut aufgestellt gewesen mit dem Hard und mit dem Soft, auch die zwei [Medium]-Sätze im Qualifying haben ganz gut funktioniert zu Beginn der Session, aber dann gab's einen kleinen Fehler beim Set-up", sagt er gegenüber "ServusTV".
Denn sowohl im ersten als auch im zweiten Teil des Sprintqualifyings musste verpflichtend der Medium-Reifen gefahren werden, ehe das Reglement den weichen Soft-Reifen für das SQ3 vorsieht. Hat das Ferrari-Set-up also einfach nicht für die richtige Reifenmischung gepasst?
"Wir waren nicht im richtigen Fenster mit den Soft-Reifen und dann fehlen dir gleich ein paar Tausendstel", erklärt Vasseur. "Aber sicherlich, Samstag und Sonntag auf den Longruns ist es eine andere Geschichte."
GP der USA
Plötzlich wieder "Underdog": Mercedes irritiert vom eigenen Boliden
22/10/2024 um 11:03 Uhr
Beim Blick in die Daten fällt auf, dass Ferrari allein im ersten Sektor unverhältnismäßig viel Zeit liegen gelassen hat, dafür war im abschließenden letzten Sektor kein Fahrer schneller als Charles Leclerc. Hat der SF-24 seine Soft-Reifen möglicherweise nicht hart genug rangenommen, dass zu Beginn der Runde Grip fehlte?
"Wir machen den besten Job, den wir können"
"Mit dem Format ist es für die Fahrer und das Team ganz schwierig", so der Ferrari-Teamchef weiter. "Eine große Herausforderung, du machst nur ein Training und gehst dann direkt ins Quali mit drei verschiedenen Reifenmischungen. Unterschiedlichen Tankfüllungen, also sehr schwer da rauszufinden, was zu tun ist für das Set-up."
"Wir machen den besten Job, den wir können, die anderen arbeiten drüben auf der anderen Seite genauso für sich. Aber von einer Session zur anderen, sogar mit dem gleichen Auto, gibt's plötzlich einen großen Unterschied was die Platzierungen angeht. Das hängt sehr davon ab, wie du den Reifen managst. Der Reifendruck und alles andere, das kann schon viel Unterschied ausmachen für die Platzierung."
Gleichzeitig sieht Ferrari in den Problemen vom SQ3 einen Vorteil für den Sprint am Samstag sowie möglicherweise für das Rennen am Sonntag, wo der weiche C4-Reifen höchstwahrscheinlich keine Rolle spielen wird. Dort könnte sich wiederum Ferraris Stärke auf dem Medium bezahlt machen.
"Wir haben gesehen, dass Mercedes und Verstappen auf dem Soft viel besser waren als auf dem Medium, während es bei uns umgekehrt war", sagt Vasseur.
Ferrari sieht Vorteile bei der Rennpace
"Das ist ein gutes Zeichen für unsere Rennpace am Samstag und Sonntag, da wir den Soft im Rennen nicht einsetzen müssen. Wenn wir morgen von P3 starten und unsere Pace auf dem Medium betrachten, haben wir die Pace, um um den Sieg zu kämpfen."
Carlos Sainz fügt hinzu: "Was das Renntempo angeht, denke ich, dass wir konkurrenzfähig sein können. Ich erwarte morgen ein interessantes Sprintrennen, bei dem wir uns nach oben kämpfen wollen."
Mehr Infos bei motorsport-total.com
Mehr Infos bei motorsport-total.com
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/10/11/4050473-82147108-2560-1440.jpg)
Leclerc enthüllt Beteiligung an Hamilton-Wechsel: "Sehr transparent"
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung