Diese Aufnahmen standen der FIA um Rennleiter Michael Masi und auch den Stewards während des Rennens nicht zur Verfügung, weshalb Mercedes einen Antrag auf Neubewertung stellte.
Die Entscheidung über eine mögliche Strafe vertagten die Stewards auf Freitag. Zunächst wird es dann allerdings darum gehen, ob überhaupt eine neue Untersuchung eingeleitet wird. Dies geschieht nur, wenn Mercedes am Donnerstag nach Meinung der Stewards neue, signifikante Erkenntnisse einbringen konnte.
In der 48. Runde von Sao Paulo hatte sich Hamilton am vergangenen Sonntag neben Verstappens Red Bull gesetzt und lag schon leicht vorne. Der Niederländer bremste auf der Innenbahn aber später, wurde dadurch aus der Kurve getragen und drängte auch Hamilton in die Auslaufzone.
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Bevor ein Mercedes-Vertreter am Donnerstagnachmittag in Katar bei der FIA vorsprechen musste, um darzulegen, dass das Team tatsächlich neue Beweise einbringen kann, erklärte sich Verstappen und stellte klar, dass er wieder so handeln würde.

Verstappen: Als Fahrer wissen wir, was möglich ist

"Als Fahrer wissen wir ganz genau, was wir in einem Auto machen können und was nicht. Wir haben hart gekämpft, haben spät in die Kurve gebremst, die Reifen waren schon etwas abgenutzt. Wenn ich noch stärker abrupt nach links gezogen hätte, hätte ich mich gedreht", erklärte der 24-Jährige: "Deshalb sind wir die Fahrer. Wir versuchen, das Auto zu kontrollieren."
Wiederholungen der Szene habe er sich nicht noch einmal angeschaut. "Ich brauche mir die Bilder nicht noch einmal anzusehen, denn ich saß im Auto", sagte Verstappen und stellte klar: "Ich weiß genau, was passiert ist. Und wie ich zuletzt schon sagte, es war ein großartiges Duell und ich hatte viel Freude. Sie haben das Rennen gewonnen, sie waren einfach schneller. Aber es war ein toller Kampf."
Dass Mercedes dennoch Einspruch einlegte und die Neubewertung beantragte, überraschte Verstappen nach eigener Aussage nicht. Für Mercedes sei es schlicht eine neue Situation, plötzlich einen Kampf gegen ein anderes Team zu bestreiten. "Es ist ganz normal, wenn es zwischen zwei Teams geht anstatt nur zwischen den beiden Fahrern aus einem Team", sagte er und betonte, sich nur um die Dinge auf der Strecke kümmern zu wollen.

Strafe im Nachgang? Verstappen bleibt entspannt

Sollte dem Antrag von Mercedes stattgegeben werden, müssten sich die Stewards erneut mit der Szene aus Interlagos auseinandersetzen. Dann könnte es zu einer nachträglichen Strafe gegen Verstappen kommen, die auch in einem Verlust seines zweiten Platzes münden könnte. "Darüber denke ich nicht nach", sagte Verstappen zwar, fügt aber an: "Und auch wenn es so kommen sollte, wäre es nicht das Ende der Welt."
Er rechnet aber nicht damit, dass es eine nachträgliche Strafe geben wird. "Es war faires und hartes Racing zwischen den beiden Typen, die um die WM fahren", meinte er. Und überhaupt gehe es im WM-Kampf auch mal härter zur Sache. "Es wäre so oder so kein einfaches Manöver gewesen. So bin ich nicht, und ich denke, so sollte es auch nicht sein, wenn man um die WM kämpft", ist er überzeugt.
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