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GP von Belgien: Charles Leclerc zu schnell in der Boxengasse - Ferrari verzockt Platz fünf in Spa
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Publiziert 28/08/2022 um 17:17 GMT+2 Uhr
Auch nach der Sommerpause bleiben Ferrari und Charles Leclerc vom Pech verfolgt. Nach einem durchwachsenen Rennen fuhr der Monegasse als Fünfter zehn Punkten entgegen. Doch kurz vor dem Ende holte die Scuderia-Crew den 24-Jährigen an die Box, um den Extrapunkt für die schnellste Runde einzufahren. Schnell war Leclerc daraufhin aber nur in der Boxengasse - und verlor dadurch zwei wichtige Punkte.
Charles Leclerc
Fotocredit: Getty Images
Statt elf Zählern für Rang fünf und den Zusatzpunkt verlässt der Ferrari-Pilot die Traditionsstrecke nur mit acht Punkten. Ein Debakel! Denn zuerst wurde Leclerc nach seinem Reifenwechsel in einen Zweikampf mit Fernando Alonso verwickelt und verpasste so die schnellste Rennrunde.
Zwar kassierte er den Spanier im Alpine noch auf der Strecke und sah die Zielflagge als Fünfter, wurde danach aber mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt und verlor die zwei Punkte wieder an den zweimaligen Weltmeister.
Bizarr: Die Strafe brummte die FIA dem Monegassen auf, weil er bei seinem Stopp kurz vor Schluss zu schnell durch die Boxengasse gefahren war. Am Ende fehlten Leclerc 1,7 Sekunden auf Alonso. Die Schuld für den Fauxpas nahm der Scuderia-Pilot nach dem Grand Prix auf sich.
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"Wir haben während des Rennens darüber gesprochen, und am Ende haben wir entschieden, zu stoppen. Das ist mein Fehler, Punkt", erklärte Leclerc. Mehr Sorgen bereitet ihm aber die Dominanz der Red Bull in Spa. "Auf der anderen Seite waren wir an diesem Wochenende einfach nicht schnell genug und das ist das größte Problem", sagte er nach dem Rennen bei "Sky".
Ferrari patzt bereits am Samstag
Noch schlimmer für Leclerc und die Tifosi: Die schnellste Runde fuhr dagegen ausgerechnet WM-Leader Max Verstappen (Red Bull). Der Niederländer war es auch, der den Großen Preis von Belgien gewann und seinen Vorsprung in der Formel-1-Weltmeisterschaft weiter ausbaute.
Leclerc verlor den zweiten Platz in der WM an Sergio Pérez, der in Spa Zweiter wurde und den Red-Bull-Doppelsieg komplettierte. Teamchef Mattia Binotto nahm seinen Piloten allerdings in Schutz und verteidigte die Taktik: "Ich denke, es war die richtige Entscheidung, denn du musst in der Formel 1 mutig sein. Es gab die Möglichkeit auf die schnellste Rennrunde."
Schon beim Qualifying am Samstag war dem italienischen Rennstall ein Fauxpas unterlaufen. Während seines ersten Versuchs in Q3 hatten die Mechaniker einen frischen Satz weiche Reifen montiert. "Tut uns leid, das war ein Fehler", entschuldigte sich der Renningenieur noch während der Session bei seinem Fahrer.
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