Ferrari-Teamchef Vasseur analysiert Katar-Probleme - Charles Leclerc und Lewis Hamilton kämpfen mit Fomel-1-Vorgaben

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur analysiert nach dem GP von Katar die dort aufgetretenen Probleme des Rennstalls. Die Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton hatten mit gänderten Formel-1-Vorgaben ihre Schwierigkeiten. Die enge Leistungsdichte sowie das Format mit nur einem Freien Training erschwerte seiner Meinung nach die Anpassungen. Der 57-Jährige wolle aus den Erfahrungen lernen.

Die Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc hadern mit neuen Vorgaben

Fotocredit: Getty Images

Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur hat erklärt, dass die Scuderia beim Großen Preis von Katar an den vorgeschriebenen Reifendrücken gescheitert ist, was zur schlechtesten Leistung der Formel-1-Saison 2025 führte.
Charles Leclerc und Lewis Hamilton qualifizierten sich im Sprint nur für die Plätze neun und 18, im Grand Prix für die Ränge zehn und 18.
Die Ausbeute des Wochenendes war mager: Lediglich vier Punkte landeten auf dem Konto der Italiener - abgesehen vom doppelten Ausfall beim Niederlande-Grand-Prix war dies das schlechteste Ergebnis der laufenden Saison.
Dieses Resultat hat schwere Folgen für die Weltmeisterschaft: Ferrari ist auf den vierten Platz in der Konstrukteurswertung abgerutscht. Dabei hatte die Scuderia erst drei Rennen zuvor, nach dem Grand Prix von Mexiko, noch den zweiten Platz belegt.

Ferrari hadert mit Pirelli-Vorgaben

Hintergrund der Probleme waren Bedenken hinsichtlich des Reifenverschleißes auf dem Lusail International Circuit.
Pirelli reagierte darauf mit einer Anpassung der vorgeschriebenen Reifendrücke, zudem durften die Fahrer im Rennen keine Stints fahren, die länger als 25 Runden dauerten. Diese Änderungen spielten Ferrari offensichtlich nicht in die Karten.

Vasseur: "Wie auf einem Ballon unterwegs"

"Als Team müssen wir versuchen zu verstehen, was wir an diesem Wochenende falsch gemacht haben", sagte Vasseur. "Nach meinem bisherigen Verständnis hängt es mit dem Reifendruck und den Vorgaben zusammen. Wir waren das ganze Wochenende über ein bisschen wie auf einem Ballon unterwegs und hatten Mühe, damit umzugehen."
Vasseur räumte ein: "Es ist für alle gleich, das bedeutet also, dass wir einen schlechteren Job gemacht haben als die anderen."

Ferrari-Chef verweist auf Austin

Auf die Frage, ob er erwartet habe, dass die Leistung nach dem Entwicklungsstopp des SF-25 im April so stark abfallen würde, antwortete der Franzose: "Ehrlich gesagt nicht. Aber am Ende des Tages dürfen wir nicht alles vermischen, denn in Austin standen wir noch auf dem Podium."
"Das bedeutet, dass es nicht nur an der Entwicklung liegt. Die anderen haben sich zwischen Austin und heute auch nicht weiterentwickelt."

Set-up-Probleme wegen Reifendruck-Vorgaben

"Ich denke, dass wir an diesem Wochenende große Probleme mit dem Set-up hatten, was wahrscheinlich auch mit den Vorgaben zum Reifendruck zusammenhängt", analysierte Vasseur.
"Wir hatten von der ersten bis zur letzten Runde des Rennens zu kämpfen. Heute war es vielleicht minimal besser, aber nur unwesentlich. Das ist ein Teil der Erklärung."

Ferrari hadert mit Anpassungen

Der Hauptgrund für die missliche Lage sei jedoch das Basis-Set-up gewesen: "Der wichtigste Teil der Situation an diesem Wochenende hängt mit der Abstimmung ab der ersten Runde zusammen. Wir befanden uns in einer schwierigen Lage."
Erschwerend kam ein Problem mit der Servolenkung hinzu, das Ferraris Chancen, die richtige Abstimmung zu finden, weiter beeinträchtigte. Das Sprint-Format, das den Teams nur ein einziges Freies Training zugesteht, machte die Aufholjagd quasi unmöglich.

Kleine Abstände - große Folgen

"Wir haben große Änderungen vorgenommen", betonte Vasseur. "Ich denke, heute war es vielleicht halbwegs okay, aber wir sind zu weit vom Weg abgekommen, während die anderen nur noch Feintuning betreiben. Wenn du meilenweit entfernt startest, bist du tot."
Vasseur verdeutlichte, wie eng das Feld derzeit zusammenliegt und wie fatal kleine Fehler sind: "Und dazu kommt noch: Wenn du heute zwei Zehntel zurückliegst, verlierst du zehn Positionen. Ich glaube, es war gestern im Q1, als zwischen Platz fünf und Platz 16 nur zweieinhalb Zehntel lagen."

Ferrari-Aufholjagd durch Vorgaben erschwert

Der Teamchef war hier sehr präzise - der tatsächliche Abstand betrug 0,241 Sekunden. "Das bedeutet, dass man massenhaft Positionen verliert, wenn man das Arbeitsfenster verpasst."
"Und auf einer Strecke wie dieser, wo es null Reifenabbau gibt, ist das Überholen aufgrund des Layouts nicht einfach. Wenn man dann noch zwei Stopps vorgeschrieben bekommt, kann man das Aufholen vergessen."
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Quelle: SID


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