Die Kritik an Schumacher hält Ecclestone für kontraproduktiv, weil dieser selbst wisse, dass er nicht so gut performt, wie er sollte. "Er braucht keine Leute, die ihm das ständig sagen", betonte Ecclestone im Interview mit "RTL". "Er braucht jemanden, der ihm hilft und ihn nicht zu viel kritisiert."
Der ehemalige Formel-1-Boss würde sich wünschen, dass es Vater Michael möglich wäre, bei den Rennen seines Sohnes dabei zu sein - einfach als Unterstützung und jemand, der Klartext redet: "Wenn Michael hier wäre, würde er Günther zeigen, wo es langgeht."
Aktuell sei Mick Schumacher aber in einer schwierigen Position, denn Ecclestone hält es für schwierig, dass es für ihn einen anderen Platz in der Formel 1 geben würde, sollte er das Team verärgern und rausgeworfen werden: "Er leidet also ein wenig und hofft, dass ihm jemand eine Chance gibt."
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Mick Schumacher ist neben Nicholas Latifi der einzige Stammfahrer, der in der Saison 2022 noch keinen einzigen Punkt einfahren konnte. In Kanada hatte der Deutsche aber mit einem starken Qualifying und Platz sechs auf sich aufmerksam machen können, bevor er im Rennen in den Top 10 liegend mit einem Defekt ausschied.

Ecclestone: Würde Schumacher gerne im Mercedes sehen

Demgegenüber stehen aber auch einige große Unfälle wie im Qualifying von Saudi-Arabien und in Monaco, die dem Team eine Menge Geld gekostet haben. In Miami hatte Schumacher mögliche Punkte zudem durch eine Kollision mit Sebastian Vettel in der Schlussphase verschenkt.
Trotzdem glaubt Ecclestone daran, dass Schumacher die Fähigkeiten für die Formel 1 besitzt und würde ihn gerne einmal "in einem anderen Auto, einem wettkampffähigeren Auto" sehen. Sein Traum: "Ich würde ihn gerne in einem früheren Auto von Mercedes sehen. Das wäre schön."

Auch Rosberg springt Schumacher zur Seite

Im Interview mit der "Sport Bild" äußerte sich nun auch Nico Rosberg zur schwierigen Situation von Schumacher: "Es war jetzt das erste Mal, dass es für ihn ein bisschen unangenehmer wurde in Sachen Medienlandschaft. Im letzten Jahr war das ja Friede, Freude, Eierkuchen. Es ist leider im Sportler-Leben immer so, dass es auch mal schwieriger wird", betonte der Weltmeister von 2016.
Für die Kritik von Steiner zeigte Rosberg wenig Verständnis: "Das ist schon schwierig, denn dein Team ist deine Familie. Und wenn die dich in der Öffentlichkeit kritisiert, ist das bei einem jungen Fahrer nicht der beste Weg."
Klare Worte des 36-Jährigen, der die Schelte des Teamchefs für nicht zielführend hält: "Für einen jungen Rennfahrer ist es Herausforderung genug, in so einer Situation wieder auf sein Können zu vertrauen. Da braucht man keinen Teamchef, der die Öffentlichkeit aufwühlt."
Mick müsse nun weiterhin "konzentriert bleiben, Verbesserungsvorschläge annehmen und das machen, was er kann: Auto fahren", so der 36-Jährige. Eine Trendwende könnte schnell erfolgen: "Die Formel 1 ist so kurzlebig. Mick braucht nur einen Erfolgsmoment, und alles ist vergessen. Da muss er drauf hinarbeiten."
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