Vettel verpasst Pole Position knapp

Jubel im Scuderia-Lager. Zwar hat sich Lewis Hamilton (MercedesGP) die Pole Position beim Großen Preis von Bahrain gesichert. Aber Sebastian Vettel lag im Qualifying knapp dahinter. Bis zur letzten Runde musste Hamilton kämpfen. Bis zu diesem Zeitpunkt lag Vettel an der Spitze. Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg landete auf Platz drei. Vierter wurde Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari.

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"Ich bin sehr stolz darauf, die beiden Mercedes getrennt zu haben. Das war ein großer Schritt für uns. Wir sind ganz flott unterwegs und hoffen, dass wir im Rennen ein bisschen näher dran sind", sagte der viermalige Weltmeister Vettel (0,411 Sekunden Rückstand). Rosberg hingegen war kein bisschen zufrieden: "Die größte Enttäuschung ist, dass Sebastian vor mir ist. Das habe ich so nicht erwartet."
Das Spektakel in der Hitze des Golfstaats verspricht im Rennen am Sonntag (17.00 Uhr/RTL und Sky) jede Menge Spannung, denn Malaysia-Sieger Vettel ist in einer perfekten Position für den nächsten Angriff auf Mercedes. Eigentlich wollten die Silberpfeile den Sieg unter sich ausmachen, doch Rosberg zeigte Nerven und hatte satte 0,558 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen. In den vergangenen beiden Jahren hatte er in Bahrain noch jeweils die Pole geholt.
Der 29-jährige Rosberg wollte unbedingt zum ersten Mal in diesem Jahr wieder ganz nach vorne, doch nach seinem Auftritt unter Flutlicht stieg er frustriert aus seinem Auto. Erneut hatte er keine Chance gegen den souveränen Hamilton, der sich erstmals in seiner Laufbahn Platz eins in Bahrain sicherte. "Ich bin sehr glücklich, dass ich dieses Ziel erreicht habe. Die Runden waren ziemlich gut, und ich bin sehr dankbar. Wir sind in einer sehr guten Position hier", betonte der Brite.
Hülkenberg auf starkem 8. Platz
Am vergangenen Sonntag in China siegte der 30-Jährige vor Rosberg, ehe es im Duell der "Silberfeinde" erneut knallte. Rosberg warf seinem ungeliebten Stallrivalen Egoismus vor, weil dieser ihn durch zu langsames Fahren in große Bedrängnis gebracht hatte. Es folgte ein öffentliches Wortgefecht, mittlerweile hat der Rennstall das Thema für beendet erklärt. "So groß war das gar nicht, da hatten wir schon viel schlimmere Zeiten in unserem Duell", sagte Rosberg.
Vor dem vierten von 19 Saisonläufen führt Lewis Hamilton (68 Punkte) in der WM-Wertung vor Sebastian Vettel (55) und Nico Rosberg (51). Hamilton feierte in diesem Jahr bereits zwei Siege und will in Bahrain seinen Vorjahreserfolg wiederholen.
Nico Hülkenberg (Emmerich/+2,158) belegte im Force India einen starken achten Platz und darf sich nun sogar Hoffnung auf WM-Punkte machen. Beim vergangenen Rennen in China war der Rheinländer vor einer Woche früh mit Getriebeproblemen ausgeschieden. "Das ist eine schöne Überraschung", sagte Hülkenberg, der diese Position "so eigentlich nicht erwartet" hatte.
Ex-Weltmeister Jenson Button erlebt derweil ein Wochenende zum Vergessen und stapfte frustriert zu Fuß in die Boxengasse zurück. Wie schon zuvor in zwei Trainingseinheiten blieb sein lahmender McLaren-Honda auf der Strecke liegen. Der 35-jährige Brite muss ohne gezeitete Runde von ganz hinten starten und hat damit erneut nur minimale Chancen auf WM-Punkte.
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