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Ferrari pirscht sich langsam an Red Bull heran - Charles Leclerc hofft auf Fehler von Max Verstappen
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Publiziert 05/06/2024 um 23:24 GMT+2 Uhr
Mit dem Triumph von Charles Leclerc in Monaco hat Ferrari seine Position als erster Red-Bull-Verfolger in der Saison 2024 gefestigt. Und mehr noch: Das italienische Traditionsteam hat gezeigt, dass es zur Stelle ist, sollte beim Weltmeister-Rennstall um Max Verstappen einmal nicht alles nach Plan laufen - so wie in Monaco. Für Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur ist das ein Grund zur Hoffnung.
Charles Leclerc
Fotocredit: Getty Images
"Vergangenes Jahr hatte Red Bull noch einen sehr ordentlichen Vorsprung. Wir konnten manchmal im Qualifying kämpfen, aber im Rennen lagen wir im Schnitt vier oder fünf Zehntelsekunden pro Runde zurück. Und bei einem solchen Abstand gerätst du [als Spitzenreiter] niemals wirklich in Gefahr", sagte Vasseur.
"Selbst wenn man mal seine eigentliche Position im Qualifying verpasst: Du hast genug Polster, dass doch wieder alles möglich ist. Max ist ja sogar 2023 in Österreich nochmal an die Box gefahren, um dann die schnellste Rennrunde zu erzielen. Er konnte sich den zusätzlichen Boxenstopp leisten. Und das geht 2024 nicht mehr."
Außerdem agiere Red Bull weniger dominant als im Vorjahr, meinte Vasseur. Er wolle zwar "keine Schlussfolgerungen aus nur einem Wochenende ziehen", aber die jüngsten Grands Prix hätten gewisse Schwächen beim Verstappen-Team offenbart, zum Beispiel das mangelhafte Fahrverhalten des RB20 über die Randsteine in Monaco.
"Aber Max hat in Imola auch mehr Fehler gemacht als in den Rennen davor", sagte Vasseur. "Klar: Wenn man immer in seiner Komfortzone fährt, was die Strategie und alles andere anbelangt, dann unterlaufen dir keine Fehler." Inzwischen wehe aber ein anderer Wind, weil Ferrari und auch McLaren näher dran seien an Red Bull.
Was Vasseur für den weiteren Saisonverlauf prognostiziert
Was also heißt das für den weiteren Saisonverlauf? Zumal sich Red Bull auf "normalen" Rennstrecken wie Barcelona und Silverstone ausrechnet, wieder zu "alter Form" zurückzufinden?
Vasseur weiter: "Red Bull wird sicher zurückschlagen und [wieder] stark sein. Aber ich glaube, es wird bis zum Saisonende eng zugehen."
Denn gerade Ferrari habe sich zuletzt erheblich gesteigert: "Man muss unsere Leistung in Melbourne bedenken, unser Abschneiden in Imola und in Miami mit unterschiedlichen Reifen, unterschiedlichem Asphalt und auf unterschiedlichen Layouts." Mit dem SF-24 stehe Ferrari jeweils ganz anders da als noch mit dem Vorjahresfahrzeug.
Wirklich nur technische Fortschritte bei Ferrari?
Aber liegt der Ferrari-Aufschwung wirklich nur am Auto? Vasseur verneinte und nannte "zum Teil [auch] die Abstimmung" des aktuellen Rennwagens als Grund genauso wie "die Charakteristiken des Fahrzeugs". Denn Ferrari seien über den Winter "Fortschritte in einigen Bereichen gelungen". Ins Detail gehen wollte er an dieser Stelle aber nicht.
Dafür sprach Vasseur eine veränderte Ausrichtung bei Ferrari an: "Wir haben alle [im Team] davon überzeugt, dass man die Punkte am Sonntag holt. Die ganze Vorbereitung auf das Wochenende und die Wahl des Set-ups laufen darauf hinaus, am Sonntag konkurrenzfähig zu sein. Das hat zahlt sich jetzt aus."
"Natürlich", so Vasseur, habe sich Ferrari in Monaco vor allem auf das Qualifying konzentriert, weil der Startplatz auf dem engen Stadtkurs mehr wert ist als anderswo. "Schon in Kanada aber wird es wieder anders sein", verspricht der Ferrari-Teamchef.
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Quelle: Perform
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