Formel 1 startet neue Saison in Australien - Aufregung vor Auftakt ins Ungewisse, Max Verstappen äußert Kritik

Die neue Formel-1-Saison startet am Wochenende mit dem Großen Preis von Australien. Selten war die Ungewissheit in der Motorsport-Königsklasse so groß wie 2026. Die Reglementänderungen würfeln das Feld komplett durch, die Boliden werden wohl wichtiger den je - zumindest wenn man der Kritik von Max Verstappen, Lewis Hamilton und Co. Glauben schenken darf. Spannend wird es auf alle Fälle.

Am Wochenende stehen erstmals 2026 die Formel-1-Boliden in den Startboxen

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Die Botschaft war deutlich, der Absender maximal prominent. "Wie Formel E auf Steroiden" fühle sich diese neue Formel 1 an, das sagte kein geringerer als Max Verstappen - und schon vor ihrem Saisonstart muss die generalüberholte Königsklasse seither um ihren Ruf kämpfen.
Denn mittlerweile hat sich weitere Prominenz geäußert, auch Lewis Hamilton und Fernando Alonso sind dabei. Die "Rolle des Fahrers" drohe in der Königsklasse zu "sterben", sagt Alonso: "Gebt uns die echte Formel 1 zurück!"
Wenn die größte Motorsportserie der Welt am kommenden Sonntag (5:00 Uhr im Liveticker) in Australien ihre neue Saison startet, dann hat sie sich mehr als nur einem Facelift unterzogen. Die Autos werden kleiner und schmaler, vor allem aber steigt der Elektro-Anteil in den Hybridmotoren deutlich.
Fast die Hälfte der Leistung kommt nicht mehr aus dem Verbrenner, das ist ein tatsächlich historischer Einschnitt. Zwar ist öffentliche Kritik seit jeher gute Tradition, wenn die Formel 1 sich ein neues Reglement verordnet. So laut wie in diesen Tagen wirkte sie aber selten.

Verstappen sieht "Anti-Racing"

Noch gravierender: Sie kommt nicht von außen, sie kommt direkt aus den Cockpits. Die neuen Autos sähen "gut aus, das ist nicht das Problem", sagt Verstappen, "nur alles andere ist ein bisschen Anti-Racing."
Es gehe, so der viermalige Weltmeister, "nur noch um Energieeffizienz und Management". Auch Ferrari-Star Hamilton findet die neue Technologie geradezu "lächerlich komplex", "die Fans werden es nicht verstehen".
Der Kern des Problems, und es ist tatsächlich eines, ist die zur Verfügung stehende Energie. Der Generator in der Power Unit sammelt sie während des Fahrens ein und gibt sie wieder ab, aber hier gibt es ein Missverhältnis: Der Bedarf pro Runde ist oft größer als der Ertrag.
So kann es passieren, dass auf einer langen Gerade die Leistung einbricht, und um dies zu verhindern, müssen die Fahrer sich ziemlich untypisch verhalten: Mehr "Lift and Coast", runter vom Gas und rollen lassen also.
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Max Verstappen ist von den Neuerungen in der Formel 1 nicht begeistert

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WM-Titel für besten Energiemanager?

Alonso erklärte das während der Tests in Bahrain recht eingängig. "In einer Kurve sind wir hier 50 km/h langsamer als früher, um Energie zu sparen", sagte der Ex-Weltmeister, "bei diesem Tempo könnte auch unser Chefkoch das Auto durch die Kurve steuern." Den Titel werde am Ende des Jahres "nicht der beste Fahrer" holen, "sondern der, der seinen Energieverbrauch am besten managen kann".
Die Macher der Königsklasse sind um Beschwichtigung bemüht. "Ich verstehe diese Panik nicht", sagt Geschäftsführer Stefano Domenicali, denn die Wahrnehmung der Fahrer sei gar nicht so entscheidend. "Das mag alles sehr wichtig für diejenigen sein, die sich mit den technischen Details auskennen", sagte der Italiener, "aber wir müssen es mit den Augen der Zuschauer sehen."
Während der Testfahrten waren die Boliden auf eine Runde etwa drei Sekunden langsamer als in der vergangenen Saison. Das sind auf der einen Seite zwar Welten in der Formel 1 - auf der anderen Seite mit bloßem Auge tatsächlich schwer zu erkennen.
Die Hoffnung liegt nun darin, dass der Rennsport durch die neue Aerodynamik und die agileren Autos ansehnlicher wird. Auch dazu haben die Piloten allerdings schon eine Meinung. Überholen? "Ich glaube das wird schwer in diesem Jahr", sagt Ferrari-Fahrer Charles Leclerc.
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Fernando Alonso glaubt an WM-Titel für besten Energiemanager

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(SID)
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Verstappen vor ungewisser Saison: "Wollen konkurrenzfähig sein"

Quelle: SID


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