Formel 1 - GP von Italien: Ferrari enttäuscht im Qualifying beim Heimspiel in Monza: "Es wird verdammt schwer!"

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Auch mit neuem Motor schaffte es Ferrari beim Qualifying in Monza nicht in die Top 3: Den Sieg hat Charles Leclerc nicht abgeschrieben, er weiß aber, es wird schwer. Unvorhergesehene Komplikationen nach Optimierungen am Fahrzeug machten der Scuderia zu schaffen, sodass Leclerc am Ende nur auf Platz vier und sein Teamkollege Lewis Hamilton nur auf Platz fünf im Qualifying in Monza landeten.

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Quelle: Perform

Ferrari hat für das Heimrennen in Monza alles auf eine Karte gesetzt. Mit dem lang erwarteten ADUO-Upgrade sollte im "Temple of Speed" der Anschluss an die Spitze sichergestellt werden. Doch das Qualifying für den Großen Preis von Italien lieferte den Scuderia-Ingenieuren eine ernüchternde Bestandsaufnahme: Startplatz vier für Charles Leclerc, Platz fünf für Lewis Hamilton.
"Es ist immer enttäuschend, auf Platz vier zu landen", stellte Charles Leclerc nach der Session klar, fügte jedoch nüchtern hinzu: "Aber es stimmt eben auch, dass wir schon im Vorfeld mit einem erheblichen Rückstand gerechnet haben. Womit wir wahrscheinlich nicht gerechnet haben, war der Abstand zu dem Team, das auf der Pole steht."
Verantwortlich für das Verfehlen der ersten Startreihe war nicht primär eine misslungene Fahrzeugabstimmung auf der aerodynamischen Seite, sondern unvorhergesehene Komplikationen im Zusammenspiel mit der hybriden Leistungseinheit.
Die extremen Anforderungen in Monza - lange Volllastpassagen gepaart mit harten Bremszonen - verlangen eine millimetergenaue Strategie bei der Rückgewinnung und Abgabe der elektrischen Energie. Genau hier geriet das System der Scuderia aus dem Takt.

Leclerc nach Qualifying: "Weit von Perfektion entfernt"

"Wir waren in diesem Qualifying weit von Perfektion entfernt. Wir hatten im Hintergrund recht viele Probleme", offenbarte der Monegasse unumwunden. "Es ist eine sehr anspruchsvolle und schwierige Strecke, um im Zusammenspiel mit dem Fahrstil hier in Monza absolut alles auf Seiten der Power-Unit zu optimieren."
"Aber ich denke, wir waren schlichtweg zu suboptimal unterwegs und haben am Ende den Preis dafür bezahlt."
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Charles Leclerc mit Ferrari beim Qualifying in Monza

Fotocredit: Getty Images

Auf Nachfrage präzisiert der Monegasse, dass das Handicap nicht im reinen mechanischen Grip oder der Fahrbarkeit lag: "Es hing eher mit dem Energiemanagement zusammen. Und das ist etwas, das wir uns genau ansehen müssen, denn vor dem Qualifying hatten wir keines dieser Probleme. Und mitten im Qualifying damit konfrontiert zu werden, ist natürlich alles andere als ideal."
Besonders im Vergleich zur Mercedes-Konkurrenz offenbart der Ferrari-Antrieb eine fundamentale Diskrepanz bei der Entfaltung der Gesamtleistung.
Während die Silberpfeile ihre Batterieleistung scheinbar mühelos über die gesamten Geraden strecken können, geht den roten Rennern vor den Schikanen der elektrische Saft aus - das gefürchtete "Clipping" setzt zu früh ein.

Teufelskreis im Motor

Leclerc vermutet die Ursache dafür allerdings nicht zwingend in einer schwächeren Hybrid-Effizienz, sondern im Fundament des Antriebs, dem Verbrennungsmotor: "Ehrlich gesagt ist das eine Art Teufelskreis", analysierte Leclerc die mathematisch-physikalische Dynamik hinter dem Lenkrad.
"Sobald du deutlich mehr Motorleistung hast, setzt du die elektrische Energie nach der Kurve später ein, weil dir der Verbrennungsmotor beim Herausbeschleunigen schon mehr Leistung liefert. Du setzt die E-Energie also später ein und schaltet sie folglich auch erst später ab. Daher würde ich darauf wetten, dass vor allem die Leistung ihres Verbrennungsmotors signifikant höher ist."
Für den Rennsonntag rechnet der Monegasse durch diese Ungleichgewichte mit extremen Dynamiken im Feld. Das in Monza typische "Jo-Jo-Racing" könnte Ferrari zum Verhängnis werden, wenn man auf den langen Geraden als Freiwild endet.
"Ich denke, das Jo-Jo-Racing wird morgen definitiv ein Thema sein - es sei denn, wir einigen uns alle magischerweise auf dieselbe Strategie, was ich allerdings bezweifle", blickte Leclerc voraus.

Leclerc über Mercedes "Auf Geraden Vollgas"

Der Grund hierfür liege in den harten Limitierungen des eigenen Powertrains: "Es gibt physikalische Grenzen. Die Konkurrenz powert auf einer Geraden mehr durch. Es gibt Geraden, an denen wir uns entscheiden müssen, nicht die volle Leistung abzurufen. Aber Mercedes gibt auf Geraden Vollgas, auf denen wir keine Energie freigeben können. Dadurch wird es von Haus aus auf einigen Geraden einen großen Unterschied geben."
Trotz der defensiven Ausgangslage weigert sich die Speerspitze der Scuderia jedoch, den Heim-Grand-Prix bereits im Vorfeld abzuschreiben: "Ich erwarte, dass wir stärker sein werden, aber es stimmt auch, dass wir uns morgen auf den Geraden schwer tun werden. Wir werden gegenüber den anderen ziemlich anfällig sein. Aber in den Kurven sind wir schnell. Ich hoffe also, dass uns das hilft, an ihnen dranzubleiben", meinte Leclerc.
Den Blick nach ganz vorne hat er trotz aller Schwachstellen im Paket noch nicht verloren: "Der Sieg bleibt das Ziel. Es wird sicherlich verdammt schwer. Aber ich denke nicht, dass ihre Pace aus einer anderen Welt ist. Es kommt einfach darauf an, wie verwundbar wir auf den Geraden sein werden."
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Sonderlackierung: Ferrari ehrt Schumacher bei Formel-1-Rennen in Monza

Quelle: SID


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