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GP von Miami: Sergio Pérez wird vom Edelhelfer zum Erzrivalen - WM-Duell im Red Bull mit Max Verstappen
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Publiziert 04/05/2023 um 17:10 GMT+2 Uhr
Gleich zwei Siege gegen Max Verstappen, in Miami winkt nun sogar die WM-Führung: Der Höhenflug von Sergio Pérez belebt die Formel-1-Saison. Aber ist er auch von Dauer? Beim ersten Grand Prix in den Vereinigten Staaten der Saison könnte dem Mexikaner eine Premiere in seiner Karriere gelingen. Bei Red Bull weiß man um die Brisanz des Duells mit Verstappen - und gibt sich bislang gelassen.
Sergio Pérez bietet Max Verstappen die Stirn
Fotocredit: Getty Images
Es droht mal wieder Langeweile in der Formel 1, aber ein Mann hat die Hoffnung noch nicht verloren. "Ich glaube wirklich, dass ich mittendrin bin", sagt Sergio Pérez und meint: Mittendrin im Kampf um die WM, ganz nah dran an Max Verstappen: "Ich will den Titel genauso sehr wie er."
Und bei der Ankunft in Miami sah Pérez ja wirklich aus wie ein echter Konkurrent für seinen Teamrivalen bei Red Bull, für den zweimaligen Weltmeister. Am Sonntag (21:30 Uhr live im Ticker) steigt in der schwülen Hitze Floridas das fünfte Saisonrennen, es wird ein Kraftakt für die Fahrer, den meisten Schwung dafür bringt zweifellos Pérez mit.
In Baku gewann der Mexikaner am vergangenen Wochenende den Sprint und den Grand Prix, plötzlich liegt er nur noch sechs Punkte hinter dem vermeintlich Unschlagbaren. Verstappen, so viel scheint im Moment festzustehen, muss niemanden fürchten, der im Ferrari oder im Mercedes sitzt. Mit dem Mann im anderen Red Bull ist es etwas komplizierter.
Das war so nicht unbedingt zu erwarten, in den vergangenen beiden Jahren war Pérez schließlich kein echter Gegner im teaminternen Duell. Im Frühsommer 2023 sind die Vorzeichen allerdings auch andere. Nach seiner Ankunft beim Topteam war Pérez vor allem ein hoch veranlagter Helfer im sehr engen Duell mit Mercedes, er füllte diese Rolle überzeugend aus, Verstappen wurde Weltmeister.
Pérez legt furiosen Start hin
Mittlerweile allerdings ist Red Bull derart überlegen, dass der Kampf um Siege zur internen Angelegenheit wird. Pérez, schon 33 Jahre alt und lange in Mittelfeldteams unterwegs, sieht die einmalige Chance, seine Karriere zu veredeln. Und natürlich, das wurde in den vergangenen Wochen offensichtlich, leidet in einer solchen Konstellation die kollegiale Beziehung.
Es geht verbissener zu bei Red Bull, und Pérez schärft dabei durchaus sein Profil. Eine gewisse Jetzt-oder-nie-Einstellung ist auszumachen, und die scheint durchaus hilfreich. Zwei der vier Grands Prix des Jahres gewann er, dazu der Sieg im Sprint. Nie kam Pérez so gut in eine Saison, auch Verstappen ist etwas aufgefallen an seinem Nebenmann. "Er ist auf der Höhe, er fühlt sich in unserem Auto immer wohler", sagt der Niederländer.
Ein weiterer Sieg für Pérez in Miami wäre nun ein großes Zeichen und mehr als nur das: Erstmals in seiner Karriere würde der Mexikaner die WM anführen.
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Sergio Pérez hat den Grand Prix von Aserbaidschan gewonnen
Fotocredit: Getty Images
Wird Miami erneut zum WM-Knackpunkt?
Ein stetes Hin und Her zwischen den Red-Bull-Piloten wäre, angesichts der schwachen Konkurrenz, die vielleicht letzte Hoffnung für diese noch ziemlich lange Formel-1-Saison. Zumindest der Teamchef erwartet einen ausgeglichenen Zweikampf. "Es wird wie Ebbe und Flut sein mit den beiden", sagt Christian Horner.
Ob diese Hoffnung realistisch ist, bleibt allerdings abzuwarten. Vielleicht lohnt ein Blick zurück. Vor ziemlich genau einem Jahr kam Perez nämlich schon mal gut gelaunt nach Miami. Sein Rückstand auf Verstappen damals: nur fünf Punkte. Dann gewann der Weltmeister in Florida - und ließ Pérez in den folgenden Monaten keine Chance mehr.
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(SID)
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