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"Krasser Krimi": Defekt macht Hülkenbergs Blitz-Comeback zunichte

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Nico Hülkenberg (Racing Point) konnte in Silverstone nicht am Rennen teilnehmen

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
02/08/2020 Am 19:57 | Update 02/08/2020 Am 19:57

Nico Hülkenberg ist bei seinem Formel-1-Comeback in Silverstone bereits vor dem Start ausgebremst worden. Der Racing-Point-Pilot konnte aufgrund von technischen Problemen an seinem Auto nicht in die Startaufstellung fahren und somit nicht am Rennen teilnehmen. Die Mechaniker versuchten vergebens in der Boxengasse den Wagen des Emmerichers zu reparieren. Hülkenbergs Startplatz 13 blieb somit leer.

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Der "krasse Krimi" des Nico Hülkenberg hatte ein bitterböses Ende. Am wohl turbulentesten Rennwochenende seiner Karriere wurde der unerwartete Rückkehrer zur tragischen Figur der Formel 1: Minuten vor dem Start zum Großen Preis von Großbritannien trat am Racing Point des Emmerichers ein Problem am Getriebe auf, hektische Betriebsamkeit in der Garage der Pink Panther brach aus - am Ende blieben pure Enttäuschung und betretene Mienen.

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"Ganz genau kann ich nicht sagen, was los war", sagte ein geknickter Hülkenberg am RTL-Mikrofon: "Der Motor war nicht zu starten. Das ist bitter. Ein krasser Krimi, in dem ich mich befinde. Es ging nix, da war nix zu reparieren." Hülkenbergs Achterbahnfahrt der Gefühle endete am absoluten Tiefpunkt.

Dabei begann alles wie ein modernes Formel-1-Märchen: Am Donnerstag, Hülkenberg befand sich zwecks Testfahrten für das ADAC GT Masters auf dem Weg zum Nürburgring, klingelte in einem Cafe am Kölner Flughafen das Handy des langen Blonden. Racing-Point-Teamchef Otmar Szafnauer hatte ihm ein verlockendes Angebot zu machen: Stammpilot Sergio Perez stand unter Coronaverdacht, ein Ersatz musste her. Hülkenberg zögerte nicht, und nachdem das positive Testergebnis des Mexikaners feststand, machte sich der Deutsche auf den Weg nach Silverstone.

Racing Point: Hülkenberg springt für Pérez ein

Am Freitagmorgen zwängte er sich notgedrungen in den Rennoverall des zweiten Racing-Point-Fahrers Lance Stroll, der kurzfristig angepasste Sitz zwickte noch, doch Hülkenberg schlug sich ordentlich. Manch einer mutmaßte schon, dass er in seinem 178. Rennen endlich seinen ersten Podestplatz feiern könnte.

Nach den ersten Einheiten machte sich aber nach gut neun Monaten Formel-1-Pause der Körper bemerkbar. Die Beschleunigungskräfte in den schnellsten Kurven in Silverstone betragen mehr als 5G, trainieren kann man so etwas dummerweise nur im Rennwagen.

"Der Nacken streckt im Moment die Zunge raus", erklärte Hülkenberg in seiner pointierten Art: "Das Adrenalin hält mich wach. Ohne Vorbereitung ins Eisbad geschmissen zu werden, ist keine einfache Aufgabe."

Silverstone: Hülkenberg bekommt wohl zweite Chance

Im Qualifying reichte es "nur" zu Rang 13 - doch von seinen Fahrerkollegen erntete der bei Renault Ende 2019 ausgemusterte "Hülk" jede Menge Anerkennung. "Es sah so aus, als wäre er nie weg gewesen", lobte Weltmeister Lewis Hamilton. Red-Bull-Star Max Verstappen erklärte: "Er ist glücklich, dass er hier dabei ist. Und er sollte auch hier sein, weil er diesen Platz auf dem Grid verdient."

Hülkenberg stellte sich am Sonntagmittag auf "das härteste Rennen meiner Karriere" ein - doch dazu sollte es nicht kommen. Ob er am kommenden Sonntag an identischer Stelle eine weitere Chance erhält, wird sich laut Szafnauer "spätestens" am Donnerstag entscheiden. Abhängen wird es davon, ob Perez - einen negativen Coronatest vorausgesetzt - tatsächlich grünes Licht erhält.

"Höchstwahrscheinlich" werde Hülkenberg am kommenden Sonntag (15.10 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) in Silverstone fahren, prognostizierte Szafnauer. Vielleicht nimmt die Fortsetzung von Hülkenbergs Krimi ja einen besseren Verlauf.

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(SID)

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