GP in Monza: Safety-Car-Phase weckt Erinnerungen bei Lewis Hamilton und Toto Wolff an Finale in Abu Dhabi

Das Formel-1-Rennen in Monza am Sonntag hat Erinnerungen an das umstrittene WM-Finale der vergangenen Saison hervorgerufen und neue Diskussionen bezüglich der Safety-Car-Regel in der Königsklasse entfacht. Das von Weltmeister Max Verstappen angeführte Fahrerfeld überquerte die Ziellinie aufgrund eines Crashs von McLaren-Pilot Daniel Ricciardo gemäß den Formel-1-Regeln hinter dem Safety Car.

Safety car beim GP in Monza 2022

Fotocredit: Getty Images

Im abschließenden Grand Prix von Abu Dhabi in der letzten Saison entschied sich der mittlerweile abgelöste Rennleiter Michael Masi zwei Runden vor Schluss gegen die Ausführung der Regel und ordnete stattdessen einen Neustart an, welchen der hinter Lewis Hamilton postierte Max Verstappen zu seinen Gunsten nutzte. Der Niederländer überholte den siebenmaligen Weltmeister und schnappte ihm den Weltmeister-Titel vor der Nase weg.
Beim Grand Prix in Monza hingegen wurde die Safety-Car-Regel zum Unmut der über 100.000 Zuschauer nach Vorgabe des Regelwerks umgesetzt, was bei Mercedes böse Erinnerungen weckte.
"Es bringt immer Erinnerungen zurück. Das ist die Regel, wie sie sein sollte, oder?", sagte der Brite, der rückblickend auf den Vorfall in der vergangenen Saison ergänzte: "Nur einmal in der Geschichte des Sports haben sie die Regel nicht eingehalten."
Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schloss sich seinem Piloten an. "Es gibt Regeln und sie sind niedergeschrieben und aus meiner Sicht, ob ich wegen Abu Dhabi traumatisiert bin oder nicht, wurden diese Regeln heute auf den Punkt befolgt", sagte der Österreicher.

Wolff offen für Regeländerung

Wolff zeigte sich dennoch offen für Anpassungen der Safety-Car-Regel. "Wenn man mit dem Reglement nicht zufrieden ist und eine Big-Bang-Show und zwei Runden Rennen und Chaos haben möchte, bin ich, glaube ich, absolut bereit dafür. Aber dann müssen wir die Vorschriften ändern", unterstrich er.
In einem Meeting zwischen FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem und Rennrichtern könnte diese Thematik bereits am Montag diskutiert werden. "Ich bin mir sicher, dass es ganz oben auf der Agenda steht", äußerte sich Red-Bull-Boss Christian Horner.
Horners Schützling und Titelverteidiger Max Verstappen führt die Gesamtwertung im Kampf um die Formel-1-Krone mit 116 Punkten Vorsprung auf Ferrari-Fahrer Charles Leclerc an.
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