F1 Belgien: Red Bull erstmals ohne Ex-Teamchef Christian Horner in Spa - Wendung bei Max-Verstappen-Gerüchten?

Red Bull startet beim Großen Preis von Belgien erstmals ohne den Ex-Teamchef Christian Horner, der beim österreichischen Rennstall rausgeschmissen wurde. Auch für Max Verstappen hat das Rennen in Spa eine große Bedeutung. Will er nochmal in den Titelkampf eingreifen, muss er in Belgien schleunigst besser punkten. Über allem Trubel bei Red Bull steht außerdem noch der Mercedes-Verstappen-Flirt aus.

14 WM-Titel in 20 Jahren: Red Bull setzt Horner vor die Tür

Quelle: Perform

Formel-1-Weltmeister Max Verstappen hat in den vergangenen zwei Wochen offenbar die Ärmel hochgekrempelt, um Red Bull nach dem Ende der Horner-Ära gemeinsam mit dem neuen Teamchef Laurent Mekies zurück in die Erfolgsspur zu führen.
"Ich war nach Silverstone wieder im Werk, um etwas Zeit im Simulator mit dem Team zu verbringen, und ich freue mich darauf, eng mit Laurent zusammenzuarbeiten", sagte er.
Der neue Mann an der Spitze von Red Bull steht nach dem Rausschmiss von Ex-Teamchef Christian Horner nach 20 Jahren vor der großen Herausforderung, dem Champion schnellstmöglich ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung zu stellen.
Andernfalls droht der Verlust des Topstars: Verstappen, der auch Zeit mit der Familie im Urlaub verbrachte, soll sich jüngst mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff auf Sardinien getroffen haben. Die Spekulationen um einen Abgang des viermaligen Champions zu den Silberpfeilen wurden so einmal mehr mächtig befeuert.

Marko glaubt an Verstappen-Verbleib

Wolff machte bislang selten einen Hehl aus seinem Interesse an Verstappen und dieser vermied zuletzt immer wieder ein klares Bekenntnis zu seinem Team. Trotzdem gibt sich Red Bull nach außen hin weiter entspannt.
"Max kann sich treffen, mit wem immer er will", sagte Motorsportberater Helmut Marko im "oe24"-Interview. Red Bull habe einen "gültigen Vertrag" bis 2028 mit ihm "und wir gehen davon aus, dass Max bei uns bleibt".

Wolff gibt sich erstmals defensiver

Zuletzt gab sich allerdings auch der Mercedes-Teamchef für einen Verstappen-Wechsel zu 2026 etwas defensiver: "Wenn man sich unsere Situation mit Kimi [Antonelli] und George [Russell] anschaut, dann haben wir ein perfektes Fahrerduo, das wir sehr schätzen und in dem wir die Zukunft sehen", sagte Wolff vor wenigen Wochen zu "Sky Sports F1".
Eine endgültige Entscheidung zur Zukunft wollte aber auch der 53-Jährige nicht geben: "Es gibt eben auch einen viermaligen Weltmeister, der entscheiden muss, was er in Zukunft tun möchte. Und als Teamchef muss man beobachten, wie sich die Dinge entwickeln. Ich halte es allerdings für sehr unwahrscheinlich, dass es tatsächlich dazu kommt", erklärte Wolff.
Zumindest langfristig wird Mercedes die Situation von Verstappen unabhängig seiner Entscheidung weiter beobachten: "Man weiß nicht, wie die Dinge in drei oder fünf Jahren aussehen. Deshalb muss man auch langfristige Überlegungen anstellen", gab Wolff zu bedenken.

Verstappen und Red Bull hoffen auf Turnaround in Spa

69 Punkte fehlen Vertsappen nach der Hälfte der Saison schon auf Spitzenreiter Oscar Piastri im McLaren - solch ein Rückstand konnte in 75 Jahren Formel 1 noch nie aufgeholt werden. Verstappen selbst betonte zuletzt ohnehin immer wieder, "sowieso nicht" um die WM zu kämpfen, sein engster Red-Bull-Vertrauter Marko gibt die Hoffnung aber nicht auf.
"Noch sind 332 Punkte zu holen, das ist ein ordentliches Paket. Wir hoffen, dass die Updates, die wir in Spa und Budapest bringen, greifen", sagte Marko. Zugleich räumte der Österreicher ein, dass "davon auszugehen" sei, dass die Titelverteidigung gelaufen ist, sofern Verstappen den favorisierten McLaren in Spa nicht gefährlich werden könne.

Neue Teile und "Lieblingsstrecke" für Verstappen

Neben dem Lichtblick der neuen Teile könnte dem im belgischen Hasselt geborenen Verstappen aber auch das wechselhafte Wetter auf seiner "Lieblingsstrecke" in den Ardennen in die Karten spielen. Vor allem im Grand Prix am Sonntag (15:00 Uhr im Liveticker) herrscht eine hohe Regenwahrscheinlichkeit, der Sprint am Samstag (12:00 Uhr im Liveticker) soll wohl trocken bleiben.
Ob dieser Aussichten scheint Verstappen hochmotiviert - auch wegen seiner Fans. "In Belgien gibt es immer große Unterstützung von der Orange Army, und es ist wie ein zweites Heimrennen für mich", sagte er. Eine Überraschung scheint also durchaus möglich, ob sie Verstappen aber weiter bei Red Bull halten würde, ist offen. Der Einfluss von Neuankömmling Mekies dürfte sich nämlich erst in einigen Monaten bezahlt machen - vielleicht zu spät.
Das könnte Dich auch interessieren: Formel-1-Comeback? Vettel wird deutlich
picture

Nach 239 Rennen auf dem Podium: die Zahlen zu "Hulks" Coup

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung