Das entspricht freilich nicht dem wahren Kräfteverhältnis an diesem Wochenende, denn Verstappen musste seine erste schnelle Runde mit den weichen Reifen nach einem Fahrfehler in der umgebauten Kurve 10 abbrechen und hatte anschließend keinen optimalen Grip mehr, als er ein zweites Mal zu einer persönlichen Bestzeit ansetzte.
Im FT1 am Vormittag hatte er mit nur 0,033 Sekunden Rückstand hinter Valtteri Bottas den zweiten Platz belegt. "Und das auf einer Strecke, auf der sie die letzten sieben Jahre dominiert haben", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner im Interview mit "Sky". "Wenn wir nur nahe an ihnen dran sind, ist das schon sehr ermutigend. Denn Barcelona ist eine Strecke, in der alles drinsteckt."
Bottas fiel am Nachmittag vom ersten auf den zweiten Platz zurück, 0,139 Sekunden hinter Hamilton, aber 0,026 Sekunden vor Charles Leclerc (Ferrari) und 0,157 Sekunden vor Esteban Ocon (Alpine), der nach der starken Vorstellung in Portimao überraschend schnell ins Rennwochenende startet, obwohl die Bedingungen in Barcelona ganz andere sind als vor einer Woche.
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Fernando Alonso im zweiten Alpine folgt vor den beiden AlphaTauris auf P5, Carlos Sainz im zweiten Ferrari auf P8. Nicht weniger als 14 Autos lagen am Ende der beiden Trainingsstunden innerhalb von einer Sekunde - das zeigt schon, wie dicht insbesondere das Mittelfeld in der Formel 1 umkämpft ist.

Q3 das Ziel für Vettel

Mittendrin in diesem Paket: Sebastian Vettel auf P11. Nach P8 am Vormittag ein weiterer ermutigender Schritt, schließlich hatte er am Ende weniger als acht Zehntelsekunden Rückstand auf die Spitze. "Es ist gut, dass wir vor McLaren sind. Aber knapp vor uns liegen ein paar andere Teams. Da haben wir noch Arbeit vor uns", sagt Otmar Szafnauer im "ORF".
Über Mittag habe man "das mechanische und aerodynamische Set-up geändert. Damit sind wir aber offensichtlich noch nicht weit genug gegangen", zeigt sich der Aston-Martin-Teamchef selbstkritisch. In Normalform sollte Q3 am Samstag ein realistisches Ziel sein - auch für Vettel, der diesmal die gleiche Spezifikation fährt wie Lance Stroll (14./+0,964).

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"Im Rennen in Portimao war Lance etwas stärker als Seb. Das lag sicher zum Teil daran, dass er die Upgrades hatte, Seb aber nicht. Hier in Barcelona haben wir die Upgrades an beiden Autos. Wir sind schon sehr gespannt auf die Auswertung mit beiden Autos", sagt Szafnauer.

Schumacher schlägt Masepin

Was mit den Updates besser werden soll, werde man erst im Verlauf der nächsten Rennen sehen. Aber: "Wir haben uns auf die Reifenarbeit konzentriert und den Abtriebsverlust, der mit den Änderungen im Reglement einhergeht. Das Upgrade sieht vor, dass wir einen Teil dieses entstandenen Defizits zurückgewinnen wollen", erklärt Szafnauer.
McLaren war am Freitag ebenfalls eines der Teams, die mit Updates nach Barcelona gekommen sind. Doch Lando Norris (12./+0,922) und Daniel Ricciardo (15./+1,025) konnten sich im zweiten Training nicht in Szene setzen. Was noch nicht viel bedeuten muss: Bei so knappen Zeitabständen können ein paar Kilogramm mehr Benzin im Tank gleich mehrere Positionen ausmachen.
Mick Schumacher fuhr im Haas hinterher, wie nicht anders zu erwarten war. Der Deutsche belegte den 19. Platz - 0,280 Sekunden hinter Nicholas Latifi (Williams), aber 0,427 Sekunden vor seinem Teamkollegen Nikita Masepin. Der fiel übrigens wieder einmal negativ auf, diesmal bei einem "unsafe Release" ausgerechnet vor der Nase von Kimi Räikkönen (16./Alfa Romeo/+1,043).
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