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100 Rennen in Rot, kein Titel: Aber Vettel hält an seinem Ferrari-Traum fest

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Sebastian Vettel von Ferrari

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
13/11/2019 Am 10:23 | Update 13/11/2019 Am 10:27

Sebastian Vettel fährt in Brasilien sein 100. Rennen für Ferrari. Bei seiner Mission, die Scuderia wie sein Idol Michael Schumacher wieder an die Spitze zu führen, ist der Ex-Champ bisher gescheitert. Auch in diesem jahr musste der Hepppenheimer sich wieder vor Saisonende seinem Rivalen von Mercedes Lewis Hamilton geschlagen geben. Vettel bleibt nur noch ein Jahr.

Der WM-Titel ist wieder einmal längst futsch, es geht eigentlich um nichts mehr - aber Sebastian Vettel ist vor dem Betriebsausflug nach Brasilien trotzdem ganz aufgeregt. Schließlich könne in Sao Paulo immer "alles passieren", sagte der Ferrari-Pilot vor dem vorletzten Formel-1-Rennen der Saison (Sonntag, 18:10 Uhr im Liveticker auf Eurosport.de), die Strecke im Stadtteil Interlagos habe das gewisse Extra:

Jedes Jahr passiert etwas Verrücktes.
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Vettel kehrt zum Ort des Triumphes zurück

Sao Paulo ist ein ganz besonderer Ort für Vettel, 2012 gewann er in Brasilien in einem dramatischen Rennen den Titel, insgesamt triumphierte der 32-Jährige dreimal im Autodromo Jose Carlos Pace - und nun feiert er in der Mega-Metropole ein Dienstjubiläum. Vettel fährt beim Schaulaufen von Weltmeister Lewis Hamilton in Brasilien sein 100. Rennen für Ferrari. Bei seiner Mission, die Scuderia wie einst sein Idol Michael Schumacher wieder an die Spitze zu führen, ist der Ex-Champ bisher gescheitert. Jetzt bleibt ihm wohl nur noch ein Jahr.

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"Ich glaube noch immer an meinen Traum. Ich glaube noch immer, dass es funktioniert", sagte Vettel zuletzt. Seit 2015 dreht der Heppenheimer für den berühmtesten und stolzesten Rennstall der Welt seine Runden, 54 Mal stand er seitdem auf dem Podium, holte 14 Siege - aber eben keinen WM-Titel. Viel zu wenig für die Ansprüche des viermaligen Champions und Ferrari.

"Wir hatten gute Jahre und gute Rennen, aber insgesamt war es nicht genug. Wir waren nicht nah genug dran. Wir haben nicht genug Punkte geholt", sagte Vettel, der einmal mehr seinem Rivalen Hamilton beim Jubeln zuschauen musste. Als er vor fünf Jahren von Red Bull zu Ferrari wechselte, stand es nach WM-Titeln noch 4:2 für ihn. Nun führt Hamilton 6:4, doch Vettel sagt:

Ich bereue nichts.

Ferrari und Vettel träumen vom Titel

Seit zwölf Jahren wartet Ferrari jetzt schon auf einen Weltmeister, Vettel sollte diese Durststrecke beenden. So der Plan bei seiner Verpflichtung. Schumacher brauchte fünf Jahre bei seinem Neuaufbau, doch Geschichte wiederholt sich nicht so einfach in der Formel 1. Statt endlich den Titel zu holen, ist Vettel plötzlich nur noch die Nummer zwei im eigenen Stall. Der junge Charles Leclerc hat in diesem Jahr bisher 19 Punkte mehr gesammelt, Vettel ist derzeit gar nur WM-Fünfter. Hamilton und die WM-Krone sind ganz weit weg.

"Ich bin nicht glücklich, dass wir ihm den Titel nicht streitig machen konnten und wir so weit zurück waren", sagte Vettel über das verlorene WM-Duell: "Ich freue mich für ihn, aber weniger für uns." Sein Vertrag bei Ferrari läuft noch ein Jahr, sein Traum lebt weiter. "Wir wollen in jedem Rennen der klare Favorit sein, nicht nur in manchen", sagte Vettel.

(SID)

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