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Grand Prix von Spanien: Max Verstappen in Schwierigkeiten - Die Rückkehr des Rowdys als Zeichen für Machtlosigkeit
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Publiziert 02/06/2025 um 14:57 GMT+2 Uhr
Max Verstappen erinnert mit seinem Rammstoß an eigentlich längst vergangene Rowdy-Zeiten. Der Vorfall könnte noch ganz gravierende Folgen für den Formel-1-Weltmeister haben - und ist wohl auch Ausdruck seiner Machtlosigkeit im Titelkampf. Schließlich liegt der Niederländer in seinem Red Bull mittlerweile 49 Punkte hinter WM-Leader Oscar Piastri, der im McLaren die Rennen nach Belieben dominiert.
Max Verstappen fiel in Spanien in alte Verhaltensmuster zurück
Fotocredit: Getty Images
Die Formel 1 war in Aufruhr, sie kannte nur ein Thema. Der "Rüpel" Max Verstappen hatte sich in einen "Rammbock" verwandelt, war in Barcelona "wie ein wütender Taxifahrer" unterwegs - der Weltmeister habe nach langer Zeit wieder seine "hinterlistige" Seite gezeigt.
Und Verstappen selbst? Der sah erstmal keinen Anlass für Reue: Sein Unfallgegner George Russell solle sich doch bitte nicht so anstellen.
"Ich bringe ihm das nächste Mal ein paar Taschentücher mit", sagte Verstappen am Sonntagabend äußerlich ungerührt, innerlich wohl noch immer aufgewühlt.
Am Montag dann wandte er sich via Social Media an die Öffentlichkeit, schrieb von "Frustration". Diese habe zu seinem Manöver geführt, "das nicht richtig war und nicht hätte passieren sollen".
Verstappen kurz vor Rennsperre
Der Niederländer wollte nicht viel sagen zu seinem Kontrollverlust im schwierigen Titelkampf, die Aktion allerdings sprach für sich - und könnte noch schwerwiegende Folgen haben.
Die Rennleitung hatte Verstappen für seinen Rammstoß zum einen mit einer Zehn-Sekunden-Strafe belegt, das warf ihn auf Platz zehn zurück und bedeutet nun bereits 49 WM-Punkte Rückstand auf Sieger Oscar Piastri im McLaren.
Es setzte zusätzlich aber auch drei Strafpunkte. Hier steht Verstappen nun bei elf, er ist damit nur einen Punkt entfernt von einer Rennsperre.
Die Strafpunkte gelten stets für zwölf Monate, erst am 30. Juni verfallen für Verstappen wieder zwei, bis dahin finden die Rennen in Kanada (15. Juni) und Österreich (29. Juni) statt.
Rosberg fordert Schwarze Flagge
Die nächsten verfallen dann erst im Oktober, der Weltmeister fährt nun also eine ganze Weile auf Bewährung. "Garantieren kann man nie etwas", sagte sein Teamchef Christian Horner dazu, "er muss einfach in den nächsten Rennen sauber bleiben."
Meinungen gab es zahlreiche zu Verstappens Aktion. In Italien nannte die Gazzetta dello Sport Verstappen einen "Rüpel", in Spanien schrieb "El Pais" von einer "hinterlistigen" Aktion.
"Sky"-Experte Nico Rosberg hätte sich gar eine Schwarze Flagge gewünscht, die sofortige Disqualifikation also. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verglich Verstappen mit dem "wütenden Taxifahrer" im Verkehr - und beteiligte sich ansonsten auch an der psychologischen Analyse.
"Ich habe von einem Muster gelesen: Die ganz Großen brauchen das Gefühl, die Welt gegen sich zu haben, um auf höchstem Level zu performen", sagte der Österreicher: "Und manchmal merken sie nicht, dass die Welt gar nicht gegen sie ist, sondern dass sie einfach einen Fehler gemacht haben."
Red Bull wirkt machtlos
Man habe so etwas "viele Jahre nicht mehr gesehen" von Verstappen - der Niederländer war seit 2021 allerdings auch nicht mehr in einer solch schwierigen sportlichen Situation. Es wächst die Erkenntnis, dass er mit Red Bull in diesem Jahr machtlos ist gegen McLaren.
In Spanien machte Verstappens Team mit einer aggressiven Strategie eigentlich alles richtig und kam dennoch nur knapp heran an Piastri und Norris.
Der Rückstand werde "langsam beängstigend", sagte Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko bei "Sky": "Und den kann auch ein Verstappen nicht mehr rausreißen."
Der Serien-Weltmeister als Hinterherfahrer, daran muss er sich auch selbst wieder gewöhnen.
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(SID)
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Quelle: Perform
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