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Formel 1 GP von Spa - George Russell ärgert sich in Belgien nach DNF über seinen Mercedes-Motor: "Mir fehlen die Worte"
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Publiziert 19/07/2026 um 18:44 GMT+2 Uhr
Die enttäuschende Horror-Saison von George Russell setzte sich auch in Spa-Francorchamps fort: Der Mercedes-Pilot strandete beim Großen Preis von Belgien nach einer Kollision mit Ferrari-Pilot Lewis Hamilton, seinem langjährigen Teamkollegen, schon in der ersten Runde im Kiesbett und muss damit bereits seine dritte Nullnummer in diesem Jahr hinnehmen. Danach fluchte der Brite über dem Motor.
Für George Russell war beim GP von Belgien schon früh Feierabend
Fotocredit: Getty Images
Die Kollision ist für Russell gar nicht einmal das größte Ärgernis: Stattdessen war es wieder einmal der Leistungsverlust seines Mercedes-Motors, der ihn besonders sauer machte. "Un-fucking-acceptable", schimpfte er bereits kurz nach dem Ausfall im Teamfunk (zum Rennbericht).
Was genau er damit gemeint hat? "Ich hatte einen guten Start, kam hervorragend durch die erste Kurve und hing direkt hinter Verstappen. Aber aus irgendeinem Grund entschied sich die Batterie, in Kurve 1 nicht zu laden", ergänzte der Mercedes-Pilot mit Blick auf sein eigentliches Problem.
"Ich fuhr also durch die erste Kurve, die Batterie lud nicht, und ich kam mit einem Ladestand von nur 35 Prozent aus der Kurve." Deshalb hatte Russell dann auch Probleme mit dem Boost: "Der Turbo regelte nicht richtig, sodass mir die Leistung fehlte", sagte er.
"Ich erreichte den höchsten Punkt der Eau Rouge mit null Prozent Batterieladung. Ehrlich gesagt war das gefährlich. Ich wurde von drei Autos überholt", berichtete der 28-Jährige. Im Vergleich zur Konkurrenz fehlte ihm schlichtweg die Leistung, weshalb er auf der Kemmel-Geraden plötzlich langsamer wurde.
"Ich hatte das Gefühl, in einer guten Position zu sein und um die Führung zu kämpfen. Und dann plötzlich kein Strom mehr, und alles war weg", so Russell, der kurz danach mit Hamilton kollidierte. "In diese Situation hätte ich eigentlich gar nicht erst geraten dürfen. Das ist es, was mich am meisten ärgert."
Russell sieht Kollision mit Hamilton als Rennunfall
Den Zusammenstoß mit dem Ferrari-Piloten verbuchte Russell letztlich als Rennunfall. "Vielleicht hätte ich etwas weiter rausfahren können, vielleicht hätte er etwas stärker bremsen können", ergänzte er. "Er hat es nicht mit Absicht getan. Er trug zwar mehr Schuld als ich, aber er hat nichts Rücksichtsloses getan."
Anders als Russell machten die Sportkommissare jedoch den Rekordweltmeister als alleinigen Verursacher des Unfalls aus. "Das Auto hat vor mir reingezogen. Ich war direkt hinter einem anderen Auto, hatte deshalb keinen Grip auf der Vorderachse", versuchte sich Hamilton im Funk noch zu rechtfertigen.
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George Russell (l.) krachte in Belgien mit Lewis Hamilton (r.) zusammen
Fotocredit: Getty Images
Ohne Erfolg: Der Brite bekam eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt, die er vor seinem Boxenstopp absitzen musste. Zwar hielt sich der reine Zeitverlust in Grenzen, da Hamilton den Stopp während eines virtuellen Safety-Cars absolvieren konnte - allerdings touchierte er beim Losfahren prompt einen Mechaniker, was abermals wertvolle Sekunden kostete.
"Jeden Tag was Neues": Russell äußert Kritik an Mercedes
Für Russell spielt all das letztlich keine Rolle: Durch den bitteren Ausfall in Belgien verliert der Mercedes-Pilot im internen Duell erneut wertvollen Boden auf Teamkollege Antonelli. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", resümierte der Brite bei "Sky" frustriert. "Mir fehlen die Worte, es ist einfach ..."
Kurios: Bereits am Samstag hatte Russell mit Leistungsverlust zu kämpfen - ein Problem, das laut Teamchef Toto Wolff über Nacht eigentlich behoben worden war. "Wir haben was gefunden am Motor definitiv, was ihn mehr Energie gekostet hat als auf allen anderen Mercedes-Motoren", sagte der Österreicher vor dem Rennen bei Sky. "Und hoffentlich ist das jetzt besser."
Doch nur wenige Minuten später wurde der Mercedes-Pilot auf der Kemmel-Geraden förmlich aufgefressen. "Diesmal ist es etwas völlig anderes", konstatierte der 28-Jährige und kann sich mit Kritik an seinem Arbeitsgerät kaum noch zurückhalten: "Es gibt jeden Tag [etwas Neues]."
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George Russell flog in seinem Mercedes schon früh aus dem Rennen
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"Ich weiß es zu schätzen, dass alle hart an der Lösung des Problems arbeiten, aber ich stehe hier in Runde 5 des Rennens." Der Frust sitzt tief, denn schon in Kanada war Russell von einem technischen Defekt an seinem Mercedes W17 vorzeitig gestoppt worden.
Ein schwacher Trost bleibt höchstens, dass auch Antonelli in dieser Saison bereits von mehreren Zuverlässigkeitsproblemen heimgesucht wurde. "Ich bin mittlerweile abgestumpft gegenüber der Enttäuschung", wurde Russell abschließend deutlich. "Wenn so etwas ständig passiert, gewöhnt man sich einfach daran."
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