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Großer Preis von Mexiko - Sergio Pérez zittert um seine Zukunft bei Red Bull: "Irgendwann kommt der Punkt..."
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Update 28/10/2024 um 13:18 GMT+1 Uhr
Ausgerechnet beim Großen Preis von Mexiko - seinem Heimrennen - erreicht Sergio Pérez den nächsten Tiefpunkt. Der Routinier verpasst als 17. die Punkte deutlich, nachdem er seinen Boliden ausgerechnet im direkten Duell mit seinem potenziellen Nachfolger Liam Lawson ramponiert hatte. Die Luft bei Red Bull scheint für Pérez nach einer völlig verkorksten Saison dünner zu werden.
Sergio Pérez beim Großen Preis von Mexiko
Fotocredit: Getty Images
Ausgerechnet Liam Lawson. Ausgerechnet jener Fahrer, der Sergio Pérez die Zukunft in der Formel 1 streitig macht, sorgte beim mexikanischen Red-Bull-Piloten für den Tiefpunkt eines völlig verkorksten Heimspiels.
"Dieser Idiot", funkte Pérez nach dem Kontakt mit Lawson vom Schwesterteam Racing Bulls beim Großen Preis von Mexiko - und stand auch hinterher zu seiner Meinung. "Dieser Vorfall war absolut vermeidbar. Es war überhaupt nicht nötig", sagte Pérez.
Die Berührung der Boliden hatte Folgen. Beide Autos fielen zurück, Pérez' Unterboden hatte massive Schäden erlitten. Am Ende wurde Pérez 17. und verpasste einmal mehr die Punkte.
Das könnte noch viel weitreichendere Folgen haben für den Routinier, der trotz Vertrag bis 2026 um sein Cockpit bei Red Bull bangen muss. Schon im Qualifying war Pérez nur 18. geworden, im Rennen blieb er wieder ohne Punkte - das Top-Team verlor auch deshalb den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung an Ferrari.
Marko über Pérez: "Zukunft offen"
Pérez war sich sicher, dass das Gastspiel in der Heimat nicht sein letztes in der Formel 1 gewesen war. "Ich werde auch nächstes Jahr hier sein und weiter um den Sieg kämpfen. Denn das ist mein Traum", sagte er. Die Meinungen darüber waren geteilt.
Red Bull wird am Saisonende die Platzvergabe evaluieren. Die zentrale Frage dabei ist, wer als Teamkollege von Max Verstappen in die Saison 2025 startet.
"Zukunft offen", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bei "Sky" auf Nachfrage zu Pérez' künftiger Rolle. Auch Teamchef Christian Horner ließ die bisher deutliche Rückendeckung vermissen.
Die Formel 1 sei ein ergebnisorientiertes Geschäft. Leistungen würden "immer auf dem Prüfstand" stehen. "Wir arbeiten so hart wie möglich mit Checo zusammen, wir haben alles getan", sagte Horner, "aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man nicht mehr viel tun kann, an dem schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen."
Deutlich positiver hatte sich Horner schon am Freitag über Lawson geäußert. Ausgerechnet.
Schumacher mit Klartext zu Pérez
Experte Ralf Schumacher erklärt bei "Sky", dass er für Pérez keine Zukunft sieht: "Nächstes Jahr fährt der sowieso keinen Meter in dem Auto, da bin ich mir ziemlich sicher. Ich glaube noch nicht mal, dass er die Saison zu Ende fährt."
"Red Bull wird nach diesem Wochenende eine Entscheidung treffen. Das hat ja auch alles keinen Sinn mehr, für beide Seiten nicht. Auch für Perez nicht. Der arme Mann ist so unter Druck, der geht jetzt auch nicht freudestrahlend nach Hause", erklärt Schumacher."Das soll ja auch Spaß machen. Und vor allem finanziell ist das ein Desaster fürs Team, nicht nur für die Mechaniker. Wenn man jetzt noch was ändern will gegen Ferrari, dann muss man jetzt schnell was ändern", betont er.
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(SID)
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