Nach dem Restart des Rennens in Runde vier versuchte Schumacher, seinen 18. Platz auf der Strecke zu verteidigen. Dabei erwischte er jedoch den Scheitelpunkt in Kurve 4 nicht exakt, sein rechtes Vorderrad blockierte und er kam von der Ideallinie ab.
Danach setzte plötzlich Übersteuern ("Snap Oversteer") ein und Schumacher war nur noch Passagier. Er rutschte mit dem VF-21 ins Kiesbett, konnte aber weiterfahren. "Mit den Bedingungen war es nicht optimal, es war sehr windig, dementsprechend war es sehr schwierig, das Auto auf der Strecke zu halten", berichtete er im "Sky"-Interview.
"Dann hatte ich am Anfang auch gleich den Dreher, der hat uns ein bisschen weggebracht von den anderen Fahrern. Mit kalten Rädern bin ich einfach zu früh ans Gas gegangen und dann habe ich gleich das Heck verloren. Ich bin aber glücklich, dass ich das Rennen noch zu Ende fahren konnte", so Schumacher weiter.
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Die größte Herausforderung sei allerdings gewesen, die Pirelli-Reifen am Leben zu halten, schilderte Schumacher. "Speziell mit den ganzen blauen Flaggen war es extrem schwierig, die Temperaturen in den Reifen zu halten und dann versuchen, die wieder auf Temperatur zu bringen, war recht schwierig."

Schumacher zufrieden nach seinem F1-Debüt

Schumacher setzte bei seinem Debüt auf eine Zweistopp-Strategie. Er startete auf dem Medium-Reifen und wechselte zunächst in Runde 14 erneut auf einen frischen Satz Mediums. In Runde 33 absolvierte er einen zweiten Boxenstopp und wechselte auf den Hard.
Schon zu Rennbeginn hatte der Aufsteiger Mühe: "Ja, ich hatte leider nicht den besten Start erwischt. Und habe recht viel Wheelspin gehabt am Anfang. Dadurch dass in Kurve 1 alle wieder zusammen sind, war ich gleich wieder dabei und konnte dann in Kurve 2 außen wieder an meinem Teamkollegen vorbeifahren, der sich dann leider gedreht hat."
Nikita Mazepin verunfallte bereits in Kurve 3, das Rennen des Russen war damit nach nur wenigen Meter vorbei. Aber auch Schumacher musste erst einmal in den Rhythmus finden. "Generell war es doch noch einmal was anderes, auch mit den anderen Autos zusammen zu fahren."
Denn bislang war er es von den Testfahrten und den Freien Trainings eher gewohnt, allein auf der Strecke zu sein. Im dichten Feld musste er erst lernen, dass sich sein Abtrieb deutlich verringert beim Hinterherfahren. "Normalerweise haben wir beim Rennstart ungefähr 30 Prozent von unserer Downforce verfügbar, das ist ganz schön ein großer Step im Gegensatz zum alleine Fahren."
Daran habe er sich auf den ersten Metern erst gewöhnen müssen, gab Schumacher zu. "Durch die blauen Flaggen und das Hinterherfahren habe ich ein gutes Gefühl dafür bekommen." Genau das war auch das erklärte Ziel von Teamchef Günther Steiner: Erfahrungen sammeln und ins Ziel kommen. Dementsprechend fiel auch Schumachers Resümee aus: "Zu 95 Prozent bin ich zufrieden. Viel Positives, viel gelernt, viel Spaß gehabt. Und ich freue mich schon auf das nächste Wochenende."
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(Motorsport-Total.com)

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