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Neues Sprint-Format von Teams und Verantwortlichen angestrebt - weniger Verwirrung als oberstes Ziel
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Publiziert 04/11/2023 um 14:22 GMT+1 Uhr
Das Sprint-Format hat in der Formel 1 seit seiner Einführung im Jahr 2021 viele Freunde gewonnen - aber auch einiges an Kritik kassiert. Die Neuerungen der vergangenen Monate stimmten Teams und Fahrer jedoch nicht zufrieden, unter den Fans sorgten sie teils für große Verwirrung. Daher stecken die Verantwortlichen ihre Köpfe nun zusammen und feilen an einem neuen Format.
Oscar Piastri beim Sprint in Belgien
Fotocredit: Getty Images
Wird das Sprintformat in der Formel 1 für die Saison 2024 noch einmal verändert? Seit die Sprints als neues Gimmick 2021 eingeführt wurden, wurde eine Menge daran gearbeitet, um auf Kritik zu reagieren. Erst für 2023 hatte man den Sprint vom Rest des Wochenendes entkoppelt und ein neues Shootout-Qualifying statt des Trainings am Samstagmorgen eingeführt.
Wirklich glücklich ist man mit dieser Lösung aber nicht, weil die Startaufstellung für den Sonntag schon am Freitag gebildet wird und ein komplett anderer Tag mit einem anderen Wettbewerb dazwischen liegt.
Daher könnte man im kommenden Jahr zu einem traditionelleren Format zurückkehren und das reguläre Qualifying wieder auf Samstagnachmittag legen.
Diskussionen in der Formel-1-Kommission und mit Formel-1-Boss Stefano Domenicali laufen bereits. "Wir hatten in dieser Woche ein Treffen der Sportlichen Beratungsgruppe, und es gab Gespräche darüber, wie wir die Sprintevents verbessern können", bestätigte Aston Martins Performance-Direktor Tom McCullough. "Unser Job ist es, ein einfacheres, besseres, verständlicheres Format zu schaffen und immer noch die Aufregung von zwei Rennen zu haben."
Weniger Verwirrung, bitte!
Dem stimmte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff zu: "Selbst ich bin manchmal verwirrt und weiß nicht, was die nächste Session ist", sagte der Österreicher gegenüber "Sky" und wünscht sich daher eine andere Lösung - ganz nach dem Motto: "Verwirre dein Publikum nicht. Wir brauchen etwas, das einfacher zu verstehen ist."
Die Lösung könnte sein, das Format an das traditionelle Format mit dem Qualifying am Samstagnachmittag anzupassen. Das Qualifying am Freitagnachmittag würde dann der Shootout für den Sprint sein, der selbst vor dem Grand-Prix-Qualifying am Samstagvormittag stattfinden würde.
Somit hätte man das gleiche Format wie bei einem regulären Wochenende - nur dass das zweite und dritte Training durch den Shootout und den Sprint, die wieder eigenständig gewertet werden würden, ersetzt werden. "Das ist auf alle Fälle ein logischerer Ablauf", findet Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko.
"Das würde vielleicht weniger Verwirrung stiften", meinte auch Wolff und würde noch daran arbeiten, auch die einzelnen Formate etwas transparenter zu machen. Denn derzeit gibt es unterschiedliche Regeln, was etwa die Reifenzuteilung und -nutzung angeht - auch da sehen viele Otto-Normal-Fans nicht durch.
Neues Format, neue Probleme?
Sollte man den Sprint auf den gleichen Tag vor das Qualifying legen, gibt es für die Teams aber wieder neue Herausforderungen. Ferraris Sportdirektor Diego Ioverno warnte, dass die Teams zwischen den Sessions genügend Zeit haben müssten, um auf die Ereignisse im Sprint reagieren zu können.
"Wenn man das Sprintrennen auf Samstagmorgen legt, dann muss man sicherstellen, dass man den Teams genügend Raum gibt, um im Falle von Problemen für das Qualifying reagieren zu können", sagte er.
"Aber es liegen auch noch einige andere Optionen auf dem Tisch. Es gibt noch keinen definitiven Vorschlag, aber unser Ziel wird sein, dass die Teams zusammenarbeiten, um es gut für die Fans zu machen, wenn sich die FIA und die Formel 1 auf ein Format festgelegt haben, weil es ziemlich knifflig ist."
Sprints sollen bleiben
Fest steht nur, dass die Sprints auch weiterhin ein Teil der Formel 1 sein sollen, auch wenn sie nicht bei allen gut ankommen. "Ich bin kein Fan von diesen Wochenenden", sagte Wolff, "aber wenn sie aus Sicht der Zuschauer sinnvoll sind, dann müssen wir es natürlich machen."
"Der Sprint hat seine Vor- und Nachteile", ergänzte Marko. "Er nimmt vom Rennen Attraktion weg, aber für den Veranstalter hat es den Vorteil, dass man den Freitag und Samstag besser verkauft. Und Zuschauer, die sich kein Drei-Tages-Ticket nehmen, können doch ein Rennen und ein Qualifying sehen."
AlphaTauri-CEO Peter Bayer betonte derweil, dass der Sprint der Formel 1 "sehr, sehr viel gebracht", habe. "Die Fernsehzuschauer und die Zuschauer an der Strecke, die kriegen einfach mehr für ihr Geld am Ende des Tages", sagte er.
"Was schon Thema ist, ist die Struktur des Wochenendes", bestätigte er Diskussionen. "Aber da gibt es wieder diese Parc-ferme-Problematik, dass man am Auto nicht arbeiten darf. Es gibt Diskussionsbedarf. Es wollen auch alle aktiv daran mitarbeiten, und wir haben jetzt in Abu Dhabi die nächste Formel-1-Kommission, wo das auf der Agenda stehen wird."
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Quelle: Perform
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