GP von Belgien - Lando Norris von McLaren warnt nach starkem zweiten Rang im Training: "Nicht zu früh freuen"

Trotz Platz zwei im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Belgien bleibt Weltmeister Lando Norris äußerst skeptisch. "Ich bin immer noch nicht mit dem Auto zufrieden", so seine Einschätzung nach beiden Sessions."Es ist weiterhin sehr, sehr schwer zu fahren, aber sind anscheinend etwas näher dran. Aber", so der Weltmeister, "wir sind am Freitag im Freien Training immer recht nah dran".

Lando Norris in Spa

Fotocredit: Getty Images

Er ergänzte: "Ich glaube, wir zeigen einfach mehr Pace als einige unserer Kontrahenten. Von dem, was wir sehen können, haben wir zwischen Training eins und zwei einige Fortschritte gemacht und sind anscheinend recht konkurrenzfähig."
Im ersten Freien Training landete Oscar Piastri auf dem fünften Platz, während Norris die Session auf Rang sieben beenden könnte. Zur Bestzeit von Max Verstappen fehlten jeweils rund vier und acht Zehntelsekunden. Das zweite Freie Training konnte Norris knapp zwei Zehntelsekunden hinter Spitzenreiter Kimi Antonelli beenden, während Piastri auf Rang sechs fast eine ganze Sekunde fehlte.
"Wir sollten uns nicht zu früh freuen", lautet die Einordnung von Norris. "Wir sollten nichts Außergewöhnliches erwarten."
Dazu betont der McLaren-Pilot: "Uns fehlt es überall an Deployment. Ehrlich gesagt fehlt uns das auf jeder Geraden. Am schlimmsten ist es in Blanchimont. Wir gehen da von 320 km/h auf 270, weil uns einfach die Batterie ausgeht. Daher clippen wir auf jeder Geraden."

McLaren mit Training zufrieden

Dabei betont der Technikchef, dass man mit der Performance im Freien Training durchaus zufrieden ist. Dennoch gesteht Houldey: "Lando hat in der Session das meiste aus dem Auto herausgeholt. Daher glaube ich nicht, dass wir wirklich auf Position zwei liegen."
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Lando Norris in Spa

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In Spa setzt McLaren auf modifizierte Heckflügel-Endplatten und einen Heckflügel für geringeren Luftwiderstand. Bei Mercedes gibt es neben einem neuen Heckflügel haben die Silberpfeile auch die Winglets an der Hinterachse und die Frontflügel-Endplatte optimiert.

Startplatzstrafe für Norris

Nicht nur aufgrund der Upgrades bleibt das Bild nach dem Freitag unklar. Durch den hohen Energiebedarf der Strecke und die Frage nach dem perfekten Deployment waren die Abstände in FT2 ungewöhnlich groß. Zudem wird Norris an diesem Wochenende aufgrund von neuen Motorenteilen mit einer Startplatzstrafe in den Großen Preis von Belgien gehen.
Das Problem, mit dem Norris und Piastri auf der Ardennen-Achterbahn zu kämpfen haben, scheint das Werksteam von Mercedes nicht zu betreffen. Vergleicht man die Bestzeiten von Norris und Antonelli auf GP-Tempo, dann fallen sofort massive Unterschiede zwischen den beiden Boliden auf.

Technikchef sieht "noch einige Möglichkeiten"

Auf dem Weg in Richtung Eau Rouge verliert Norris im Vergleich zum Mercedes ein wenig Speed. In der Bergab-Passage dürfte der MCL40 folglich weniger elektrische Energie einsetzen, die er dafür auf der folgenden Kemmel-Geraden nutzt. Dafür beginnt Antonelli auf dem Weg in Richtung der Les-Combes-Schikane früher mit dem "Superclipping".
Auch auf dem Rest des Kurses setzt Norris seine Energie anders ein, beispielsweise am Ausgang von Pouhon. Hier liegen die Rundenzeiten der beiden Piloten zeitweise äußerst eng beieinander. Dennoch bleibt Antonelli letztlich überlegen und kann in Blanchimont, wie von Norris thematisiert, deutlich mehr Energie einsetzen und seinen Vorsprung ausbauen.
"Ich denke, wir haben beim Deployment noch einige Möglichkeiten", so die Einschätzung von McLaren-Technikchef Neil Houldey. "Jeder hat für den Rest des Wochenendes Möglichkeiten, das perfekte Deployment zu finden."
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Quelle: Perform


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