GP von Sao Paolo: George Russell zwingt Max Verstappen im Sprint nach Mega-Duell in die Knie

George Russell hat den dritten Sprint der Saison gewonnen. Der Mercedes-Pilot lieferte sich einen spektakulären Kampf mit Weltmeister Max Verstappen (Red Bull) und triumphierte am Samstag in Brasilien vor Carlos Sainz (Ferrari) und Lewis Hamilton (Mercedes). Verstappen verpasste als Vierter seinen Sprint-Hattrick 2022. Polesitter Kevin Magnussen (Haas) wurde bis auf Platz acht durchgereicht.

George Russell (Mercedes)

Fotocredit: Getty Images

Max Verstappen ohne Chance gegen Mercedes und Ferrari, Mick Schumacher mit einer seltenen Aufholjagd im Haas: Der Samstag in Sao Paulo wurde zum Gegenteiltag in der Formel 1, der Sprint vor dem Großen Preis von Brasilien brachte große Unterhaltung. Nach 24 Runden ohne Boxenstopp feierte Mercedes-Pilot George Russell den Sieg und damit auch den ersten Startplatz für das Hauptrennen am Sonntag.
"Ich hätte nicht gedacht, dass wir so eine Geschwindigkeit haben", sagte Russell. Neben dem Briten gingen auch Carlos Sainz im Ferrari und Lewis Hamilton im anderen Silberpfeil an Verstappen vorbei, der sich als Vierter einreihte. Das Ergebnis des Sprints ergibt die Startaufstellung für den Grand Prix, allerdings wird Sainz aufgrund einer Motorenstrafe um fünf Plätze zurückversetzt - damit wird Mercedes die erste Startreihe bilden.
Kevin Magnussen im Haas, am Freitag völlig überraschend auf der Pole Position, hatte es wie erwartet schwer, rettete als Achter aber immerhin einen für sein Team wichtigen Punkt. Genau andersherum lief es für Mick Schumacher im anderen Haas: Als Letzter gestartet, machte er acht Positionen gut, so viele wie kein anderer Pilot im Feld. Er holte Rang 12 und damit eine ordentliche Ausgangsposition für das Rennen.
"Ich hatte eine gute erste Runde, das hat geholfen", sagte Schumacher bei "Sky", "ich hatte dann aber früh im Rennen das Gefühl, dass etwas mit dem Motor nicht stimmt. Wir haben daher viel daran gearbeitet, das war etwas wild. Wenn alles perfekt gelaufen wäre, wären noch zwei Plätze mehr drin gewesen." Auch Sebastian Vettel im Aston Martin verbesserte sich von Startplatz 13, er wird am Sonntag als Neunter starten.

Magnussen gewinnt den Start

Die sehr ursprüngliche, hügelige Strecke in Interlagos hatte immer schon wilde Verläufe begünstigt, und am Freitag war sie ihrem Ruf mal wieder gerecht geworden. Der Asphalt war während des Qualifyings nass, dann beinahe trocken, dann wieder nass. Dieses Wechselspiel verbunden mit einer Unfall-Unterbrechung sorgte für Magnussens völlig unwahrscheinliche Pole - die erste für ihn und auch für den Haas-Rennstall.
Der zähe Däne ganz vorne in der Startaufstellung, das war eine ungewohnte Ausgangsposition. Hinter ihm standen Verstappen und Russell in den viel schnelleren Autos, aber zumindest bei Red Bull hatte man Bedenken. "Magnussen ist ein harter Kämpfer, der auch Kämpfe ausführt, die für seine Position eigentlich sinnlos sind", sagte Motorsportchef Helmut Marko bei "Sky".
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Kevin Magnussen

Fotocredit: Getty Images

Schumacher mit Blitzstart

Magnussen strafte ihn allerdings Lügen. Der 30-Jährige legte einen hervorragenden Start hin, konnte sich zwei Runden lang an der Spitze halten. Dann wurde der Druck zu groß, und der Pole-Setter verzichtete auf wilde Verteidigungsmanöver.
Magnussen musste die Autos der Topteams ziehen lassen, auch Lando Norris im McLaren ging noch vorbei, der Däne hielt sich aber in den Top 8. Schumacher indes hatte sich nach dem schlimmen Freitag offensichtlich gefangen.
Das Qualifying hatte er bei wechselnden Bedingungen verpatzt, auf trockener Strecke machte er nun schon am Start vier Plätze gut.
(SID)
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Quelle: SID

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