"Man muss sagen, dass es eine Red-Bull-Strecke ist", sagte der Mercedes-Star am Donnerstag: "Wir erwarten, dass sie schneller sein werden als wir." Der Sieg sei dennoch das Ziel: "Wir müssen an unser absolutes Limit gehen."
Bei Red Bull ist die Stimmungslage entsprechend gut. "Das Selbstvertrauen bei uns steigt, die Nervosität bei Mercedes steigt", sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko bei "RTL/ntv": "Das ist, glaube ich, die Grundtendenz."
Denn Red Bull ist in einer hervorragenden Position. Verstappen führt in der Fahrerwertung mit zwölf Punkten vor Hamilton - und kann auf den kommenden beiden Strecken die Stärken seines Boliden voll ausspielen. Mehr noch als beim Folgerennen in Brasilien spielt in Mexiko die Höhe Red Bull und Verstappen in die Karten.
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Das Autodromo Hermanos Rodriguez liegt in über 2200 m Höhe, es ist die höchstgelegene Strecke des Jahres. Die dünnere Luft wirkt sich auf Aerodynamik, Kühlung und den Motor aus - weniger Luft bedeutet eine abweichende Leistung. Der Turbolader des Honda-Motors ist größer als der des Rivalen Mercedes. Ein Vorteil. Marko träumt deshalb sogar vom doppelten Doppelsieg, erst in Mexiko, dann in Brasilien.
Zwei Siege in den kommenden beiden Rennen wären für Verstappen ein Riesenschritt zur ersten Weltmeisterschaft. "60:40", rechnete Marko vor, würden die Chancen dann für den Niederländer stehen.

Motto bei Mercedes in Mexiko: Bloß nicht Ausfallen!

Auch bei Mercedes laufen Rechenspiele. Das Ergebnis ist ein ähnliches: Verstappen ist Favorit. "45:55" stehen die Chancen für Hamiltons achten WM-Titel laut Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Er sagte im "RTL"-Interview:
Rein mathematisch bringt im Motorsport aber nichts, das kann sich von einem Rennen aufs andere sehr schnell ändern.
In den verbleibenden fünf Rennen sind 133 Zähler zu vergeben: 25 Punkte für fünf Siege, fünf Punkte für fünf schnellste Rennrunden und drei Punkte für den Sieg im Sprint in Interlagos. Alles ist möglich, nur eines zu vermeiden. Wolff sagte:
Ausfallen ist absolut verboten. Wenn wir ausfallen, hat Max vermeintlich 37 Punkte Vorsprung, das ist dann schon eine Vorentscheidung.
Planbar ist ein Ausfall des Titelverteidigers für Verstappen nicht. Auf einen anderen Vorteil stellt man sich aber bereits ein. Red Bull geht davon aus, "dass Hamilton wahrscheinlich noch einmal eine Motorenstrafe bekommen wird. Ich weiß nicht, ob fünf oder zehn Plätze, aber das sollte auf alle Fälle auch zu unseren Gunsten sprechen", sagte Marko.
Die Luft für Lewis Hamilton wird dünner.
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(SID)

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