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Mick Schumachers Crash in Miami sorgt bei Haas für Punkt-Frust: US-Rennstall reist ohne Zählbares ab
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Publiziert 11/05/2022 um 16:44 GMT+2 Uhr
Beim Grand Prix von Miami ging Haas zum zweiten in dieser Formel-1-Saison komplett leer aus, da weder Kevin Magnussen noch Mick Schumacher punkten konnten. Teamchef Günther Steiner war nach dem beutelosen Wochenende sichtlich bedient und nahm seine beiden Schützlinge im Anschluss in die Pflicht. Besonders der Aussetzer von Schumacher missfiel dem Italiener in der nachfolgenden Analyse.
Günther Steiner nahm seine Piloten in die Pflicht
Fotocredit: Getty Images
Schumacher lag bei der späten Safety-Car-Phase auf einem aussichtsreichen neunten Platz, doch sein Rennen endete nach einer Kollision mit Sebastian Vettel.
Nach einem Reparaturstopp für einen neuen Flügel belegte der Deutsche Platz 15. Teamkollege Magnussen verlor seine Position, als er für den Restart um neue Reifen bat - eine Strategie, die für den Dänen nicht aufging.
In der Schlussphase wurde er in eine Berührung mit Lance Stroll von Aston Martin verwickelt. Schließlich stellte das Team sein Auto kurz vor der Zielflagge ab.
Entsprechend ernüchternd fiel Steiners Fazit aus. "Ich denke, jeder hat sich neu formiert. Wir haben uns wieder in eine gute Position gebracht, und dann, zehn Runden vor Schluss, ging alles den Bach runter", ärgerte sich der Haas-Teamchef.
Steiner über Schumacher: "Nicht auf diese Weise"
"Wer ist nach einem Wochenende wie diesem nicht enttäuscht? Ich denke, wir können niemand anderem die Schuld geben als uns selbst. Wir waren in den Punkterängen. Es war möglich, mit zwei Autos in die Punkteränge zu kommen, und dann haben wir beim Neustart einfach alles verloren. Sehr enttäuschend."
Erst recht, weil es so vielversprechend aussah: "Die Jungs haben sich sehr gut zusammengerauft, und dann haben wir ein paar Fehler gemacht und am Ende nichts gewonnen - oder nicht mit nichts, sondern sogar noch mit beschädigten Teilen."
Auf die Frage, ob Schumacher in seinem späten Zweikampf mit Vettel seiner Meinung nach mehr Geduld hätte haben können, sagte Steiner: "Ich bin nicht der Fahrer. Ich meine, wir müssen das durchgehen. Ich habe nicht mit ihm gesprochen, aber natürlich dürfen wir auf diese Weise keine Punkte verlieren."
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Sebastian Vettel und Mick Schumacher kollidierten beim Grand Prix von Miami
Fotocredit: Imago
Haas-Teamchef trauert um ungenutzte Chancen
Steiner bestätigte auch, dass Magnussen auf seinen Stopp unter dem Safety-Car gedrängt hatte, der eine Runde nach allen anderen Fahrern erfolgte. "Er wollte unbedingt reinkommen", verriet er. "Unser Vorschlag war das nicht, aber er sagte: 'Ich will neue Reifen.' Und er sagte: 'Es war mein Fehler, ich hätte es nicht tun sollen.'"
Zwar seit die derzeitige Form des Teams im Allgemeinen ermutigend, doch man könne sich nicht erlauben, Chancen auf Punkte derart zu vergeben, betonte der 57-Jährige: "Es ist eine positive Sache, aber man muss sein Potenzial nutzen."
"Mit einem Auto wie diesem sind es im Grunde genommen verlorene Chancen. Ich bin nach dieser Veranstaltung ziemlich enttäuscht. Aber wir müssen zurückbesinnen und sehen, was wir in Spanien und Monte Carlo machen können. Und wir müssen es besser machen als das hier, denn wir haben das Auto, um es besser zu machen."
"Das ganze Team hat am Ende nichts gewonnen. Und für mich ist das Team das Wichtigste", sagte Steiner weiter und mahnte: "Wir können nicht immer wieder sagen, dass am nächsten Wochenende ein Rennen stattfindet, denn plötzlich ist es das Ende des Jahres, und man wartet auf das 24. Rennen, und es kommt nicht."
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