Max Verstappen gewinnt zweites freies Training in Spielberg

Max Verstappen hat im zweiten freien Training zum Großen Preis der Steiermark die Bestzeit hingelegt. Der Red-Bull-Star war in Spielberg mit 1:03,660 Minuten 0,043 Sekunden schneller als Valtteri Bottas (Mercedes). Dritter wurde der Sieger des ersten freien Trainings, Sergio Pérez (Racing Point/+0,217). Sebastian Vettel im Ferrari landete weit abgeschlagen auf Platz 16 (+1,953).

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Sebastian Vettel musste sich nach dem enttäuschenden Auftakt in Spielberg aufrappeln - doch nun droht an gleicher Stelle der nächste Wirkungstreffer. "Wir hoffen, dass wir in die Top Ten kommen", beschrieb der Hesse nach dem enttäuschenden Freitags-Training die neue Normalität bei Ferrari, "und dann schauen wir im Qualifying weiter."
Im lahmenden roten Auto war Vettel meilenweit hinterhergefahren, zwei Sekunden fehlten auf die Spitze. Diese hatte Red-Bull-Star Max Verstappen inne, der sich mit 43 Tausendstelsekunden vor Valtteri Bottas im Mercedes durchsetzte.

Hamilton: "Das Auto ist plötzlich weggebrochen"

Weltmeister Lewis Hamilton reihte sich erst auf Rang sechs ein. "Das Auto ist plötzlich weggebrochen", sagte er, "wir müssen herausfinden warum." Für den Samstag sind starker Regen und Sturm angesagt, sogar eine Absage des Qualifyings wirkte daher nicht völlig unrealistisch - sollte die Zeitenjagd auch nicht nachgeholt werden können, würde das Ergebnis des zweiten Freitags-Trainings die Startaufstellung ergeben.
Vettel lag indes so ungewöhnlich weit hinten, weil seine schnellste Runde wegen Überfahrens der Streckenbegrenzung gestrichen wurde - auch mit dieser Zeit wäre Vettel aber allenfalls im Mittelfeld gelandet, knapp hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc, Neunter wurde. "Das Auto hat sich aber besser angefühlt als letzte Woche", sagte Vettel, "der Tag war in Ordnung, die Zeiten darf man noch nicht so wichtig nehmen."

Ferrari trotz Updates kein Kandidat für ganz vorne

Für Ferrari droht aber das befürchtete Szenario wahr zu werden: Die Updates am Auto lösen die Probleme vom vergangenen Rennen nicht einmal ansatzweise, auch an diesem Wochenende scheint der SF1000 nicht konkurrenzfähig.
Und das könnte für Vettel in diesem Schicksalsjahr, an dessen Ende er Ferrari verlassen muss, zum Dauerproblem werden. Findet die Scuderia keinen Dreh, dann wird der Deutsche sich nicht für einen neuen Arbeitgeber empfehlen können - wobei die Situation momentan ohnehin verfahren wirkt.

Red Bull erteilt Gerüchten um Vettel-Rückkehr eine klare Absage

Erst am Donnerstag hatte Vettel deutlich gemacht, wie attraktiv eine Rückkehr zu Red Bull wäre. Doch sein Ex-Team zeigt ihm derzeit wiederholt die kalte Schulter. "Keinen Platz" im Team habe man momentan, sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bei "auto motor und sport", Teamchef Christian Horner wurde noch deutlicher. Auf die Frage nach Vettel gebe Red Bull "ein definitives Nein, fürchte ich", sagte der Engländer bei "Sky Sports News": "Ich denke, Sebastian weiß das - nun, er weiß es."
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