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Bahrain - Lewis Hamilton und Mercedes schlagen vor F1-Saisonstart Alarm: "Haben große Probleme"
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Publiziert 18/03/2022 um 23:24 GMT+1 Uhr
Bei Mercedes schrillen nach dem ersten Trainingstag in Bahrain (Sonntag, 16:00 Uhr im Liveticker) die Alarmglocken: "Die Pace ist einfach nicht da", haderte George Russell und sieht die Silberpfeile weit weg von der direkten Konkurrenz um Red Bull und Ferrari. Und auch Lewis Hamilton ist nicht optimistischer: "Wir haben große Probleme", sagte er im Hinblick auf den Saisonauftakt am Sonntag.
Lewis Hamilton - Mercedes
Fotocredit: Imago
Der siebenmalige Weltmeister landete am Freitag in Sachir mit 1,2 Sekunden Rückstand nur auf dem neunten Platz, Teamkollege Russell wurde immerhin Vierter (+0,593). Doch das sah laut dem Briten besser aus, als es in Wirklichkeit war.
"Das ist nur eine Runde. Ich denke nicht, dass man zu viel in die Rundenzeit lesen kann. Die Pace mit viel Sprit ist repräsentativer, und da waren wir konstant mehr als eine Sekunde langsamer als unsere Gegner", haderte er.
"Es ist klar, dass wir bei den Rundenzeiten nicht dort sind, wo wir sein wollen. Wir haben ein paar Fortschritte gemacht und ein paar Probleme gelöst, aber die Pace ist einfach nicht da", sagte Russell klar. "Wir müssen uns heute Abend die Daten anschauen und verstehen, wo wir Probleme haben."
Lewis Hamilton hatte zu den "unsichtbaren" Problemen noch ein paar sichtbare. Bereits bei seinem ersten Run beschwerte er sich darüber, dass sein Auto zu stark springen würde. Später meldete er noch Schwierigkeiten mit der rechten Vorderbremse. Zudem gab es Probleme mit seinem DRS, was auf der Geraden zusätzlich Zeit kostete.
Hamilton und Russel mit dem W13 unzufrieden
Das berühmte Porpoising war dabei wieder einer der Faktoren. Doch weil Mercedes zum ersten Mal in diesem Jahr zwei Autos gleichzeitig auf die Strecke schicken konnte, nutzte man die Zeit, um Vergleichstests zu fahren, wie man dem Problem am besten Herr werden kann.
"Allerdings haben wir immer noch Probleme damit, das Heck des Autos tiefer abzustimmen", sagte der leitende Renningenieur Andrew Shovlin. "Und der Versuch, dies zu erreichen, hat den Fahrern in der zweiten Session eine ziemlich holprige Zeit beschert."
Doch selbst ohne die auffälligen Probleme wäre Mercedes nicht vorne dabei. "Wir sind aktuell nicht zufrieden mit dem Auto", sagte Russell. Jetzt geht es darum, die Gründe herauszufinden, denn der W13 scheint unter keinen Bedingungen wirklich schnell zu sein.
Hamilton schlägt Alarm: "Haben große Probleme"
"Wir fahren an so vielen unterschiedlichen Zeitpunkten am Tag und probieren viele Dinge aus, um die Performance zu verbessern. Es gibt so viele Faktoren", sagte er. "Wir versuchen, das Potenzial zu entfalten, von dem wir glauben, dass es da ist. Aber wir haben einfach Probleme, es freizusetzen."
"Und egal, was wir versuchen: Wir machen einen Schritt vor und zwei zurück", haderte der Brite. Auch Hamilton sagte, dass Mercedes' Probleme in der Vergangenheit klein waren im Gegensatz zu den aktuellen.
"Wir haben große Probleme, und was wir bisher versucht haben, hat sie nicht gelöst", sagte Hamilton, "wir können über Nacht leider nicht viel daran ändern, es ist liegt ja nicht am Setup.", sagte er und machte sich für das Wochenende in Bahrain wenig Hoffnung.
"Egal, was wir tun, um es zu lösen: Irgendwie ändert sich nichts. Es wird vermutlich etwas länger dauern", fürchtete Hamilton. Russell stimmte zu: "Wir hoffen, dass wir es für dieses Wochenende lösen können, aber im Moment sind wir nicht vorne dabei und haben Arbeit vor uns."
Russell: "Sind weit weg von Red Bull und Ferrari"
Doch einfach das Auto praktisch auf den Kopf stellen, sei für ihn auch keine Lösung: "Wir haben immer noch ein Rennwochenende vor uns und müssen das Beste aus der Situation machen und vielleicht Schadensbegrenzung betreiben", so Russell.
Sein Fazit: "Wir sind weit weg von Red Bull und Ferrari, und selbst AlphaTauri und Alfa Romeo scheinen auf Augenhöhe oder sogar schneller zu sein."
Laut Shovlin könne man über Nacht zumindest einige "relativ einfache Verbesserungen" an der Balance vornehmen. "Aber mehr als ein paar Zehntel werden wir dadurch nicht finden", erklärte er.
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Der F1-Saisonstart in Bahrain: Alle Fragen und Antworten
Quelle: SID
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