Schumacher sei guter Dinge gewesen, "wenigstens mitzukämpfen mit Williams", sagte Schumacher. "Vom Gefühl im Auto her, von der Zeit, die wir im dritten Freien Training gefahren sind. Von daher hatten wir schon hohe Hoffnungen." Doch eben diese zerschellten im dritten Freien Training nach P14 an der streckenäußeren Leitplanke.
Schumacher selbst äußerte sich nicht direkt zum Unfall, wohl aber dessen Teamchef Günther Steiner. Er analysierte bei "Sky": "Ich glaube, in Kurve 4 war er ein bisschen zu weit innen, ist dann instabil geworden, gerutscht und dann einfach in die Leitplanke."
Einen Vorwurf machte Steiner Schumacher nicht. "Das geht hier so schnell", meinte er. "Zehn Zentimeter in der falschen Richtung und du bist in der Leitplanke."
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Die Schäden am Unfallauto jedenfalls waren zu groß, als dass Haas das Auto rechtzeitig zum Qualifying hätte reparieren können, zumal auch das Getriebe gewechselt werden musste. Dafür bekommt Schumacher noch eine Strafversetzung um fünf Positionen für die Startaufstellung, die aber verpufft, weil er ohnehin als Letzter ins Rennen geht.

Steiner nimmt Schumacher in Schutz

Und Steiner meinte: Die Nicht-Teilnahme am Qualifying sei ohnehin die größte Strafe für den Formel-1-Neuling. "Das steht im Vordergrund", sagte der Haas-Teamchef.
Die Enttäuschung sei "groß", gerade weil Schumacher vor dem Crash überzeugt habe. Steiner: "Er war nicht so schlecht unterwegs, muss man auch sagen. Wir waren deswegen happy. Wir können mit den Williams kämpfen. Das ist für uns sehr schön. Und dann in der letzten schnellen Runde das."
Er habe sich aber schon auf dergleichen gefasst gemacht, schließlich tritt Haas in diesem Jahr mit zwei Rookies in Monaco an. "Das ist zu erwarten", sagte Steiner mit Blick auf Schäden am Fahrzeug. "Das gehört leider dazu."
Schumachers Teamkollege Nikita Mazepin allerdings hielt sich bisher schadlos in Monaco, wohingegen Schumacher schon zweimal binnen dreier Einheiten Bekanntschaft mit den Leitplanken machte.

Mick Schumacher - GP Monaco 2021

Fotocredit: Getty Images

Schumacher nach Crash zerknirscht

Der Deutsche gibt sich zerknirscht. Es habe sich "natürlich nicht toll angefühlt", im Qualifying nur Zuschauer zu sein. Und: "Im Endeffekt tut es mir einfach nur leid fürs Team und natürlich auch für mich. Wir konnten im Qualifying nicht zeigen, was wir hatten. Aber nichts ist verloren. Wir haben noch morgen, das Rennen. Und das Rennen ist immer interessant hier."
Steiner denkt ähnlich: "Auch wenn wir als Letzte starten, vielleicht regnet es, vielleicht passiert irgendwas. Man weiß ja nie", meinte der Haas-Teamchef.
Schumacher habe sich nach dem Zwischenfall jedenfalls sehr korrekt verhalten, betonte Steiner: "Er hat sich bei allen entschuldigt. Er hat gesagt, es war ein dummer Fehler. Er fasst sich selbst an die Nase. Er hat keine Ausrede gesucht, gar nichts. Es war ein Fehler. Ende. Dann entschuldigt man sich und das Leben geht weiter."
Er habe Schumacher daher auch keine Standpauke gehalten. Im Gegenteil, meinte Steiner. "Ich habe gesagt: 'Kopf hoch, morgen ist ein neuer Tag.' Und da sehen wir weiter."
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