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GP von Abu Dhabi - Sebastian Vettel kritisiert Haas für Schumacher-Rausschmiss: "Schwer zu verstehen"
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Publiziert 20/11/2022 um 12:49 GMT+1 Uhr
Seit Donnerstag steht fest, dass Mick Schumacher in der kommenden Saison kein Stammcockpit in der Formel 1 erhält. Sein Rennstall Haas verzichtet auf eine Vertragsverlängerung. Beim viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel stößt diese Entscheidung auf Unverständnis: "Ich glaube, die Teamführung bei Haas ist manchmal ... Ich will nichts sagen, aber manchmal vielleicht schwer zu verstehen."
Sebastian Vettel kann die Entscheidung des Haas-Teams, nicht mit Mick Schumacher zu verlängern, nicht nachvollziehen
Fotocredit: Getty Images
"Es ist natürlich bitter für ihn und es tut mir für ihn leid", sagte Sebastian Vettel über das Schumacher-Aus bei Haas. "Ich denke, dass Mick absolut einen Platz in der Formel 1 verdient hat."
Vettel und Mick Schumacher verbindet eine enge Freundschaft, umso bitterer, dass nun beide Deutsche im kommenden Jahr nicht mehr in der Königsklasse fahren werden. Vettel, weil er zurücktritt und Schumacher, weil er keinen neuen Vertrag erhält.
Der Heppenheimer kritisierte die Teamführung beim US-Rennstall rund um Gene Haas und Günther Steiner. Obwohl die Saison "nicht gerade leicht für ihn" war, meinte auch Vettel, dass Mick seinen Anteil daran hatte, obwohl dies nicht im Verhältnis zur Reaktion des Teams stehe: "Diese Saison war mit Sicherheit nicht leicht für ihn. Hier und da hat er vielleicht einen Fehler gemacht, aber ich glaube, das Team war auch nicht unschuldig, zumindest von außen", erklärte er.
"Aber jetzt, glaube ich, konzentriert er sich sehr bald auf die neue Aufgabe und die nächsten Schritte, die kommen. Ich denke und hoffe, dass er eine Chance bekommt, weil das Potenzial hat er", so der viermalige Weltmeister.
Mick Schumacher fragte Vettel nach Rat: "Seine Worte haben mich bewegt"
Es wird gemunkelt, dass Schumacher bei Mercedes einen Vertrag als Reservefahrer bekommen könnte. Teamchef Toto Wolff hatte bereits darauf hingewiesen hat, dass zwischen dem Namen Schumacher und dem Mercedes-Stern eine enge Verbindung besteht.
Auch Vettel betonte, dass für einen Fahrer "das Umfeld immer extrem wichtig ist", weshalb ein Wechsel in das Mercedes-Team keine schlechte Option sein könnte, auch wenn es laut dem Heppenheimer "manche Fahrer gibt, die den Anschein machen, dass ihnen das egal ist".
"Den Fahrer, dem es egal ist, den gibt es nicht und gab es noch nie", fügte er jedoch hinzu. "Und ich glaube, was das angeht, hätte Haas mit Sicherheit einen besseren Job machen können. Aber gut, jetzt ist es so. Ich denke, Mick konnte sehr viel lernen und wird auch aus der Situation lernen und dann hoffentlich sehr bald wieder zurückkommen."
Schumacher, der von der Entscheidung von Haas sehr enttäuscht war, habe danach auch den Rat seines Freundes Vettel gesucht. Ein Austausch, der Schumacher offenbar guttat: "Was wir besprechen, ist privat", stellte er klar. "Alles, was ich sagen kann, ist, dass seine Worte mich bewegt haben und in einem Moment wie diesem sehr hilfreich waren."
Mick Schumacher: Verhältnis zu Günther Steiner war "ok"
Von "Sky" gefragt, wie viel Rückendeckung er von Steiner bekommen habe, wich Schumacher aus: "Ich hatte Rückendeckung von Sebastian. Dementsprechend bin ich sehr happy, aber natürlich: Wir haben immer eine offene Kommunikation gehabt zwischen dem Team und mir und wir haben stetig an uns weitergearbeitet."
"Wir haben versucht, die ganzen Punkte abzuarbeiten, die es zu verbessern gab, und ich finde, dass wir, wenn wir mit dem Jahresbeginn vergleichen, den Trend wirklich stetig beibehalten haben. Speziell die Rennpace war sehr positiv und die Qualifyingpace hat sich dann auch verbessert. Aber ja, war anscheinend nicht genug."
Genauer auf seine Beziehung zu Günther Steiner angesprochen, und auf die Frage, was für ein Umfeld er benötige, erklärt eSchumacher: "Naja, ich meine, wir haben eigentlich ein okay Verhältnis, und ich glaube, das wird auch so bleiben."
Mick Schumacher mit Kampfansage: 2024 bin ich zurück!
"Das werde ich mir dann anschauen, welches Umfeld für mich das Beste ist. Natürlich ist es schwierig, sowas von außen zu sehen, aber ich möchte an einem Platz sein, wo ich wachsen kann, wo ich meine Leistung, die ich in mir habe, zeigen kann."
Schumacher betonte zudem, dass er alles Mögliche versuchen werde, um "2024 wieder im Grid zu sein", und dass er aus seinen zwei Jahren in der Formel 1 viel mitnehmen kann: "Natürlich möchte ich mich auch an der Stelle bedanken für die zwei Jahre", sagte er.
"Es war mega, hier starten zu dürfen in der Formel 1. Das ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist, aber auch ein Traum, der nicht geplatzt ist. Mein Ziel ist es auf jeden Fall, 2024 wieder auf dem Grid zu sein, und dafür werde ich hart an mir arbeiten und schauen, dass ich alle Schachfiguren in der richtigen Position habe."
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Quelle: SID
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