Sebastian Vettel (Aston Martin) fuhr im zweiten Freien Training auf den zehnten Platz, obwohl er ausgerechnet in der Phase, in der die schnellsten Runden gefahren wurden, einen Fremdkörper im Auge hatte. "Ich muss langsam fahren", funkte er an die Box. Vettel blieb zunächst draußen, obwohl die Sehprobleme nicht aufhörten.
"Sky"-Experte Ralf Schumacher schlug dem Aston-Martin-Piloten im Live-Kommentar vor, er solle doch von der Ideallinie fahren, langsamer machen, einen Handschuh ausziehen und die Sache selbst regeln. Kommentator Sascha Roos hielt das zuerst für einen Scherz - aber Schumacher blieb todernst: "Hilft ja nix!"
Acht Minuten vor Ende des Donnerstagstrainings crashte dann Mick Schumacher, der sich bis dahin erfolgreich von den Leitplanken ferngehalten hatte. Der Haas-Pilot rutschte bei Massenet weg und schlug dort an, fuhr zunächst weiter, rollte dann aber bei der Hafenschikane aus und stellte sein Auto ab.
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Das hatte eine rote Flaggen und das vorzeitige Ende der Session zur Folge.

Tagesbestzeit für Leclerc

Besser machte es Leclerc. Der gebürtige Monegasse, der in seiner Heimat weder in der Formel 2 noch in der Formel 1 bislang die Zielflagge gesehen hatte, setzte in 1:11,684 Minuten die Tagesbestzeit vor Sainz (0,112). Mercedes-Star Hamilton (+0,390) und Verstappen (+0,397) folgten. In der WM ist Rekordchampion Hamilton dem Niederländer vor dem fünften Saisonrennen am Sonntag (15:00 Uhr im Liveticker) um 14 Punkte voraus.
"Diese Strecke ist immer wieder hypnotisierend. Du musst jedes mal erst lernen zu laufen, bevor du rennst", sagte Hamilton: "Ferrari ist hier sehr stark, das hat mich überrascht. Aber das ist toll, es bedeutet mehr Wettbewerb."
Generell verlief der Trainingsdonnerstag im Fürstentum aber reibungsloser als erwartet. Fernando Alonso (Alpine) hatte bereits am Vormittag bei Anthony Noghes die Leitplanken geküsst, Kimi Räikkönen (Alfa Romeo) war in Sainte Devote neben der Strecke. Kleinere Missgeschicke unterliefen auch Sainz und Yuki Tsunoda (AlphaTauri).
Letzterer konnte nach seinem Mauerkuss ausgangs Schwimmbad in FT2 nicht weiterfahren. Nicholas Latifi (Williams) nach seinem Steher in der alten Loews-Haarnadel schon: Er habe einen "weird pushing Moment" gehabt, funkte er seinem Renningenieur; blieb kurzzeitig stehen, ohne einzuschlagen, und fuhr danach einfach weiter.
Die Teams haben nun ungewöhnlich viel Zeit, die richtigen Schlüsse zu ziehen. In Monaco pausiert die Formel 1 traditionell am Freitag, dafür wird es im Qualifying am Samstag (15:00 Uhr im Liveticker) umso ernster: Weil auf dem engen und kurvenreichen Kurs Überholen kaum möglich ist, ist ein guter Startplatz vorentscheidend für den Sieg. Bei den letzten 20 Monaco-Rennen startete der spätere Gewinner 16-mal von Platz eins oder zwei, viermal von Rang drei.
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(motorsport-total.com und SID)

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