Max Verstappen und Sergio Pérez knapp an Crash vorbei - Red Bull gibt sich versöhnlich

Max Verstappen und Sergio Pérez haben im Sprint beim Grand Prix von Österreich für einen weiteren Akt der Dominanz seitens Red Bull gesorgt. Der Weg zum Doppelsieg gestaltete sich aus Sicht des österreichischen Rennstalls aber alles andere als ruhig. Vielmehr gerieten Verstappen und Pérez auf der Strecke von Spielberg bereits in der ersten Runde aneinander - gaben sich im Anschluss aber gelassen.

Sergio Pérez und Max Verstappen

Fotocredit: Getty Images

"Was stimmt nicht mit Max?", funkte Red-Bull-Pilot Sergio Pérez nach einer turbulenten ersten Runde im Spielberg-Sprint 2023. Der Mexikaner und Teamkollege Max Verstappen waren sich auf den ersten Kilometern gleich mehrfach etwas zu nahe gekommen.
Die beiden Red-Bull-Fahrer waren gemeinsamen aus der ersten Reihe gestartet und Verstappen verlor den Start auf feuchter Strecke. "Ich hatte keinen guten Start. Ich hatte eine Menge Wheelspin und Oszillationen, und dann verliert man massiv", berichtete der Weltmeister.
So zog Pérez an seinem Teamkollegen vorbei und kam als Führender aus der ersten Kurve. "Pérez hatte den besseren Start, das ist alles noch in Ordnung", erklärte Helmut Marko bei "Sky". Doch auf den folgenden Metern kam es zum ersten Zwischenfall.
"Ich hatte einen guten Start und fuhr etwas zu tief in Kurve 1. Am Ausgang versuchte ich einfach, meine Linie zu schützen, und ich realisierte nicht, dass Max fast schon neben mir war", berichtete Pérez nach dem Rennen. Denn Verstappen kam besser aus der Kurve und setzte sich rechts neben Pérez.

Marko: "Nicht im Sinner guter Teamarbeit"

Der machte allerdings die Tür zu und der Niederländer musste mit zwei Rädern auf die nasse Wiese.
"Was jetzt kommt, vor allem unter nassen Verhältnissen, den anderen auf die Wiese schicken, das ist nicht ganz im Sinne von guter Teamarbeit", stellte Marko klar.
Pérez selbst erklärte: "Die Sicht war ziemlich schlecht. Obwohl es nicht so viel regnete, war es in den ersten Runden ziemlich hart, etwas hinter sich zu sehen, obwohl ich führte. Als ich realisierte, dass Max da war, da war es einfach schon etwas zu spät."
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Max Verstappen und Sergio Pérez

Fotocredit: Getty Images

Verstappen vs. Pérez: Red Bull erleichtert über Ausgang

"Er hat mich rausgedrückt, was zur Hölle?", funkte Verstappen während des Rennens und ergänzte nach der Zieldurchfahrt: "Der Ausgang von Kurve 1 war nicht wirklich schön. Das hätte ein sehr großer Unfall sein können. Da müssen wir vielleicht drüber sprechen."
Einige Minuten dem Rennen sah es Verstappen bereits deutlich entspannter und verriet: "Wir haben darüber gesprochen, denn in dem Moment weiß man nicht, warum es passiert. Aber nach dem Rennen haben wir darüber gesprochen. Es ist alles gut."
"Gott sei dank ist das positiv ausgegangen", ergänzte Marko und erklärte, Verstappen habe das Auto "noch gerade halten" können. Vorbei war der Kampf der beiden Red-Bull-Piloten auf der Strecke damit aber noch nicht. In Kurve 3 ging das Duell noch weiter.
Verstappen bremste sich innen neben Pérez, kam auf der nassen Piste aber etwas weit raus und schob damit gleichzeitig seinen Teamkollegen von der Strecke. Perez musste in die Auslaufzone, kam aber zurück und setzte sich vor Kurve 4 außen noch einmal neben Verstappen.
Doch wieder ließ Verstappen Pérez nur wenig Platz, sodass dieser sogar noch eine Position an Nico Hülkenberg im Haas verlor. Verstappen erklärte: "Es war nass, also kann man sowieso nicht die normale Linie fahren, weil es dort weniger Grip gibt."

Horner will offenes Duell

Pérez selbst sah es nach dem Rennen aber ähnlich entspannt wie Verstappen und betonte: "Wir haben nach dem Rennen darüber gesprochen. Es war einfach schade, dass ich den Platz an Nico verloren habe. Aber davon abgesehen haben wir die maximale Punktzahl für das Team geholt."
"Die erste Runde ist bei solchen Bedingungen immer schwierig. Es gibt keine Probleme", stellt der Mexikaner klar, und Marko antwortet auf die Frage, ob man das Thema intern noch einmal aufarbeiten werde: "Jetzt lassen wir es sich mal beruhigen. Aber klar muss man das ansprechen."
Teamchef Christian Horner erklärte bei "Sky" derweil: "Zum Glück haben sie sich nicht gegenseitig abgeräumt." Auf die Frage, wie die internen Zweikampfregeln aussehen, antwortete er: "Die Regeln sind sehr fair: Fahrt hart, aber lasst euch gegenseitig Platz."
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