Red-Bull-Chaos in Bahrain: Helmut Marko erklärt Aus von Verstappen und Pérez - Probleme mit Benzinversorgung

Lange steuerte Red Bull beim Auftaktrennen in Bahrain auf ein Top-Ergebnis zu. Max Verstappen kämpfte mit Charles Leclerc um den Sieg, Sergio Pérez fuhr in Schlagdistanz zum Podest. Doch in der Schlussphase entwickelte sich das Rennen zum Debakel: Erst schied Verstappen aus, dann drehte sich Pérez und fiel ebenfalls aus. Offenbar hatten beide Fahrzeuge ein Problem mit der Benzinversorgung.

Max Verstappen

Fotocredit: Getty Images

Das vermeldete das Red-Bull-Racing-Team unmittelbar nach dem Rennen. Helmut Marko bestätigte diese Meldung wenig später. Obwohl noch ausreichend Benzin im Tank war, kam kein Sprint mehr im Motor der beiden Fahrzeuge an. Beide Motoren liefen trocken.
"Die Defekte von Verstappen und Pérez scheinen derselbe zu sein", sagte der Motorsport-Konsultent nach dem Drama im "ORF". Auch der Dreher des Mexikaners sei auf dieses Problem zurückzuführen. Der 32-Jährige verlor in der ersten Kurve der letzten Runde das Auto und fiel aus den Punkten.
"Zum Schluss ist es irgendwo in der Benzinzufuhr bei beiden Autos gescheitert", so Marko. "Das ist auch der Grund, warum sich Pérez gedreht hat, weil er in der Kurve keine Leistung mehr hatte", erklärte er.
Woher das Problem mit der Benzinpumpe rührte, konnte der 78 Jahre alte Grazer noch nicht sagen. "Wir haben keine schlüssige Erklärung", sagte Marko im "ORF". "Es ist etwas, das völlig neu aufgetreten sein muss. Ob es ein Defekt ist, in der Elektronik liegt oder was auch immer", rätselte er.

Horner hadert mit dem Ergebnis

Bei den Testfahrten hatte die Benzinpumpe keinerlei Probleme gemacht. "Wir haben Tests gemacht, bei denen wir die Tanks bis auf einen Liter leergefahren haben. Es muss irgendwas kaputtgegangen sein", erklärte Marko gegenüber "Sky".
Auch Teamchef Christian Horner konnte nach dem Rennen noch keine genaue Analyse des Defektes geben.
"Wir wissen noch nicht genau, was es war", erklärte der Red-Bull-Boss, kündigte aber an: "Wir müssen der Sache auf den Grund gehen und sie verstehen. Wir werden die Autos zerlegen, uns das anschauen und den Fehler finden."
Der Red-Bull-Boss ärgerte sich nach dem enttäuschenden Auftakt ohne einen einzigen Zähler: "Es ist ein brutales Ende für uns in diesem Rennen. Was nach einer ordentlichen Anzahl an Punkten aussah, hat sich am Ende einfach in Luft aufgelöst."
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So erklärt Verstappen seine Vertragsverlängerung bei Red Bull

Quelle: SNTV

Red Bull mit Rückstand auf Ferrari

Doch der Red Bull kämpfte in den letzten Runden nicht nur mit der Benzinversorgung. Weltmeister Verstappen hatte in der Endphase des Rennens ebenfalls Probleme mit der Servolenkung, wie Marko erklärte: "Er hat kaum noch lenken können."
Aber: Auch ohne die Defekte hätte Verstappen in der Schlussphase nach dem Safety Car wohl nicht mehr an Leclerc vorbeiziehen können, wie Horner zugab. "Die Ferrari waren einfach ein bisschen schneller als wir. Wir hatten unsere Chance, haben es versucht. Aber sie hatten heute das bessere Auto", so der 48 Jahre alte Brite.
"Es war nicht unser Tag", konstatierte Marko im "ORF".

Verstappen wütet wegen Strategie

Unzufrieden war Verstappen aber auch wegen der Strategie seines Teams. Nach beiden Boxenstopps war der Versuch eines Undercuts gegen Charles Leclerc gescheitert. Zuvor hatte das Team den Weltmeister angewiesen, in der Out-Lap auf die Reifen aufzupassen. "Ich mache das nie wieder", polterte Verstappen über das Teamradio.
"Wir hatten eine ganze Reihe von Problemen", so der Weltmeister. Trotz aller Probleme verließ der Weltmeister Bahrain mit einem positiven Gefühl. "Die Pace ist da, wir haben um den Sieg gekämpft. Das ist also kein großes Problem."
Doch hinsichtlich der Benzinproblematik müssen schnellstmöglich Antworten her. Schon am kommenden Wochenende wollen Verstappen und Pérez in Saudi Arabien (19:00 Uhr im Liveticker) die Verfolgung der Ferrari aufnehmen.
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Der F1-Saisonstart in Bahrain: Alle Fragen und Antworten

Quelle: SID

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