Hinzu kämen einige ausgelassene Möglichkeiten aufgrund ungewöhnlicher Fehler. "Es gab einige Gelegenheiten in diesem Jahr, bei denen er hätte besser sein können. Aber das war er nicht", sagte Bernie Ecclestone.
In Imola verhalfen Lewis Hamilton einige glückliche Umstände noch auf Rang zwei, nachdem er auf feuchter Fahrbahn seinen Mercedes verloren hatte und in die Streckenbegrenzung geraten war.
In Baku ließ er durch einen versehentlich betätigten Knopf nach dem Restart die große Chance auf den Sieg und die WM-Führung fahrlässig liegen, nachdem Max Verstappen ausgeschieden war. Und in Spielberg zuletzt beschädigte er sich seinen Unterboden im Rennen so stark, dass er seinen sicheren zweiten Platz noch einbüßte und nur Vierter wurde.
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Für Ecclestone haben diese Fehler auch mit einer Drucksituation zu tun, an die Hamilton nicht mehr gewöhnt sei. "Es gab keine Konkurrenz, das Material war immer super und er musste nicht diesen Einsatz bringen", sagte der 90-Jährige.

Hamilton kontert: "Ich bin besser"

Am Nachmittag wurde Hamilton auf die Kritik des ehemaligen Formel-1-Chefs angesprochen. Viele Gedanken darum machte er sich darum zunächst nicht. "Ich habe nicht wirklich eine Antwort", gab der Mercedes-Pilot zu.
Er habe eine sehr aufregende Woche hinter sich, mit dem EM-Finale und dann der Veröffentlichung des Kommissionsberichts, daher seien ihm die Aussagen von Ecclestone gar nicht bewusst gewesen. Dann ging der 36-Jährige aber doch noch auf die Aussagen des Ex-Zampanos ein und konterte: "Ich bin nicht der Fahrer, der ich zu Beginn war. Ich denke, ich bin besser und kenne mich selbst besser als je zuvor."

Ecclestone: Hamilton-Rücktritt trotz Vertrages denkbar

Trotz der erst jüngst verkündeten Vertragsverlängerung von Hamilton bei Mercedes bis Ende 2023 würde Ecclestone nicht ausschließen, dass der siebenmalige Weltmeister nicht doch vorzeitig zurücktritt.
"Zu Beginn des Jahres sah es so aus, dass er zurücktritt, wenn er den achten Titel gewinnt. Aber das passiert wohl nicht, auch wenn ich nicht zu viel auf Verträge geben würde. Er kann da rauskommen", glaubt er.
Ecclestone glaubt, dass Hamilton vor allem aus finanziellen Gründen seinen Vertrag bei Mercedes verlängert habe. "Er hat wahrscheinlich auch auf Mode und Musik geschaut, hat dann aber festgestellt, dass man dort nicht so leicht Geld machen kann wie in der Formel 1", meinte er. Angeblich soll Hamilton 40 Millionen Pfund pro Jahr, umgerechnet rund 47 Millionen Euro, verdienen.

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