Vater von Sergio Pérez stichelt gegen Red-Bull-Teamkollege Max Verstappen: "Max spürt Checos Atem"

Eine Woche nach dem Red-Bull-Krach beim Großen Preis von Brasilien hat sich Antonio Pérez Garibay, der Vater von Sergio Pérez, zu Wort gemeldet. Der 63-Jährige stichelte in einem Interview mit der mexikanischen Sportzeitung "ESTO" gegen Weltmeister Max Verstappen, den Teamkollegen seines Sohnes. "Max spürt Checos Atem unter seinem Helm, weil er zeigt, was er kann", meinte Pérez Garibay.

Sergio Pérez und Max Verstappen

Fotocredit: Getty Images

Verstappen hatte in der Vorwoche in Interlagos eine Teamorder missachtet und verweigert, Pérez kurz vor dem Rennende wieder vorbeiziehen zu lassen. Daraufhin wurde der Niederländer scharf kritisiert, sein Stallrivale attackierte ihn über den Boxenfunk: "Es zeigt, wer er wirklich ist."
Verstappen deutete daraufhin an, dass ein Vorfall aus der Vergangenheit zu der Auseinandersetzung geführt habe. Red Bull spielte die Angelegenheit bereits am zurückliegenden Sonntag herunter, auch beim laufenden Wochenende in Abu Dhabi beteuerte das Team, die Wogen seien längst geglättet.
Auf Twitter hatte "Checo" am Montag nach dem Rennen erklärt: "Mit Max und dem Team wurde gestern alles besprochen. Es wird intern bleiben und liegt hinter uns. Wir werden als das großartige Team, das wir bisher waren, weiterarbeiten."
Doch Pérez Garibay goss mit seinen Aussagen nun erneut Öl ins Feuer. Der Mexikaner meint: Verstappen habe die Teamordner nicht befolgt, weil er den Druck seines Sohnes wahrnehme - und damit zum ersten Mal Gegenwind aus dem eigenen Lager erfahre.
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Max Verstappen und Sergio Pérez nach dem Rennen in Brasilien

Fotocredit: Getty Images

Pérez: "Checo gewinnt die schwierigen Rennen"

"Er hatte noch nie einen gleichwertigen Partner, die anderen waren ihm weit unterlegen", erklärte Pérez Garibay.
In der Weltmeisterschaft rangiert Verstappen derzeit aber deutlich vor Pérez, hat 139 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen. Auch im direkten Duell 2022 führt der Weltmeister 16:5 und stellte in diesem Jahr mit 14 Saisonsiegen einen neuen Formel-1-Rekord auf. Pérez dagegen gewann lediglich auf den Stadtkursen in Monaco und Singapur.
Für Vater Antonio ist gerade das aber ein Qualitätsmerkmal, das Pérez seinem Stallrivalen voraus hat. "Checo gewinnt die Rennen, die Max nicht gewinnen kann, die wirklich schwierigen Rennen", tönte der Mexikaner gegenüber "ESTO".
Trotz der Differenzen in Brasilien ist sich Vater Antonio aber sicher, dass der Zwist keine Auswirkungen auf die Zukunft haben werde, sollte Verstappen in der kommenden Saison Unterstützung von Pérez benötigen. "Er wird ihm helfen, weil er ein Profi mit einem großen Herzen ist", sagte Pérez Garibay, fügte allerdings an: "Aber auch ein Hai."

Vater überzeugt: Pérez holt Vize-WM

Am Sonntag in Abu Dhabi (14:00 Uhr im Liveticker) benötigt aber erst einmal Pérez im Kampf um den zweiten Rang in der Fahrerwertung möglicherweise die Hilfe, die ihm in Brasilien verwehrt geblieben war. Um sich die Vizeweltmeisterschaft zu sichern, muss er vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc ins Ziel kommen.
Vater Antonio ist überzeugt, dass der Mexikaner seinen Rivalen im Ferrari in Schach hält und den zweiten Platz in der WM erobern kann. "Am Sonntag wird er vorne sein. Und dann wird das viel besser sein, als hätten sie ihm zehn Punkte geschenkt", erklärte Pérez Garibay .
Die Vorleistung am Samstag hat Pérez allemal erbracht. Der 32-Jährige startet beim Rennen auf dem Yas Marina Circuit von Rang zwei und steht damit vor seinem Konkurrenten Charles Leclerc.
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Red Bull F1 driver Sergio Perez revs up Mexican fans with a hometown street ride

Quelle: SNTV

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