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Bahrain: Fernando Alonso hat Blut geleckt - Aston Martins Podiums-Coup in der Wüste ist erst der Anfang
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Publiziert 06/03/2023 um 15:28 GMT+1 Uhr
Fernando Alonso hat bei Aston Martin das Steuer von Sebastian Vettel übernommen und findet wie von Zauberhand ein Top-Auto vor. Der Spanier errang beim Grand Prix von Bahrain einen viel umjubelten dritten Platz und macht dem britischen Rennstall Hoffnungen auf eine grandiose Saison. Alonso hat in der Wüste Blut geleckt - und nimmt nun sogar Red Bull und Max Verstappen ins Visier.
Fernando Alonso feiert nach dem Rennen von Bahrain
Fotocredit: Getty Images
"Ooooh, Fernando Alonso" schallte es durch das Fahrerlager, ein Pulk von Fotografen versammelte sich vor der Garage von Aston Martin - und dann kam endlich, mit seinem Pokal um die Wette strahlend, der von seiner Crew besungene Altmeister.
Auch wenn sich der Eindruck aufdrängte: Gewonnen hat Fernando Alonso den Saisonauftakt in Bahrain nicht. Doch beim Erfolg von Doppelweltmeister Max Verstappen wirkte der drittplatzierte Spanier wie der zweite große Sieger.
"Das ist erst der Anfang. Dieses Auto wird noch weiterentwickelt", freute sich Alonso nach seinem 99. Podium in der Formel 1 - und dem erst zweiten seit 2014. Das gesamte Wochenende habe sich für ihn "wie ein Traum" angefühlt.
Und tatsächlich: Alonso, der im Misserfolg griesgrämig und verletzend sein kann wie kein Zweiter im Feld, strahlte in den Tagen von Bahrain wie zu besten Zeiten.
"Magic Alonso" trotzt dem Altersunterschied
Diese liegen lange zurück: 2005 und 2006, als er seine WM-Titel gegen Michael Schumacher errang, war noch keiner seiner heutigen Kontrahenten in der Königsklasse aktiv. Und als Alonso im März 2001 debütierte, war Rookie Oscar Piastri nicht mal geboren. Doch "Magic Alonso" (Marca), austrainiert und ehrgeizig wie eh und je, sieht sich noch lange nicht auf der Zielgeraden.
"Auf jeden Fall" glaube er an seinen 33. Formel-1-Sieg, den ersten seit 2013, "denn wir haben noch 22 Chancen in dieser Saison". Über den Winter, mit dem Wechsel von Sebastian Vettel zu ihm und dem Austausch des letztjährigen, flügellahmen Aston Martin gegen den AMR23 ist dem ambitionierten Team ein Quantensprung gelungen - eine Entwicklung, die auch Dauersieger Verstappen aufmerksam verfolgt.
"Sie haben ein sehr gutes Auto, auf einigen Strecken werden sie ein Sieganwärter sein", sagte der Niederländer, der in Sakhir mit einem ungefährdeten Erfolg seine Mission Titel-Hattrick standesgemäß gestartet hat.
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Fernando Alonso gelang in Bahrain ein grandioser Auftakt
Fotocredit: Getty Images
Aston Martin nutzt Ratlosigkeit bei Ferrari und Mercedes aus
Hinter den Bullen aber, und das ist ebenso eindeutig, bringt sich das mit zahlreichen Top-Ingenieuren verstärkte Aston Martin in Position - während Ferrari und Mercedes ratlos erscheinen.
"Jedes Rennen" werde Red Bull gewinnen, sagte Mercedes-Pilot George Russell nach Rang sieben. Sein Teamchef Toto Wolff ordnete am "Sky"-Mikrofon prägnant ein: "Red Bull ist auf einem anderen Planeten unterwegs. Aston Martin hatte das zweitschnellste Auto, deren Entwicklung ist unglaublich. Bei uns: Seuche."
Und bei Ferrari mangelt es nicht nur an Geschwindigkeit, sondern auch an Haltbarkeit. Beim SF-23 von Charles Leclerc wurde vor dem Rennen vorsorglich die Batterie gewechselt, im Grand Prix streikte der Antrieb. "Es gibt viel Raum für Verbesserungen", sagte der neue Ferrari-Teamchef Fred Vasseur beschönigend.
Lange Jahre, vor allem bei McLaren, hatte Alonso ähnliche Analysen treffen müssen. In seiner 20. Saison, natürlich Formel-1-Rekord, darf er endlich wieder nach vorn schauen. Wie stark das Auto ist, belegt schließlich auch der sechste Platz seines Teamkollegen Lance Stroll - mit gebrochenem Zeh und keine zwei Wochen nach einer Handgelenk-OP.
"Warten wir ab, was in Dschidda und Australien passiert, es sind andere Streckentypen", sagte Alonso, "aber wenn wir in den nächsten beiden Rennen stark sind, werden wir ein sehr gutes Jahr 2023 haben."
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(SID)
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