Das ist im Regen ein ganz wichtiges Kriterium für die Performance. Aber noch während Q1 trocknete die Strecke schneller als erwartet ab.
Im Qualifying, berichtet Teamchef Mike Krack, seien zunächst beide Fahrer rausgegangen, "aber wir stellten fest, dass wir nicht genug Grip haben. Dann holten wir sie an die Box und nahmen für den zweiten Reifensatz eine Änderung vor. Und wir hatten wieder ein ähnliches Problem. Wir gehen davon aus, dass es mit dem Reifendruck zu tun hatte."
"Wir sind am Morgen viel gefahren, und da kriegten wir den Reifendruck nicht sehr schnell hoch. Es dauerte einfach zu lang", erklärt Krack im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Also mussten wir viele Runden fahren, bis der Reifendruck kam."
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"Wir dachten, dass die Bedingungen am Nachmittag ja ganz ähnlich waren. Aber wir hatten im Qualifying halt 20 Autos auf der Strecke, die viel gefahren sind. Dadurch ist die Strecke viel schneller abgetrocknet und schneller geworden, als wir das erwartet hatten", räumt der Luxemburger ein.
Das wäre grundsätzlich noch kein großes Problem gewesen, denn der Reifendruck ist schnell geändert. Aber als den Ingenieuren klar wurde, was da los ist, war Q1 schon vorbei: "Uns ging die Zeit aus", nickt Krack. "Wären wir in Q2 gekommen, hätten wir weitere Änderungen vornehmen können. Aber uns ging die Zeit aus."

Krack: Testverbot ist nicht hilfreich

Seiner Meinung nach wurde Aston Martin beim Heimspiel von Teameigentümer Lawrence Stroll Opfer des Testverbots in der Formel 1. Früher hätte man als Team mit solchen Situationen schon viel mehr Erfahrung gehabt, wenn sie denn passieren. "Wir hatten einen Regentest in Barcelona. Und dann Monaco. Aber das ist was ganz anderes als hier", seufzt Krack.
"Das war auch einer der Gründe, warum wir heute Morgen entschieden haben, so viel zu fahren, obwohl das immer auch das Risiko eines Unfallschadens bedeutet. Aber wir haben mit diesen Reifen noch wenig Erfahrung. In Monaco war es ja viel wärmer. Also wollten wir die Gelegenheit nutzen und heute Morgen möglichst viel lernen."
Das scheint Aston Martin aber nicht gelungen zu sein: "Vielleicht ging es ein bisschen in die falsche Richtung", gibt Krack im Nachhinein zu. "Wie gesagt: Heute Morgen war es unheimlich schwierig, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Und am Nachmittag war's dann genau das Gegenteil."

Vettel nach Mini-Ausraster wieder beruhigt

Vettel hatte sich, nach seinem emotionalen Boxenfunk unmittelbar nach seinem Ausscheiden, schon wieder beruhigt, als er im Paddock mit den Printjournalisten sprach. Er sei wirklich sauer gewesen, räumt er ein, "aber inzwischen habe ich mich wieder beruhigt. Bringt ja nichts, wenn ich jetzt noch gepisst bin."
Besonders ärgerlich: "Heute war einer dieser Tage, wo du als Fahrer, auf nasser Strecke, echt einen Unterschied machen kannst. Diese Gelegenheit haben wir uns leider entgehen lassen. Und jetzt ist es das gleiche Spiel wie immer: Wir sind schneller als die Autos vor uns, stecken aber womöglich hinter ihnen fest."
Umso wichtiger: "Ein guter Start." Vettel würde vom 16. Startplatz aus am liebsten gleich in der ersten Runde einige Konkurrenten überholen. Er weiß aber auch: "Es wird nicht so sein, dass du was komplett Überraschendes machst und nach der ersten Kurve Erster bist. Aber wir müssen konzentriert sein und auf unsere Chancen lauern", sagt er.
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