GP von Belgien - Pressestimmen zum Drama um Mercedes-Pilot George Russell in Spa: "Betörend und dann brutal grausam"

George Russell sicherte sich beim Großen Preis von Belgien in Spa überraschend den Sieg. Der Jubel beim Mercedes-Piloten war groß, ehe ihm zwei Stunden nach Rennende sämtliche Freude genommen wurde. Weil sein Auto zu leicht war, disqualifizierten die Rennkommissare den Engländer - Teamkollege Lewis Hamilton erbte den Sieg. Die internationale Presse strich die Grausamkeit des Sports heraus.

Zurück im Geschäft: Hamilton ist der Fahrer der Stunde

Quelle: Perform

"Herzzerreißend", schrieb Russell am Abend in den sozialen Medien: "Wir hatten 1,5 kg Untergewicht. Wir haben heute alles auf der Strecke gegeben und ich bin stolz darauf, die Ziellinie als Erster überquert zu haben. Es wird noch mehr kommen." Teamkollege Lewis Hamilton erbte den Sieg - es ist sein 105. in der Formel 1.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff reagierte in einem Teamstatement einsichtig. "Wir haben eindeutig einen Fehler gemacht und müssen sicherstellen, dass wir daraus lernen", sagte der Österreicher. Man müsse sich "bei George entschuldigen", den Doppelsieg zu verlieren sei "frustrierend".
Laut Reglement blieb den Stewards keine andere Alternative als die Disqualifikation. Die internationale Presse unterstrich im Nachgang, wie nah Freude und Trauer im Sport beieinanderliegen.
Die internationalen Pressestimmen zum Grand Prix von Belgien.

ENGLAND

The Guardian: "George Russell durchlebte die ganze Bandbreite an Emotionen von Euphorie bis hin zu Herzschmerz in dem wohl schmerzhaftesten Rennen seiner Karriere. Der britische Fahrer hatte den Großen Preis von Belgien gewonnen, doch zwei Stunden später wurde ihm der Sieg wieder aberkannt. Der Sport erinnerte alle daran, dass er auf einen Schlag unberechenbar, betörend und dann brutal grausam sein kann."
The Sun: "George Russell wurde der Sieg beim Großen Preis von Belgien entrissen, als er brutal disqualifiziert wurde. Das Auto des Mercedes-Piloten lag nach dem Rennen um 1,5 kg unter dem Mindestgewicht."

NIEDERLANDE

De Telegraaf: "Ist das Glas halb voll oder halb leer? Wer pessimistisch auf die Leistung von Max Verstappen und Red Bull blickt, sieht, dass der WM-Leader zum ersten Mal seit 2020 vier Rennen in Folge nicht gewonnen hat. Aber auch in Belgien ist der Limburger nach einem vierten Platz gegen den enttäuschenden Lando Norris wieder 'knapp' davongekommen."

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Hamilton feiert seinen zweiten Erfolg in dieser Formel-1-Saison, die immer verrückter und unvorhersehbarer wird. Verstappens Red Bull ist kein Raumschiff mehr. SuperMax gewinnt seit vier Rennen in Folge nicht, wie es bei ihm seit 2020 nicht mehr der Fall war. Die Konkurrenz wächst: Positiv für ihn ist, dass sich die Rivalen gegenseitig fressen."
Corriere dello Sport: "Verstappen rettet ein schwieriges Wochenende, aus dem Hamilton verdient als Sieger hervorgeht. Lewis startet wie ein Löwe und verteidigt sich bis zum Schluss."
Tuttosport: "Ferrari hinkt hinterher: Leclerc kämpft so, wie es ihm sein SF-24 erlaubt. Sein dritter Platz ist die Krönung eines soliden Wochenendes für Maranello."
Corriere della Sera: "Hamilton siegt dank der Waage, Leclerc muss sich mit einem bitteren dritten Platz begnügen. Dies ist ein zu geringes Resultat, um sich freuen zu können. Ferraris Juli geht mit einer enttäuschenden Bilanz und vielen Zweifeln zu Ende. Der technische Neustart nach dem Wechsel des zu Aston Martin gezogenen Enrico Cardile wird in Maranello noch Zeit erfordern."
La Stampa: "Vier Teams sind im Kampf um den Sieg. Hamilton bestreitet ein perfektes Rennen, das Beste seit langer Zeit. Verstappen nimmt sich dagegen eine Pause."
La Repubblica: "McLaren verschwendet sich, das beste Auto muss sich mit Piastris zweitem Platz begnügen. Schade für Russell, der ein unscheinbares Rennen in eine unvergessliche Leistung umwandeln konnte."

ÖSTERREICH

Kronen Zeitung: "Wie gewonnen, so zerronnen: Mercedes-Pilot George Russell wird zweieinhalb Stunden nach seinem vermeintlichen Sieg beim Großen Preis von Belgien disqualifiziert."

SCHWEIZ

Blick: "Es ist eigentlich ein perfekter Mercedes-Sonntag in Spa. George Russell wechselt nach zehn Runden die Reifen – und danach gar nicht mehr. So holt sich der Brite letztlich seinen dritten GP-Sieg. Aber die Stewards machen Russell und Mercedes einen dicken Strich durch die Rechnung!"
Das könnte Dich auch interessieren: Nackenschlag nach großem Jubel: Mercedes-Drama in Spa
(SID)

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung