GP Monaco: Norris gewinnt Qualifying und versagt Leclerc die Heim-Pole - Hamilton bestraft

McLaren-Pilot Lando Norris hat die Pole Position für den Grand Prix in Monaco erobert und kann im WM-Kampf damit auf einen wichtigen Erfolg hoffen. Der Brite setzte sich im Qualifying am Samstag vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc durch und beendete damit auch dessen Höhenflug: Der Monegasse hatte in den Straßen seiner Heimat zuvor alle Trainingssessions dominiert. Oscar Piastri wird Dritter.

Lando Norris fährt in Monaco auf die Pole Position

Fotocredit: Getty Images

Lando Norris grinste und grinste, offensichtlich beflügelt von diesem mittlerweile so ungewohnten Gefühl. Der Engländer war vor Monaten als Titelfavorit in die Saison gegangen, dann folgten schwierige Wochen - doch an diesem sonnigen Samstag in Monaco war er endlich wieder: der Beste. Die wohl wichtigste Pole Position des Jahres will er im Rennen am Sonntag nun in den Comeback-Sieg verwandeln.
"Für mich ist diese Pole Position eine wirklich große Sache, nicht nur weil es Monaco ist", sagte Norris nach dem Qualifying: "Ich habe eine Weile darauf gewartet, das fühlt sich jetzt gut an."
Norris setzte sich vor dem Lokalhelden Charles Leclerc durch, der im Ferrari zuvor überraschend alle Trainings auf dem Stadtkurs dominiert hatte. Noch wichtiger allerdings: Er gewann auch das Teamduell mit Oscar Piastri, dem WM-Spitzenreiter, der ihm im Laufe der bisherigen Saison den Rang abgelaufen hatte.
Piastri wird nur von Rang drei starten, das hatte sich seit der Ankunft in Monaco durchaus angedeutet. "Ich habe an diesem Wochenende so viele Banden mitgenommen, wie in meiner ganzen Karriere nicht", sagte der Australier, "das war alles etwas wackelig."

Hamilton strafversetzt

Norris hatte den Saisonauftakt in Australien gewonnen, stand seither aber fast durchgehend im Schatten seines Teamkollegen. Monaco könnte nun die Wende bringen, auch im WM-Klassement: Nur 13 Punkte beträgt sein Rückstand auf Piastri. Weitere neun Zähler dahinter liegt Max Verstappen.
Der Weltmeister im Red Bull holte eigentlich nur Startplatz fünf, wird aber von Rang vier starten: Er profitiert von der Rückversetzung Lewis Hamiltons. Der Rekordweltmeister im zweiten Ferrari hatte Verstappen im Laufe des Qualifyings auf einer schnellen Runde behindert und fällt durch die Strafe auf Rang sieben zurück.
Nico Hülkenberg im Sauber qualifizierte sich für den 13. Startplatz und hat damit die Punkteränge zumindest in Reichweite. Zum echten Reinfall wurde die Zeitenjagd für Mercedes. Kimi Antonelli rutschte schon im Q1 in die Bande, an George Russells Auto streikte im Q2 der Antrieb, am Ende standen nur die Plätze 14 (Russell) und 15 (Antonelli) für das Duo.

Leclerc trotz Platz 2 enttäuscht

Wirklich enttäuscht war am Samstagabend Leclerc, obwohl die Startplätze zwei und vier vor dem Wochenende nicht zu erwarten waren für die zuvor schwache Scuderia. "Man vergisst leider ziemlich schnell, was man vorher erwartet hatte, wenn das Training so gut läuft", sagte er: "Die Enttäuschung ist groß."
Vielleicht geht am Sonntag aber doch etwas für den Monegassen, der sein Heimrennen vor fast genau einem Jahr erstmals gewonnen hatte.

Neue Monaco-Regel soll Spannung bringen

Auf der engen Strecke ist das Qualifying zwar wichtiger als anderswo, eine neue Regel soll dieses Mal aber für mehr Überraschungen im Rennen sorgen: Da das Überholen auf dem Stadtkurs kaum möglich ist, müssen alle Fahrer mindestens zwei Reifenwechsel absolvieren. Dies soll für mehr Positionswechsel und einige Ungewissheit sorgen.
"Ich glaube, das wird ein bisschen chaotisch", sagte Leclerc, "es wird viele Strategiespiele geben. Mal sehen, wer am Ende ganz vorne rauskommt."
(SID)
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Quelle: Perform


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