Der Niederländer hatte den Mercedes-Pilot im Zweikampf von der Strecke gedrängt. Die Rennkommissare sahen in der Aktion von Verstappen allerdings keinen Grund für eine Untersuchung. Der Teamchef der Silberpfeile hatte für diese Entscheidung aber überhaupt kein Verständnis.
"Hartes Racing ist super", sagte der 49-Jährige. "Der Max fährt mit dem Messer zwischen den Zähnen - und das kann er auch richtig gut. Aber wenn du das machst, musst du mit einer 5-Sekunden-Strafe rechnen. Das als Racing Incident abzutun, ist peinlich für die Rennleitung", urteilte Wolff.
Als Hamilton wenige Runden später doch an Verstappen vorbeizog, jubelte Wolff in der Mercedes-Garage in Richtung der Fernsehkamera und hatte dabei einen ganz bestimmten Adressaten, wie er bei "Sky" sagte: "Die Reaktion war zum Rennleiter."
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Der Frust bei Wolff hatte sich über die verschiedenen Sessions angestaut: Bereits vor dem Rennen hatten den Mercedes-Boss einige Entscheidungen der FIA gestört. Nach dem Qualifying war Rekordweltmeister Hamilton wegen eines illegalen Heckflügels disqualifiziert worden und musste im Sprintrennen vom letzten Platz starten.

Wolff moniert Benachteiligung

"Das ganze Wochenende lief gegen uns", klagte Wolff. "Wir wussten, wir haben eine Fünf-Startplatz-Strafe. Dann gestern diese Disqualifikation, während vor dem Rennen munter am Auto von Max rumgeschraubt wird", polterte der Österreicher.
Schlussendlich konnten Hamilton aber sämtliche Widrigkeiten während des Grand-Prix nicht um seinen 101. Sieg in der Formel 1 bringen: "Das ganze Wochenende über wurden uns Sachen an den Kopf geworfen, aber am Ende haben wir gewonnen", sagte der geladene Wolff.
Nach der Triumphfahrt in Interlagos liegt sein britischer Schützling nun drei Rennen vor Schluss nur noch 14 Zähler hinter Red-Bull-Pilot Verstappen. In der Konstrukteurswertung liegt der deutsche Rennstall lediglich elf Punkte vor dem Konkurrenten.
Der WM-Kampf zwischen Mercedes und Red Bull scheint offener denn je - sowohl auf, als auch neben der Strecke.
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