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Monaco GP: Sergio Pérez triumphiert bei Vierkampf um den Sieg - Mick Schumacher crasht in die Mauer
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Publiziert 29/05/2022 um 18:04 GMT+2 Uhr
Sergio Pérez (Red Bull) hat den prestigeträchtigen Großen Preis von Monaco gewonnen. Der Mexikaner siegte am Sonntag in einem turbulenten Rennen vor Carlos Sainz (Ferrari) und Max Verstappen (Red Bull). Aufgrund einer Regenunterbrechung zu Beginn endete der Klassiker nach der maximalen Renndauer von zwei Stunden. Sebastian Vettel (Aston Martin) holte einen Punkt. Mick Schumacher crashte heftig.
Sergio Pérez im Red Bull vor Carlos Sainz (Ferrari) in Monaco
Fotocredit: Getty Images
Im siebten Saisonlauf ging der Sieg damit erstmals weder an Max Verstappen noch an Charles Leclerc. Der Ferrari-Star, der von der Pole Position in den Formel-1-Klassiker gegangen war, musste sich bei seinem Heimrennen mit Rang vier begnügen und verpasste damit erneut den ersehnten Heimsieg.
Im WM-Klassement baute Verstappen seinen Vorsprung damit leicht aus, der Abstand auf Leclerc beträgt nun neun Zähler.
Leclerc und seine Heimat Monaco - das passt zumindest in einem Rennwagen weiterhin nicht zusammen: Der Ferrari-Pilot wurde Opfer des Regens sowie kapitaler Strategiefehler seiner Crew und belegte nur Rang vier. Zumindest, das allerdings dürfte lediglich ein schwacher Trost sein für den WM-Kandidaten, erreichte er auf "seinen" Straßen erstmals das Ziel.
"Mir fehlen die Worte, wir können das nicht machen", funkte Leclerc nach der Zieleinfahrt fassungslos an die Box - der Pole-Setter hatte anfangs souverän in Führung gelegen.
Mick Schumachers Auto wird in zwei Teile gerissen
So war das Rennen auch ohne Sieg ein kleiner Erfolg für Verstappen. "Ich habe das Beste gegeben nach meinem schwierigen Qualifying", sagte er, "und wir haben einen guten Job mit der Strategie gemacht. Als Team können wir nach diesem hektischen Sonntag zufrieden sein."
Mick Schumacher flog in der 27. Runde ab, sein Haas wurde bei dem schweren Einschlag in der Hafenschikane in zwei große Teile gerissen. "Die Autos sind breiter als letztes Jahr - in dem Fall waren sie zu breit und ich habe mich verschätzt", sagte Schumacher bei Sky und nahm die Schuld auf sich. Körperlich sei er "okay".
Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher wartet auch nach seinem 28. Formel-1-Rennen weiter auf Punkte. Ex-Champion Sebastian Vettel (Heppenheim) belegte im Aston Martin Rang zehn.
Starker Regen sorgt für Unterbrechung
Nach Leclercs Fahrt am Samstag auf die Pole Position setzten die Verfolger ihre Hoffnungen in den prognostizierten Regen - und dieser kam wie bestellt kurz vor dem Start um 15 Uhr. Der Niederschlag war allerdings sehr stark, nach zwei Formationsrunden hinter dem Safety Car entschied die Rennleitung auf Unterbrechung.
Erst mit mehr als einer Stunde Verzögerung wurde das Rennen wieder aufgenommen. An der Spitze änderte sich zunächst nichts, Leclerc konnte das Tempo bestimmen. Allerdings reagierte Ferrari zu spät auf die abtrocknende Strecke. Perez überholte den Monegassen sprichwörtlich in der Box durch einen früheren Stopp auf Intermediates.
Ferrari ging anschließend volles Risiko und holte nur drei Runden später seine beiden Fahrer rein, um ihnen Trockenreifen zu geben. Im Falle von Leclerc war dies offenbar so nicht beabsichtigt - der Monegasse war allerdings schon in die Boxengasse abgebogen, als sein Renningenieur ihm zurief, auf der Strecke zu bleiben. "Was verdammt nochmal machen wir da?", fluchte Leclerc im Funk, nachdem er sich nur noch auf Rang vier wiederfand.
Letzter Grand Prix in Monaco?
Nach dem Restart infolge des Schumacher-Crashs war für Leclerc nicht mehr viel zu machen, auf trockener Strecke ist das Überholen in Monaco praktisch ein Ding der Unmöglichkeit. Zudem stattete ihn seine Crew mit einer härteren und damit langsameren Reifenmischung aus als Perez und Verstappen.
Über dem Monaco-Wochenende schwebte die Frage, ob das Glamour-Rennen womöglich zum letzten Mal zum Kalender gehört. Der Vertrag zwischen der Formel 1 und dem Veranstalter läuft aus. Bislang zahlt Monaco ein geringes Antrittsgeld und genießt viele Privilegien, welche die Formel-1-Führung beschneiden möchte.
Alle Augen richteten sich auf Leclerc, zahlreiche Fahnen und Banner waren dem Local Hero gewidmet. Leclerc hatte bei den vorherigen fünf Anläufen in der Formel 1 bzw. Formel 2 in seiner Heimat nie das Ziel erreicht - 2021 schaffte er es als Pole-Setter wegen eines Schadens nicht mal in die Startaufstellung. Diesmal kam er weiter, zufrieden war er trotzdem nicht.
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(mit SID)
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