Im Interview mit "Sky" erklärte Glock: "Ich glaube, dass das Auto auf dieser Strecke einfach nicht so optimal funktioniert hat und nicht die Pace hatte, wie es vorher der Fall war. Im Mittelfeld ist es unfassbar eng. Da geht es um zwei, drei Zehntel, die über vier, fünf Plätze entscheiden. Es geht um AlphaTauri, Alfa Romeo, Alpine, die extrem eng zusammenhängen."
"Ich glaube einfach, die Strecke hat dem Aston Martin nicht so gelegen, wie sie den anderen Teams gelegen hat. Es werden auch wieder Strecken kommen, wo Sebastian wieder deutlich besser dastehen wird", vermutete Glock weiter und unterstrich: "Ich glaube nicht, dass das jetzt ein Schritt zurück ist."
Für Surer steht fest, "dass Vettel das Talent nicht verloren hat". Das habe der viermalige Weltmeister auf den Stadtkursen in Monaco und Baku "deutlich gezeigt", analysierte der Schweizer TV-Experte in einem aktuellen Interview, das auf dem YouTube-Kanal von "Formel1.de" in voller Länge gesehen werden kann.
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In dem Interview spricht Surer unter anderem über eine interessante Beobachtung: "Mir ist aufgefallen, dass er auf einigen Strecken gut ist, auf anderen nicht. [...] Sein letzter Sieg auf dem Ferrari war in Singapur. Ein Stadtkurs. Jetzt ist er wieder auf zwei Stadtkursen schnell gefahren. Stadtkurse liegen ihm offensichtlich. Da ist er gut unterwegs."

Vettel überzeugt auf Stadtkursen

"Auf vollkommen normalen Strecken fehlt ein bisschen was. Mir fällt diese Schwankung auf. Das habe ich früher nicht beobachten können bei ihm", so der 82-fache Grand-Prix-Teilnehmer weiter. Stadtkurse, sagte er, hätten viel mit Geschicklichkeit zu tun: "Du wirfst das Auto in die Kurven rein, hast weniger mit der Aerodynamik zu kämpfen, sondern mehr mit dem mechanischen Grip."
Dafür sei ein Fahrstil erforderlich ("der alte Fahrstil"), der Vettel mit den Formel-1-Autos der aktuellen Generation offenbar entgegenkommt. "Wenn's dann auf die schnellen Strecken geht, ist die Aerodynamik das Entscheidende, wie schnell ein Auto durch die Kurven fährt. Von da könnte der Unterschied herkommen", vermutete Surer.
Dass nur Vettels Fahrstil verantwortlich ist für die Leistungsschwankungen von Aston Martin in der Formel-1-Saison 2021, das glaubt Surer aber nicht. Er relativierte: "Wenn Vettel hinten rumfährt, ist Stroll meistens auch nicht weit weg. Von dem her liegt es nicht nur am Fahrstil von Vettel, sondern ich glaube, es liegt hauptsächlich am Auto."
"Der kann nach wie vor schnell Autofahren, wenn er die Chance bekommt und das Material dazu hat. Aber offensichtlich ist es für Aston Martin wahnsinnig schwierig, das Auto mit den Reifen ins richtige Fenster zu bringen. Manchmal gelingt es ihnen, manchmal sind sie völlig daneben. Solche Schwankungen sind sonst nicht erklärbar."
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