GP von Japan: Max Verstappen gewinnt Qualifying vor Charles Leclerc - Sebastian Vettel überragt in Suzuka

Max Verstappen (Red Bull) hat das Qualifying in Suzuka vor Charles Leclerc (Ferrari) und dessen Teamkollege Carlos Sainz gewonnen und startet am Sonntag von der Pole Position. Zwischenzeitlich hatte der Niederländer nach einem Zwischenfall mit Lando Norris (McLaren) eine Strafe befürchten müssen. Sebastian Vettel zeigte in seinem Aston Martin eine bärenstarke Leistung und wurde Neunter.

Max Verstappen (Red Bull) holt die Pole in Suzuka

Fotocredit: Getty Images

Nach der Fahrt auf die Pole Position musste Max Verstappen nachsitzen, gemeinsam mit seinem Kumpel Lando Norris. Beide hockten eine Stunde nach dem Qualifying in Suzuka bei den Rennkommissaren, es galt, eine heikle Situation auf der Rennstrecke zu besprechen. Wenig später stand dann aber fest: Verstappen kommt mit einer Verwarnung davon, behält den ersten Startplatz - und hat nun beste Chancen auf den vorzeitigen WM-Triumph.
Beim Großen Preis von Japan am Sonntag (7:00 Uhr MEZ im Liveticker) kann er das erstmals in diesem Jahr aus eigener Kraft schaffen: Gewinnt Verstappen und holt zudem den Bonuspunkt für die schnellste Rennrunde, spielt das Ergebnis der Verfolger keine Rolle. Die waren am Samstag durchaus nah dran. Nur zehn Tausendstel trennten den Weltmeister im Red Bull von Ferrari-Pilot Charles Leclerc, auch dessen Teamkollege Carlos Sainz als Dritter war in Reichweite.
"Es wird interessant", sagte Verstappen, "auch das Wetter spielt eine Rolle. Manche sagen, es gibt Regen, manche gehen von Sonne aus. So oder so haben wir ein gutes Auto, ich freue mich."
Nur Leclerc und Verstappens Teamkollege Sergio Perez können den Niederländer fünf Rennen vor Schluss zumindest theoretisch noch abfangen, Perez startet am Sonntag von Rang vier - beide haben damit durchaus die Chance, die WM-Entscheidung vielleicht doch noch einmal zu verschieben.

Vettel schafft Sprung ins Q3

Sebastian Vettel schaffte es im Aston Martin mit drei Tausendsteln Vorsprung haarscharf in den letzten Qualifying-Abschnitt, er startet von Rang neun in seinen letzten Suzuka-Grand-Prix. Der Abschied von seiner Lieblingsstrecke fiel ihm schon am Samstag schwer. "Heute ist extrem viel Wehmut dabei", sagte er bei "Sky": "Es war mein letztes Qualifying hier, und gerade da fühlt man sich in Suzuka besonders lebendig. Nur gegen die Strecke und sich selbst", das Layout des Traditionskurses habe "etwas Magisches".
Mick Schumacher raffte sich nach seinem sehr enttäuschenden Freitag auf, holte für sein Suzuka-Debüt aber doch nur Startplatz 15. Im ersten freien Training am Vortag war er nach einem Fahrfehler abgeflogen, das Chassis seines Haas musste daraufhin gewechselt werden, er verpasste die zweite Session - da er noch immer um einen neuen Vertrag bei Haas fährt, kam das zur Unzeit.

Norris forderte Strafe

Auf der ihm noch fremden Strecke schaffte er es im Qualifying dann dennoch in den zweiten Abschnitt, seinem Teamkollegen Kevin Magnussen (18.) gelang das nicht. Schumacher hofft weiterhin auf Punkte in Suzuka, "ich weiß, dass mein Auto hier im Regen verdammt schnell ist. Ich freue mich auf morgen."
Vor allem das Wetter könnte in der Tat noch größeren Einfluss auf den Rennausgang haben, die Rennkontrolleure indes mischten sich am Samstag nicht mehr ein. Auf einer Einrollrunde im Q3 hatte sich Lando Norris im McLaren mit hoher Geschwindigkeit Verstappen genähert. Der Weltmeister gab unvermittelt Gas, sein Red Bull stand plötzlich quer. Norris konnte eine Kollision nur verhindern, indem er auf den Grünstreifen auswich.
"Das muss ganz klar eine Strafe geben", sagte Norris später - die Rennkommissare sahen aber keine Absicht.
(SID)
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