GP von Brasilien: Daniel Ricciardo sitzt in Sergio Pérez' Nacken - Max Verstappen genervt von Gerüchten

Daniel Ricciardo hat beim Grand Prix von Mexiko ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und will seinen Höhenflug in São Paulo möglichst fortsetzen. Der Umstand, dass der Australier im unterlegenen AlphaTauri Lokalamatador Sergio Pérez ziemlich alt aussehen ließ, befeuerte die Gerüchte um eine Rückkehr zu Red Bull. Max Verstappen hält von den Spekulationen nicht viel und zeigte sich sichtlich genervt.

Max Verstappen und Daniel Ricciardo

Fotocredit: Getty Images

Für Daniel Ricciardo war der Grand Prix von Mexiko am vergangenen Wochenende der erhoffte Befreiungsschlag. Mit Platz vier im Qualifying und Platz sieben im Rennen hat er nicht nur AlphaTauri ein wichtiges Ergebnis beschert, sondern sich auch selbst bewiesen, dass er es nach zwei schwierigen Jahren bei McLaren noch kann.
"Dass ich von Anfang bis Ende ein starkes Wochenende hatte, sagt schon etwas", betonte der Australier und möchte das an diesem Wochenende in Brasilien untermauern. "Ein gutes Wochenende zu haben, ist nicht genug. In diesem Sport musst du immer nachlegen."
Was auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez natürlich für Schlagzeilen gesorgt hatte, war die Tatsache, dass der Australier dabei auch Sergio Pérez schlug - in dessen Cockpit er häufig geschrieben wird - und ihm auch nur wenig auf Max Verstappen fehlte. "Ja, das war schon cool", meinte er.
"Der vierte Platz ist großartig, aber es war nicht so, dass Max oder in dem Fall Charles [Leclerc] acht Zehntel vorne waren. Uns fehlten nur zwei Zehntel auf die Pole, und das fühlte sich genauso gut an wie der vierte Platz."

Ricciardos Erfolg als Balsam für die Seele

Natürlich wurde Ricciardo nach dem starken Ergebnis auch zu einem möglichen Wechsel zu Red Bull befragt. Doch er winkte ab und erklärte, es habe mit Red Bull keine Gespräche darüber gegeben: "Alles um meinen Vertrag für das nächste Jahr war nur auf AlphaTauri bezogen. Mehr ist da nicht", sagt er.
Das Wochenende in Mexiko sei für ihn einfach gut für die Seele gewesen - und natürlich auch gut für das Team, das von Position zehn in der Konstrukteurs-WM auf Position acht klettern konnte.
Für seinen ehemaligen Teamkollegen Verstappen ist es keine Überraschung, dass Ricciardo so schnell wieder in Form ist: "Das ist wie Fahrradfahren, das verlernt man nicht", meinte der Niederländer. "Er hatte natürlich ein super Wochenende und hat eine großartige Leistung gezeigt, aber ich sage jetzt nicht: 'Wow! Wie ist das möglich?' Ich weiß, was Daniel leisten kann."

Verstappen genervt: Mir egal, wer neben mir fährt

Und natürlich kommt auch wieder die Frage danach auf, ob er lieber Ricciardo oder Pérez als Teamkollege für 2024 hätte. Verstappen betonte, dass er immer ein tolles Verhältnis zu Ricciardo hatte, doch das habe er auch mit Pérez.
"Ich finde es ein bisschen unfair, jetzt hier zu sitzen und zu sagen, wen ich als Teamkollege bevorzugen würde. Sie waren beides tolle Teamkollegen, und am Ende ist es nicht meine Entscheidung. Ich bin auf meine eigene Performance fokussiert."
Verstappen unterstrich: "Wenn es nächstes Jahr Checo ist, großartig. Ich habe eine tolle Arbeitsbeziehung mit ihm und halte ihn auch persönlich für einen tollen Kerl. Und wenn es Daniel sein sollte, werden wir auch gut zurechtkommen und eine tolle Zeit haben."
"Aber die Formel 1 kann ein harter Sport sein, und ihr stellt hier solche Fragen. Vielleicht passiert auch gar nichts. Warten wir ab."
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Quelle: Perform

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