Saisonauftakt der Formel 1 in Melbourne - Fragen und Antworten: Neue Teams, Testergebnisse und Sorgenkinder

Die Formel 1 ist wieder da. 91 Tage nach dem Saisonfinale 2025 steht der Auftakt in Australien an, im Albert Park empfängt Melbourne die Rennserie zum echten Klassiker. Ab Sonntag (5:00 Uhr im Ticker) verteidigt McLaren-Weltmeister Lando Norris seinen Titel. Der entthronte Champion Max Verstappen will zurück in die Erfolgsspur, zudem schaut alles auf Lewis Hamiltons zweiten Anlauf im Ferrari.

Formel 1: Großer Preis von Australien – die Rennvorschau

Quelle: Perform

Aber was wirklich passieren wird an diesem Wochenende, weiß noch niemand. Die Königsklasse des Motorsports bricht mit einem Stilbruch, neue Teams sind am Start.
Weltmeister Lando Norris geht als leichter Favorit in die neue Saison, doch die Konkurrenz scharrt mit den Hufen.
Was ist neu, wer hat bei den Testfahrten überzeugt und wer muss kleinere Brötchen backen?
Fragen und Antworten zur neuen Formel-1-Saison.

Warum fühlt sich alles so neu an?

Weil jedes Team ein ganz neues Auto bauen musste und in diesen Autos steckt ein revolutionärer Antrieb. Im neuen Hybrid kommt fast die Hälfte der Leistung aus dem Elektromotor, das ist für viele ein Stilbruch in der Formel 1. Und die neuen Power Units werden das Racing wohl tatsächlich verändern: Ständig drohender Energiemangel zwingt die Piloten, ihre Fahrtechnik anzupassen, um den Generator zu füttern. Das Ende der Königsklasse ist aber wohl noch nicht auszurufen, eher ist ja das Gegenteil der Fall: Die Formel 1 wächst weiterhin, auch wegen dieses neuen Reglements.

Wer wurde angelockt?

Audi hat schon so ziemlich alles gemacht, was der Motorsport hergibt. Nur die Formel 1 fehlte noch, nun beginnt dieses Abenteuer für die Ingolstädter, und der Einstieg hängt ganz entscheidend mit der stärkeren Elektrifizierung zusammen. Auch General Motors kommt mit seiner Marke Cadillac als neues Team hinzu, wird schon bald ebenfalls eigene Motoren bauen. Zudem entschied sich Honda doch noch zum Verbleib, und Ford stieg als Partner von Red Bull ein. Nur mit dem Label als Innovationstreiber hatte die Formel 1 eine Chance bei den Herstellern - für die Rennserie ist aus der Krise des vergangenen Jahrzehnts nun das Gegenteil geworden.
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Nico Hülkenberg fährt in dieser Saison für Audi

Fotocredit: Getty Images

Wer hat in den Tests überzeugt?

Die großen Vier haben den Umbruch wohl mindestens ordentlich gemeistert. Mercedes, Ferrari, McLaren und Red Bull gehen gut vorbereitet in die neue Saison - am ehesten gelten die Silberpfeile als Favorit. "Es wird viel über uns gesprochen - das kann man wohl als Kompliment sehen", sagt George Russell. Auch ein breites Mittelfeld kam gut zurecht, dazu zählte überraschend Audi. Das Team um Nico Hülkenberg, das den Sauber-Rennstall übernommen hat, beginnt die Reise wohl nicht am Ende des Feldes.

Wer sind die Sorgenkinder?

Cadillac startete - anders als Audi - tatsächlich bei null - und das merkt man. Viele Probleme zogen sich durch die Testfahrten, die Rückkehrer Valtteri Bottas und Sergio Perez verbrachten nur wenig Zeit auf der Strecke. Bei den Amerikanern war ein schwieriger Start zu erwarten, richtig groß ist die Fallhöhe dagegen für Aston Martin. Seit Jahren werden viele Millionen investiert, um ein Weltmeister-Team zu formen. Fernando Alonso sitzt am Steuer, das langjährige Red-Bull-Genie Adrian Newey entwarf das neue Auto - doch der Start droht zum Albtraum zu werden. Das Auto vibriert so stark, dass die Fahrer "bleibende Nervenschäden an den Händen" fürchten müssen, sagt Newey. Gut möglich daher, dass Aston Martin in Melbourne beide Autos kurz nach dem Start in die Garage holt.

Und sonst?

Tut sich wenig. Nur einen Rookie gibt es, Arvid Lindblad (18) fährt für die Racing Bulls. Auch bei den Strecken gibt es genau einen Neuling, in Madrid ist ein Stadtkurs entstanden, am 13. September wird dort gefahren.
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(SID)
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Verstappen vor ungewisser Saison: "Wollen konkurrenzfähig sein"

Quelle: SID



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