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GP Japan - Max Verstappens Seitenhieb Richtung McLaren: "Wenn ich in dem anderen Auto gesessen hätte"
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Publiziert 06/04/2025 um 22:06 GMT+2 Uhr
Max Verstappen feierte seinen ersten Saisonsieg 2025 in der Formel 1 beim Grand Prix von Japan, obwohl McLaren das deutlich schnellere Auto hat. Der viermalige Weltmeister verteilt bei "Viaplay" einen Seitenhieb in Richtung des Konkurrenten: "Ich will mir gar nicht vorstellen, was wäre, wenn ich in dem anderen Auto gesessen hätte. Dann hätte man mich wahrscheinlich gar nicht gesehen."
Formel 1: Max Verstappen (r., Red Bull) gewinnt beim Großen Preis von Japan 2025 in Suzuka vor Lando Norris (McLaren)
Fotocredit: Getty Images
Spätestens seit seiner Schimpfwort-Strafe von Singapur achtet Weltmeister Max Verstappen in den offiziellen Pressekonferenzen der Formel 1 deutlich mehr auf seinen Ton.
Spielte er zunächst noch Katz und Maus mit der FIA, indem seine extrem kurzen und bewusst nichtssagenden Antworten teilweise einem Boykott gleichkamen, ist der Red-Bull-Pilot mittlerweile dazu übergegangen sich in heiklen Situationen in - wohlgemerkt jugendfreie - Scherze zu flüchten.
Die harten Ansagen, die macht Verstappen längst außerhalb der vier Wände des PK-Raumes, und so ist es mittlerweile fast schon eine Tradition geworden, dass der Niederländer vor allem in den Gesprächen mit seinen heimischen Medienvertretern die großen Verbal-Kracher zündet - in der Muttersprache sitzt die Zunge bekanntlich einfach ein bisschen lockerer...
Am Sonntag in Suzuka war es mal wieder so weit, da haute Verstappen nach seinem bockstarken Auftritt auf die Frage zu seiner Performance im Gespräch mit dem TV-Reporter von "Viaplay" raus: "Ich bin natürlich sehr zufrieden mit meiner Leistung. Ich will mir gar nicht vorstellen, was wäre, wenn ich in dem anderen Auto gesessen hätte. Dann hätte man mich wahrscheinlich gar nicht gesehen."
Max Verstappen scherzt: "Im Shinkansen nach Hause!"
Auf die Frage, ob er dann schon in Tokio sei, grinste Verstappen: "Vielleicht. Im Shinkansen nach Hause!" Der Shinkansen ist Japans berühmter Hochgeschwindigkeitszug, der mit bis zu 320 km/h durchs Land zischt, ähnlich wie Verstappen. Mit Blick auf seine McLaren-Ansage stellte der Red-Bull-Pilot klar: "Letztlich spielt das keine Rolle und wird auch nicht passieren - aber trotzdem..."
Dass der 2025 bisher dominierende Papaya-Rennstall aktuell das stärkste Paket hat, das ist im Formel-1-Fahrerlager indes kein Geheimnis - und wird trotz Verstappens viertem Suzuka-Sieg in Folge auch am Sonntag wieder offensichtlich, hängen ihm Lando Norris und Oscar Piastri doch die komplette Renndistanz von 53 Runden im Getriebe. Nur einen Weg vorbei am Niederländer finden sie nicht.
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Quelle: Perform
Davon war Verstappen nach dem Wochenende selbst überrascht: "Als ich hierherkam, habe ich überhaupt nicht mit einem Sieg gerechnet - und erst recht nicht nach dem Freitag."
Doch dann drehte sich der Wind: "Die Poleposition war an diesem Wochenende der entscheidende Faktor. Ich denke, McLaren war eigentlich schneller, aber sie sind nie nah genug herangekommen, um mit DRS überhaupt einen Angriff starten zu können", erklärte der 27-Jährige.
McLaren-Piloten "haben sich gegenseitig angespornt"
Nachdem Verstappen am Start gut wegkam, versuchte er sich einen kleinen Abstand auf die Verfolger rauszufahren, die ihm jedoch auf den Fersen blieben: "Man hat gesehen, dass sie gegen Ende eines Stints wieder näherkamen und Druck gemacht haben, weil meine Reifen dann etwas zu heiß wurden. Es hat uns, denke ich, geholfen, dass es heute etwas kühler war - so hatten wir weniger Probleme mit der Überhitzung, was nach wie vor eine Schwäche bei uns ist", analysierte der Weltmeister.
Dass die McLaren-Piloten am Sonntag teilweise auch mit sich selbst beschäftigt waren, habe ihm eher weniger in die Karten gespielt, glaubte Verstappen: "Dadurch haben sie sich auch gegenseitig angespornt, noch schneller zu fahren. Ich musste also zusehen, dass ich bei den Rundenzeiten mithalten kann, was nicht einfach war. Beim Boxenstopp lief dann noch etwas mit der Flügeleinstellung schief, das hat das Handling nicht gerade verbessert."
Am Ende sei es deshalb "kein leichtes Rennen" gewesen, dennoch brachte Verstappen den Grand Prix mit einer Ausnahmeleistung siegreich zu Ende - obwohl er "nur" im Red Bull sitzt, und nicht im McLaren.
Allein will er die Lorbeeren dafür aber nicht einstreichen, lobte vielmehr die richtigen Entscheidungen schon am Samstag im Qualifying, und die reibungslose Kommunikation am Funk: "Am Ende ist es immer eine Teamleistung - ein Team, das gut zusammenspielt", so Verstappen: "Auch das ist enorm wichtig."
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