Sebastian Vettel als Nachfolger von Helmut Marko bei Red Bull? - "Hat zu wenig Befürworter" im Rennstall

Nachdem offiziell bekannt gegeben wurde, dass Helmut Marko Red Bull am Ende des Jahres verlassen wird, haben die Spekulationen darüber, dass Sebastian Vettel ihn bei den Bullen "beerben" könnte, wieder zugenommen. Marko selbst glaubt jedoch nicht, dass für Vettel ein Platz bei Red Bull frei ist. Der viermalige Champion habe "zu wenig Befürworter" und würde sich "schwertun".

Red Bull: Sebastian Vettel und Helmut Marko im Gespräch

Fotocredit: AFP

Zwar gilt es als wahrscheinlich, dass Markos bisherige Position nicht nachbesetzt werden wird. Doch durch seinen Abschied werden dennoch gewisse Aufgabenfelder frei, von denen eben zum Beispiel Vettel einige übernehmen könnte.
"Ich glaube eher nicht", sagte Marko im Gespräch mit "oe24" jedoch und erklärte: "Er hat zu wenig Befürworter. Vor allem mit seiner - sagen wir - Antimobilitäts-Einstellung würde er sich schwer tun."
Vettel setzt sich bereits seit Jahren öffentlichkeitswirksam für das Thema Nachhaltigkeit ein und sprach sich beispielsweise für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen aus. Zudem outete er sich bereits mehrfach als Wähler der Grünen.
Marko deutete mit seinen Aussagen an, dass Vettel mit seinen Ansichten Probleme bei einer möglichen Rolle im Formel-1-Umfeld bei Red Bull bekommen könnte. Ohnehin hatte Marko bereits im Sommer erklärt, dass Vettel für Red Bull "kein Thema" sei.

Darum wird Helmut Marko kein TV-Experte

Daran hat sich auch nach Markos offiziellem Abschied offenbar nichts geändert. Vettel selbst verriet erst vor wenigen Wochen bei Sky, dass Gespräche mit Marko über eine mögliche Rolle bei Red Bull "zu nichts geführt" hätten.
Der Österreicher hat derweil übrigens kein Interesse daran, den Formel-1-Fans im kommenden Jahr zum Beispiel in einer Rolle als TV-Experte erhalten zu bleiben. "Nein, das interessiert mich nicht", so Marko.

Marko: "Bin ja nicht in Pension"

"Sonst geht's mir wie Franz Tost, dem Armen, der so gescholten wurde", betont er. Tost war in diesem Jahr beim Formel-1-Rennen in Brasilien als Co-Kommentator für den "ORF" im Einsatz, kassierte anschließend jedoch viel Kritik in den sozialen Medien für eine Aussage.
Der ORF veröffentlichte später sogar ein offizielles Statement, in dem man sich für Tosts Worte entschuldigte. Auf ähnlichen Ärger hat Marko keine Lust. "Ich bin ja nicht in Pension", stellt der 82-Jährige außerdem klar.
Er habe auch abseits der Formel 1 "genug Projekte", betont er und kündigt an: "Ich hab nicht vor, vom Gas zu gehen und zu verblöden."
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Quelle: Perform


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