Sebastian Vettel kassiert scharfe Kritik: Äußerungen zu Frecce Tricolori "überflüssig und heuchlerisch"

Sebastian Vettel geriet aufgrund seiner Kritik an Italiens Präsidenten nun selbst ins Fadenkreuz. Geronimo La Russa, Präsident des Mailänder Automobilclubs, der den Grand Prix von Italien in Monza ausrichtet, machte keinen Hehl daraus, dass sich Vettel seine Kommentare hätte sparen können. Der viermalige Weltmeister stieß sich aufgrund der Umweltverschmutzung am Einsatz der Frecce Tricolori an.

Sebastian Vettel wurde scharf kritisiert

Fotocredit: Getty Images

Vettel hatte sich an den zwei Überflügen der Kunstflugstaffel Frecce Tricolori gestört, die offenbar vom italienischen Präsidenten Sergio Mattarella gewünscht wurden: "Ich habe gehört, dass der Präsident darauf bestanden hat. Er ist ungefähr 100 Jahre alt. Da fällt es ihm wahrscheinlich schwer, solche Egokraulereien sein zu lassen", so der ehemalige Ferrari-Fahrer.
Ganz schlechtes Benehmen, wie La Russa bemerkte: "Diese Kontroverse ist ein Angriff gegen den Präsidenten der Republik und gegen uns alle. Wir sind Mattarella dankbar dafür, dass er an die Rennstrecke gekommen ist, um unser Jubiläum mit uns zu feiern", wurde er von der "Gazzetta dello Sport" zitiert.
Bekanntlich stand der Grand Prix von Italien 2022 ganz im Zeichen der 100-Jahr-Feierlichkeiten in Monza, und des 75-jährigen Jubiläums des norditalienischen Reifenherstellers Pirelli. Möglich, dass auch das mit den Überflügen gewürdigt werden sollte. Immerhin: Die Flieger wurden zu 25 Prozent mit Biobenzin betankt.
La Russa wies Vettel zurecht: "Ich dachte immer, man hört dem Präsidenten einer Republik zu, statt über ihn zu reden. Vor allem, wenn man ein Gast aus einem fremden Land ist." Der Deutsche solle sich, findet er, "bei Präsident Mattarella und allen Italienern entschuldigen". Denn: "Der Überflug der Frecce Tricolori ist etwas, worauf wir Italiener stolz sind. Es ist schade, dass ein Weltmeister - noch dazu einer, der in Monza seinen ersten Grand Prix gewonnen hat -, eine Kontroverse ausgelöst hat, die genauso überflüssig wie heuchlerisch ist."
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"Nicht da, wo wir sein wollten": Vettel glaubt an Trendwende

Quelle: Perform

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