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Funkaufnahmen zwischen Michael Masi und Jonathan Wheatley entfachen Abu-Dhabi-Debatte erneut
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Publiziert 11/02/2022 um 12:16 GMT+1 Uhr
Wenige Wochen vor dem Formel-1-Shakedown in Barcelona nimmt die Debatte um das umstrittene Saisonfinale in Abu Dhabi erneut Fahrt auf. Grund sind Aufnahmen eines Funkverkehrs zwischen Rennleiter Michael Masi und Red-Bull-Sportdirektor Jonathan Wheatley während der Safety-Car-Phase. Sky-Experte Martin Brundle sieht großen Handlungsbedarf: "Viele Leute sind nicht glücklich."
Steht in der Kritik: Michael Masi
Fotocredit: Getty Images
In dem Gespräch, das seit dieser Woche in den sozialen Medien hohe Wellen schlägt, sagt Wheatley: "Diese überrundeten Autos (zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen; Anm. d. R.) muss man nicht den ganzen Weg fahren lassen, um wieder aufzuschließen. Man muss sie nur ziehen lassen, und dann haben wir ein Rennen."
Was viele aufregt, ist nicht nur die Tatsache, dass Masi der Anweisung folgte, indem er das Safety-Car noch in derselben Runde reinholte. Auch dass er Wheatleys letzte Bemerkung anscheinend als Rechtfertigung angab, als er nach dem Rennen von Mercedes-Teamchef Toto Wolff kritisiert wurde ("Toto, das nennt man Autorennen, okay?"), stößt einigen böse auf und heizt die Diskussion weiter an.
Der Funkverkehr ist zwar nicht neu und wurde ursprünglich von der Formel 1 in der Woche nach dem Rennen in Abu Dhabi veröffentlicht - interessanterweise nur wenige Stunden, nachdem Mercedes erklärt hatte, nicht in Berufung zu gehen. Er war aber in der Aufregung über die Ereignisse untergegangen.
Die Empörung, die die wiederentdeckte Aufnahme nun auslöst, zeigt laut Sky-Experte Martin Brundle vor allem, wie groß die Wut der Fans noch immer ist. "Es sind keine neuen Nachrichten", weiß der Brite. "Und wir sollten nicht annehmen, dass Masi dadurch Informationen erhält, die er nicht schon wusste, wenn es darum geht, was er mit den überrundeten Autos tun kann und was nicht." Doch Brundle sagt auch: "Natürlich ist das sehr unangenehm, und viele Leute sind unglücklich: Hamilton-Fans, Mercedes-Fans. Und man muss nicht einmal ein Hamilton-Fan sein, um zu denken, dass er für immer ein achtfacher Weltmeister sein sollte."
Bundle sieht Handlungsbedarf
"Denn für mich war die wirklich entscheidende Regel, die nicht befolgt wurde, dass das Safety-Car am Ende der folgenden Runde hätte reinkommen müssen. Aber wir wissen auch, dass ungeschriebene Regeln und Absprachen, die nichts ersetzen sollten, lauteten: Versuchen wir, das Rennen nicht hinter dem Safety-Car zu beenden."
Für Brundle ist das "völlig inakzeptabel". "Ich habe so viele Fans getroffen, die vergangenes Jahr neu in der Formel 1 waren, und Fans im Allgemeinen, die sehr verärgert waren über das, was passiert ist", erzählt er besorgt. Dabei erkennt der 62-Jährige ein Grundübel, nämlich dass die Teams in der Lage waren, direkt auf die Rennleitung einzuwirken, um die Dinge in ihrem Sinne zu beeinflussen.
"Wir können nicht zulassen - und wir wissen, dass sich das ändern wird -, dass sich Teams mit dem Schiri anlegen, während er versucht, kritische Entscheidungen zu treffen, während Autos, Streckenhelfer und Abschleppfahrzeuge auf der Strecke sind", kritisiert der Experte.
Denn noch bevor die FIA ihre Untersuchung zu den Ereignissen in Abu Dhabi abgeschlossen hat, steht schon jetzt fest: Die Teamchefs sollen den Rennleiter künftig nicht mehr anfunken dürfen.
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Quelle: Perform
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