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Grand Prix von São Paulo: Max Verstappen fährt von Platz 17 zum Sieg im Regenchaos - Vorentscheidung im WM-Kampf
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Update 07/11/2024 um 18:57 GMT+1 Uhr
Max Verstappen hat den wohl unwahrscheinlichsten Sieg seiner Karriere eingefahren und seinem WM-Rivalen Lando Norris im Kampf um die Formel-1-Krone den vielleicht entscheidenden Schlag versetzt. Während der Niederländer im Autodromo Jose Carlos Pace als Regengott eine große Aufholjagd hinlegte, zerbrach der Brite im McLaren unter dem Druck im Kampf um die Weltmeisterschaft.
Wahnsinn in São Paulo: Verstappen triumphiert im Regen
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Verstappen bekam das Grinsen überhaupt nicht mehr aus seinem Gesicht. Immer wieder reckte der Niederländer von der obersten Stufe des Treppchens im Autodromo Jose Carlos Pace die Faust in den grauen Himmel, endlich durfte er wieder seiner Nationalhymne lauschen.
Denn der Red-Bull-Superstar hatte nach einer sensationellen Aufholjagd gerade eine 19-wöchige Durststrecke beendet - und damit auch die WM-Träume seines Rivalen Norris ziemlich brutal zertrampelt.
"Simply lovely", funkte Verstappen im Ziel an seine Box, einfach wundervoll. "Meine Emotionen waren wie eine Achterbahnfahrt", sagte er wenig später, "wir haben uns aus allem Ärger rausgehalten, haben die richtigen Entscheidungen getroffen und sind geflogen." Der Sieg sei "unglaublich".
Gemeinsam alberte er mit den ungewöhnlichen Podiumsgästen Esteban Ocon und Pierre Gasly herum. Während Verstappen zum Regengott des Grand Prix in Sao Paulo wurde, erlebte Titelkonkurrent Norris einen rabenschwarzen Tag. Der Brite zerbrach im McLaren unter dem Druck im Kampf um die Weltmeisterschaft, wurde von der Pole Position nur Sechster.
Norris fehleranfällig im Regenchaos
Über 69 turbulente Runden bewahrte Verstappen einen kühlen Kopf und feierte von Platz 17 den Sieg. Norris dagegen verlor schon beim Start seine Führung und präsentierte sich äußerst fehleranfällig. "Ich habe ein paar Fehler gemacht", sagte er bei Sky: "Es war an der Zeit, dass ein Rennen daneben geht."
In der WM baute Verstappen seinen Vorsprung deutlich aus, hat 62 Punkte Abstand und könnte sich schon beim kommenden Rennen in Las Vegas erneut den Titel sichern. "Das ist jetzt in greifbarer Nähe", sagte auch Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko.
Der Emmericher Nico Hülkenberg erlebte indes eine große Enttäuschung. Weil er in seinem Haas neben der Strecke aufsetzte und sich von den Stewards anschieben ließ, wurde er disqualifiziert.
Erste Aufregung hatte es aber schon in der Einführungsrunde gegeben. Lance Stroll blieb nach einem Dreher in seinem Aston Martin in einem feuchten Kiesbett stecken - Anfängerfehler. Der Start wurde um eine knappe Viertelstunde verschoben. Unterdessen hatte sich auch Norris einen Fauxpas geleistet. Beim Abbruch fuhr er zu früh los - vorerst blieb der Fehler aber folgenlos, sollte nach dem Rennen verhandelt werden.
Regen, Unfälle, Safety Car
Als die Startampel schließlich erlosch, kam Norris nur schleppend von der Stelle, Russell schnappte sich die Führung. Verstappen legte dafür einen Raketenstart hin und pflügte durch das Feld. Schnell reihte er sich hinter Norris' Wingman Oscar Piastri auf Rang acht ein. In der zehnten Runde überrumpelte Verstappen den McLaren-Pilot schließlich mit einem tollen Bremsmanöver und preschte weiter nach vorne.
Dann sorgte Hülkenberg mit seinem Unfall für ein Virtual Safety Car. Norris und Russell holten sich deshalb neue Regenreifen - Verstappen und Ocon blieben draußen und zogen vorbei. Weil die Strecke schnell unter Wasser stand kam nun das richtige Safety Car auf die Strecke.
Trotzdem fuhr Franco Colapinto (Williams) auf der Start-Ziel-Geraden in die Mauer. Die rote Flagge wurde geschwenkt, das Rennen unterbrochen - Verstappen konnte somit ohne Zeitverlust Reifen wechseln. Die Fahrer kletterten während der Unterbrechung aus ihren Cockpits, Norris trottete mit gesenktem Kopf ins Trockene.
Nach dem rollenden Restart rauschte Norris dann in eine Auslaufzone und fiel auf Platz fünf zurück. Dann sorgte Ferraris Carlos Sainz mit einem Unfall erneut für einen Einsatz des Safety Cars, und für Norris kam es dann noch dicker. Beim nächsten Restart verlor er seinen MCL38, fand sich plötzlich nur auf Platz sieben wieder. Verstappen holte sich währenddessen Platz eins, brannte eine schnellste Rennrunde nach der anderen hin und blies zu einer Triumph-Fahrt.
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(SID)
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